Vicki Baum

  
       

 

 

Vicki Baum

* 24. Januar 1888
in Wien

29. August 1960
in Hollywood

meine Zusammenfassung:


Elisabeth lebt mit ihrem Mann, dem Dorfarzt, in einem sehr alten Haus in einem kleinen Dorf, in Rheinhessen, vor dem 1. Weltkrieg.
Ihre Ehe ist sehr anstrengend für sie, Geld fehlt an allen Ecken und Enden, ihr Mann ist wenig angesehen im Dorf, zuhause vergräbt er sich in seine Untersuchungen über bestimmte Krankheiten, die die Arbeiter haben, die in der Fabrik im Ort arbeiten.

Da passiert eines Tages ein Autounfall, ein bekannter Fabrikant ist mit seinem Auto unterwegs, sein Chauffeur wechselt sich mit ihm ab beim Fahren, weiter ist seine Freundin, eine sehr junge Filmschauspielerin dabei, und ein junger Boxer.

Sie verunglücken also in der Nacht, alle sind mehr oder weniger verletzt, der Chauffeur so schwer, dass er kurz darauf stirbt.

Der Dorfarzt wird hinzugerufen, der Fabrikant wird verarztet, er hat nicht viel, und er wird im Haus des Arztes aufgenommen, wo er im Ehebett untergebracht wird, der Arzt schläft in der Praxis auf der Liege, die Arztfrau, Elisabeth auf einem Lehnstuhl im Durchgang des Schlafzimmers zum Kinderzimmer. (Sie haben ein kleines Mädchen, 6 Jahre alt.)

Das Filmsternchen wird im Haushalt der verarmten Gutsfamilie aufgenommen, der Boxer im Haushalt des neureichen Besitzers der Fabrik des Ortes.

Die Leiche des Chauffeurs wird vom Chauffeur des Fabrikanten in der Lagerhalle aufgebahrt.

Es entwickelt sich nun zwischen Elisabeth und dem Patienten in ihrem Ehebett eine Liebelei, letztendlich bittet der Patient Elisabeth zu ihm zu kommen, mit ihm zu kommen, er will ihr ein schönes Leben bieten. Sie verbringen einen Kinoabend zusammen, einen Spaziergang, küssen sich auch, aber sonst passiert nichts. Und sie sagt zu. - Ja, sie ist sehr unzufrieden mit ihrem kargen Leben, ihr Mann, der Arzt, übersieht sie meistens, sie ist eigentlich hauptsächlich da, um die Praxis und den Haushalt zu putzen, mit immer viel zu wenig Geld, das, falls mal vorhanden, der Arzt für medizinische Geräte ausgibt.

Als sie schließlich nach dieser langen Nacht, in der sie mit dem Patienten herumgelaufen war, nachhause kommt, möchte sie ihrem Mann ihren Entschluss mitteilen. - Er ist verzweifelt, spricht endlich mit ihr, tja und nach diesem lange fälligen Gespräch schwankt sie zunächst, ihn zu verlassen, ist unschlüssig. -

Bis sie letztendlich doch bei ihm bleibt, und bei einem letzten Treffen mit dem Patienten, der längst wieder gesund ist, teilt sie diesem auch ihren Entschluss mit.

Ja, dieser ist eigentlich mehr erleichtert als erschüttert, und sie trennen sich für immer.

Elisabeth bleibt bei ihrem Mann und ihrer Familie.

Allerdings war noch etwas geschehen, das das Wesen des Arztes wesentlich verändert hatte; er hatte das verletzte Gesicht der Schauspielerin ja verarztet und bei der Begutachtung eines herbeigerufenen Spezialisten stellte sich heraus, dass er das hervorragend gemacht hatte und mit diesem berühmten Professor hat er lange interessante Gespräche, bekommt auch interessante berufliche Aussichten angeboten...usw.

Also seine im Ort immer verkannten ärztlichen Fähigkeiten bekam er endlich von einem Professor anerkannt und sein Selbstbewusstsein war damit sehr gestärkt worden.


Das ist ein sehr leicht zu lesendes, altes Büchlein, aber dennoch spannend und sehr interessant.

Spielt in alter Zeit, man kann sich gar nicht mehr vorsellen, wie damals alles so war.

 

Ich wünsche viel Spass beim Lesen.

 

 

Sie studierte zunächst Musik in Wien, kam dann als Harfinistin nach Darmstadt und begann ab 1914 nebenbei zu schreiben. Ab 1926 war sie Verlagsangestellte und Zeitschriftenredakteurin in Berlin.
Mit ihrem ersten Roman Stud.chem. Helene Willfüer wurde sie 1929 schlagartig bekannt. Der Erfolg auch ihrer weiteren Werke erklärt sich aus der Aktualität der in ihnen behandelten Probleme und den präzisen Milieuschilderungen. Ihre Romane lassen sich als spannende Unterhaltungsliteratur beschreiben.
Nach der Verfilmung von Menschen im Hotel in Hollywood blieb sie 1931 in den USA, erwarb die amerikanische Staatsangehörigkeit und veröffentlichte weitere Werke in englischer Sprache.
Ihre Bücher waren während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland  verboten.

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