|

Meine Inhaltsangabe
In einem Vorort von Melbourne machen sich einige Leute auf den Weg
zu einer Verlobungsfeier. Am Ende der Straße feiert die Tochter
eines eingewanderten Engländers ihre Verlobung. Es sind die Nachbarn
aus der Straße; da ist der Lokomotivführer mit seiner Frau und seinem
Söhnchen, da sind noch einige andere Ehepaare, eine Frau, deren
Mann unterwegs ist, sie geht alleine, alle auf dem Weg dorthin.
Einige begrüßen sich auch, unterhalten sich über belangloses. So
werden die ganzen Familien, ihre Geschichte, ihr Leben usw. geschildert.
Was sie denken
über ihr Leben. Insbesondere vom Lokomotivführer Vic erfährt man
viel, er ist ein alter Lok-Führer, also noch ein Schwärmer von alten
Dampf-Loks…Und er hatte kürzlich einen Zusammenbruch, ist aber soweit
genesen, dass er wieder Lokomotive fahren kann. Er trinkt auch viel,
wie übrigens die meisten, von denen berichtet wird. Alle scheinen
eins gemeinsam zu haben: Frust. Die Männer weil sie saufen, die
Frauen weil ihre Männer saufen, die Kinder weil sie die Eltern beobachten
und sich Gedanken machen über das weitere Leben.
Parallel dazu
wird geschildert, wie ein anderer Lok-Führer unterwegs ist. Er war
einst der Lehrmeister des vorher geschilderten Lok-Führers. Es wird
die Fahrt geschildert, und dass an einer bestimmten Stelle verlangsamt
werden muss, weil einem Güterzug die Möglichkeit gegeben werden
muss, auf eine Nebenschiene auszuweichen, um dann wieder auf das
Hauptgleis zu kommen.
Dieser Lokführer, noch auf einer Dampflok, erleidet aber einen tödlichen
Herzinfarkt, während sich sein Heizer in der unteren Kabine zum
Teekochen befindet. Es kommt zu dem Zusammenstoß.
Nach diesem
Unfall wird es Untersuchungen geben, und vor allem auch gesundheitliche
Tests der Lokführer, die noch im Dienst sind, und so ist für Vic
ganz sicher die Zeit vorbei, wo er als Lokführer arbeiten kann,
weil dann herauskommt, dass er einen Schlaganfall hatte und vor
allem, dass er Alkoholiker ist.
|
|
Steven Carroll wurde 1949 in Melbourne geboren.
Nach dem Studium arbeitete er zunächst als Englischlehrer,
später als Musiker. Heute lebt er als Theaterkritiker und freier
Schriftsteller in Brunswick/Viktoria.
Mit seinem Roman
"Die Kunst des Lokomotivführers"
der für die wichtigsten Literaturpreise des Landes nominiert wurde,
schaffte Steven Carroll in seinem Heimatland den Durchbruch.
Der Übersetzer Peter Torberg lebt in Niederbayern.
Er studierte Englische Literatur, Geschichte und Publizistik
|