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Meine
Zusammenfassung
Für Thomas Buergenthal hätte es eigentlich eine glückliche, behütete
und beschützte Kindheit und Jugend werden können. Er lebte mit seiner
Familie in Lubochna. Dann kamen die Deutschen und die Familie muss
nach Polen fliehen. Sie werden alle verhaftet und landen im Ghetto,
sie sind Juden.
Sie werden
nach Auschwitz deportiert. Thomas überlebt einen der berüchtigten
"Todesmärsche" im sibirisch kalten Winter 1944/45, die meisten Kinder
sterben, was vermutlich Absicht war. Er schildert, wie er mit vielen
Tricks, aber auch durch Zufälle dem Tod entrinnen konnte. Er beschreibt
Begegnungen dort, nicht nur negative.
Er erwähnt
z.B. auch den Norweger Odd Nansen, einen Sohn des Polarforschers,
der ihm in der Krankenstation des Lagers praktisch das Leben rettet.
Oder auch von einem SS-Mann, der ihm seinen Kaffee gibt, nach Tagen
ohne jegliches warmes Getränk oder Essen - -
Die schlimmen Erlebnisse schildert er, als mit der Zeit *normal
empfindend* - Tote und Exekutionen gehörten zum Alltag.
Als er
nach der Befreiung nach ca. 2 Jahren endlich seine Mutter wieder
findet, bzw. durch einen Zufall von einer Organisation in USA gefunden
wird, die seinen Namen auf einer Liste von Kindern findet, die nach
Palästina auswandern wollen, ist er der glücklichste Mensch auf
Erden, und jetzt darf er nochmal "Kind" sein - was er ja nie konnte,
er hatte als Kind immer alleine die Verantwortung für sich, und
jetzt wollte er genießen, dass die Mutter diese wieder übernahm,
zumindest für einige Zeit.
Er erfährt,
dass sein Vater im KZ ermordet wurde. Mit seiner Mutter lebt er
zunächst in Göttingen, wo die Mutter ihr Geburtshaus sieht, der
Name jetzt übermalt, alle Häuser usw. wurden ja den Juden abgenommen
und andere Deutsche bekamen solche Häuser für ein paar Mark. Sie
bewohnen zunächst nur ein kümmerliches Zimmer, bekommen dann aber
doch eine schöne kleine Wohnung bei Leuten, die ihre Familie gekannt
hatten.
Seine Mutter beschaffte ihm einen Privatlehrer. Er hatte ja noch
nie eine Schule besucht, war schon 11/12 Jahre alt, und um in eine
normale Schule eingeschult werden zu können, musste er zunächst
zumindest die Inhalte der Grundschule nachholen. In ca. einem Jahr
konnte er alles soweit nachholen, dass er ins Göttinger Gymnasium
eingeschult werden konnte.
Nach
dem Abitur fuhr er nach USA, zunächst um seinen Onkel dort für einige
Zeit zu besuchen, eine Auswanderung war noch nicht geplant. Er blieb
jedoch dort und begann ein ganz neues Leben.
Seine
Mutter blieb in Europa, heiratete einen Italiener, und lebte bis
zu ihrem Tod sehr glücklich in Italien mit ihrem Mann. Buergenthal
konnte sie oft besuchen, und sie war auch oft in USA bei ihm.
Er hat in den letzten Jahren alle Orte von damals aufgesucht, und
auch den Norweger gefunden und war mit ihm in Kontakt bis kurz vor
dessen Tod.
Buergenthal selbst schildert, dass er diese ganze Geschichte sein
Leben lang mehr oder weniger verdrängt hat; und somit ohne große
psychischen Schäden ein Leben aufbauen konnte, nach seinen Wünschen,
tätig als Jurist in internationale Menschenrechtskommissionen.
Das
KZ Sachsenhausen, wo er dann inhaftiert war, wird von den Alliierten
befreit und er landet bei der polnischen Armee als "Maskottchen",
bekommt dort den Kampf um Berlin mit, auf Seiten der Polen.
Schließlich wird er in einem Waisenhaus aufgenommen und durch einen
wirklich seltenen Zufall findet er seine Mutter wieder, bzw. sie
ihn.
Thomas
Buergenthal erzählt ganz nüchtern, ohne Vorwürfe oder Bitterkeit
seine Kindheit. Er schildert dann, wie er mit seiner Mutter zunächst
in Deutschland lebt, in sehr bescheidenen und ärmlichen Verhältnissen.
In USA sind Verwandte, Thomas besucht sie zunächst, um schließlich
dort, nachdem seine Mutter hier geblieben war, ein "Zweites Leben"
zu beginnen.
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Thomas Buergenthal, geboren 1934 im slowakischen
Lubochna, ging nach seiner Kindheit, die er in diesem Buch beschreibt,
in die USA, wo er Jura an der New York University und in Harvard
studierte und sich auf Internationales Recht und Menschenrechte
spezialisiert.
Er lehrte als Professor an mehreren renommierten
Universitäten, zuletzt an der George Washington University Law School
in Washington, D.C. Von 1979 bis 1991 war er Richter am Interamerikanischen
Gerichtshof für Menschenrechte in Costa Rica. 1992 bis 1993 war
Buergenthal Mitglied der UN Wahrheitskommission für El Salvador.
Danach wurde er Mitglied des UN Menschenrechtsausschusses.
Seit 2000 ist Buergenthal als amerikanischer
Richter am Internationen Gerichtshof in Den Haag. Thomas Buergenthal
ist vielfach ausgezeichnet worden, u.a. mit der Ehrendoktorwürde
der Universität Heidelberg.
Glückskind-Klappentext:
"Eine glückliche, behütete Kindheit hätte
es für Thomas Buergenthal werden können, damals in Lubochna. Doch
dann kamen die Deutschen: Die Familie flieht nach Polen, wird verhaftet
und ins Ghetto gesperrt, weil sie jüdisch ist.
Es folgt die Deportation nach Auschwitz.
Als eines von nur ganz wenigen Kindern überlebt Thomas einen der
berüchtigten "Todesmärsche" im eiskalten Winter 1944/45.
Nach seiner Befreiung aus dem KZ Sachsenhausen
erlebt er als "Maskottchen" der polnischen Armee den Kampf um Berlin
mit, kommt schließlich in ein Waisenhaus und findet auf wundersame
Weise seine Mutter wieder.
Auf bewegende Weise, ganz ohne Bitterkeit,
erzählt Thomas Buergenthal seine Kindheitsgeschichte und überdies,
wie er zunächst in Deutschland bei seiner Mutter, später in USA
3ein neues - "zweites Leben" beginnt."
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Ich
sah den Autor in einer Talkshow im Fernsehen, wo er kurz über sein
Leben sprach,und u.a. auch dieses Buch vorgestellt wurde. Auch wenn
man schon sehr viele Bücher, auch Erlebnisberichte von Überlebenden
des Holocaust gelesen hat, so ist doch wieder jedes einzelne Schicksal
anders. Der Autor beschreibt, wie oben schon erwähnt, ohne Bitterkeit
seine Erlebnisse als Kind in den verschiedenen KZs, im Ghetto noch
bei seinen Eltern, dann aber bei einer "Selektion" von den Eltern
getrennt, Männer und Frauen wurden getrennt, die Kinder wurden meistens
ziemlich bald ermordet. Ich kann jedem empfehlen, dieses Buch zu
lesen; auch wenn er meint, er wüsste schon alles, nein, das ist
wieder eine andere Perspektive und Sichtweise, und vor allem, neutral
geschrieben, obwohl der Autor allen Grund gehabt hätte, das anders
zu gestalten. Es ist kein trockener Bericht über Holocaust-Erlebnisse,
sondern wirklich ein Buch, das man sehr gut lesen kann, weil es
- trotz des sehr ernsten Inhalts - spannend und leicht zu lesen
ist!
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