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Meine Zusammenfassung
"Mi an Ocrais" - der hungrige Monat, die Zeit, bevor die neuen Kartoffeln
geerntet werden. Nur zu dieser Zeit war der Vater anwesend, sonst
war er als Arbeiter unterwegs. -
Und kurz bevor sie mit der Arbeiten der Ernte ihres Brotherrn begannen,
zogen Vater und Mutter 3 Tage umher, Fergus musste die kleine Schwester
derzeit versorgen; wenn sie dann zurückkamen, zerkratzt, mit Gras
im Haar und mit sonnverbrannten Gesichtern, wusste Fergus, sie hatten
es miteinander getrieben, im Gras geschlafen und *poitin* getrunken,
von Lust und Liebe und Vogeleiern gelebt. Die Mutter zu Fergus:
" Das Leben brennt heiß, Fergus. Zu heiß".
Fergus, der 15-jährige Protagonist, verlässt 1846 Irland. - Die
Kartoffelernte war ausgefallen, bzw. alle Kartoffeln waren nicht
essbar. - Von ihren Verpächtern war keine Hilfe zu erwarten. Im
Gegenteil, die Pächter entledigten sich der nun überflüssigen Arbeiter
die in Hütten auf ihrem Grund und Boden lebten, durch Abrennen.
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Als die Hütte von Fergus' Familie eines Tages auch brannte, konnte
er nichts retten, seine Eltern, die fast verhungert und todkrank
in der Hütte lagen, verbrannten lebendigen Leibes. -
Er musste fliehen, und so begann seine Reise, die zunächst von
der Westküste Irlands zu den Docks und Bordellen Liverpools, und
schließlich auf die andere Seite der Welt, nach USA führt.
Er erlebt zahlreiche Abenteuer, sie alle werden sehr spannend geschildert.
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In Liverpool schließlich landet er in einem Freudenhaus, wo er gesund
gepflegt und neu eingekleidet wird. Er sollte eigentlich als männliche
Prostituierte arbeiten, brachte das aber nicht fertig. - Dennoch
wurde er von allen Huren und der Chefin verwöhnt und umhätschelt.
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Er lernt jemanden kennen, und er macht sich weiter auf den Weg,
er hat ja als Ziel die neue Welt, Amerika.
Interessant sind nicht nur die Schilderung, sondern immer wieder
seine Gedanken, die kursiv zu sehen sind, poetisch, tiefsinnig,
aussagekräftig. Und immer wieder die Gedankengänge, die zitiert
werden:
"Auf Wanderschaft zu sein, war seltsam, eine Art Sucht, eine Art
Vollkommenheit. Aber es kam eine Zeit, da musste man innehalten,
sonst wanderte man womöglich geradewegs aus sich selbst heraus.
Nichts leichter als das."
Als er mit Molly am Kai ist und auf ein Schiff wartet, das sie mitnimmt:
"Während sie umgeben von anderen Emigranten auf dem Kai am Princes
Dock warteten versicherte Fergus sich selbst, dass Molly und er
auf jeden Fall überleben würden, egal welche schicksalsträchtige
Hand sich nach den anderen ausstrecken mochte…………. - - - Sie konnten
in den kältesten Gedanken leben, am dunklen Grund ihrer selbst.
Was immer nötig war. Sie waren Partner auf Gedeih und Verderb, zäh
und hart. Sie würden überleben."
Die Überfahrt in einem Frachtraum des Schiffes, überladen, mit vielen
Kranken, oft auch Toten, schlechte Verpflegung, Seekrankheit, Seuchen….
wird geschildert. - unbeschreiblich wie es zuging. Wie das ja bekannt
ist von anderen Erzählungen von Emigranten auf diesen Schiffen.
Als er einen Pelzhändler kennenlernt, der für sein weiteres Leben
von Bedeutung werden sollte, aus einem Gespräch mit ihm:
"Ich höre Ihnen zu, oder? Wahrscheinlich ergibt das alles schon
einen Sinn, irgendwann." - - "Es gibt vieles, das nie einen Sinn
ergibt. Das Leben stürmt auf einen zu, umweht von vielen fröhlichen
Bändern, und erst, wenn es schon ganz nah ist, kann man erkennen,
ob es tatsächlich Bänder sind oder ob es Blut ist. Für mich ergibt
nur sehr wenig einen Sinn, aber ich weiß, dass ich gerne in einem
Kanu sitze und es schon immer gern getan habe."
Im Mai 1847, Kanada. Molly gibt es nicht mehr, Fergus schließt
sich dem Pelzhändler, Ormsby, an und sie machen sich auf die Reise,
die sieben Wochen dauern soll, nach Rupert's Land. Ormsby bietet
ihm in seinem Geschäft einen Posten an. - Aber noch ist eine Schiffsreise
auf dem Fluss zu überstehen. Fergus' sämtliche Ersparnisse und alles
Geld wird ihm eines Nachts gestohlen. - Ormsby spielt um Geld, gewinnt
eine riesige Menge.
Als Ormsby stirbt, , erbt er von ihm soviel, dass er einen Grundstock
hat.
Später beginn Fergus mit Pferden zu handeln. Überall sind ausgesetzte
Pferde zu finden. Er kauft sie oder nimmt sie, wenn kein Besitzer
da ist, pflegt sie und verkauft sie in gutem Zustand wieder mit
Gewinn…..
Und so beginnt sein Leben in der neuen Welt. Das war jetzt nur
ein ganz kurzer Abriss, aber ich denke das sollte genügen, um sich
einen Eindruck über dieses Buch zu verschaffen. Die Sprache an sich
ist nichts Ungewöhnliches. Was aber ungewöhnlich ist, sind die geäußerten
Gedanken, in poetischer Sprache, tiefsinnig, vieles aussagend…..
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"Peter Behrens, geboren 1947 in Montreal, lebt in
Maine und Los Angeles.
Er ist Drehbuchautor in Hollywood und veröffentlichte
zahlreiche Essays und Kurzgeschichten.
Das Gesetz der Träume ist sein Romandebüt, für das
er mit dem Governor General's Literary Award 2006 ausgezeichnet
worden ist."
"Brigitte Walitzek, geboren 1952, lebt in Berlin.
Seit 1986 Übersetzerin, u. a. von Margaret Atwood, Jeanette Winterson,
Carson McCullers, Margaret Forster, Virginia Woolf."
(dem Klappentext entnommen)
noch Klappentext:Beschreibung
"Irland 1846: Für den fünfzehnjährigen Fergus ist
Flucht keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit. Er wird aus seinem
Zuhause vertrieben und verliert nicht nur seine Familie, sondern
alles, was er jemals liebte. Damit beginnt eine abenteuerliche Reise,
die ihn von der Westküste Irlands zu den Docks und Bordellen Liverpools
und schließlich sogar auf die andere Seite der Welt führt. "
Buchdaten:
Verlag: Schöffling
2008 Seitenzahl: 560
Deutsch
ISBN-13: 9783895614552
ISBN-10: 3895614556
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Ich
habe schon zahlreiche Bücher mit diesem Thema gelesen. Jedes ist
wieder anders, es gibt ebenso viele Geschichten wie Menschen, die
Irland verlassen haben.
Es waren Millionen, und eben so zahlreich sind die Geschichten.
Dieses
Buch zeichnet sich durch die hintergründig gedachten Träume und
Gedanken, die immer sehr poetisch, aber niemals schmalzig zitiert
sind, aus.
Und
sagen weitaus mehr aus, als in der jeweiligen Situation geschildert.
Es
beinhaltet alles, was es so gab in dieser Zeit, ob es um Armut,
Reichtum, Vertreibung, Gewalt, Tod, Huren, Verbrecher, aber auch
um Liebe, Kameradschaft, Glück geht.
Die
Spannung ist von der ersten bis letzten Seite da, mal mehr mal weniger,
und die Geschichte bleibt interessant bis zum Ende.
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