Ann Cleeves
Im kalten Licht des Frühlings

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Meine Zusammenfassung
Zunächst mal die Gegend, Shetland-Insel, wo ist die ? Nördlich von England liegen diese kleinen Inseln.
Die Art der Menschen unterscheidet sich m.E. sehr von den Menschen in England. - Das alles wird in diesem Krimi, der in sehr reizvoller Gegend spielt, die auch sehr schön beschrieben wird, hervorragend thematisiert.
Die Geschichte beginnt, als ein Kind zur Welt kommt. - Wer die Eltern sind usw. ist erst später Thema Alle Leute auf diesem kleinen Teil dieser Insel sind entweder verwandt, oder sehr gut bekannt. Jeder kennt jeden, hat schon mal was mit jedem zu tun gehabt. - Und natürlich gibt es auch wohlhabende, und weniger wohlhabende. - Alle Charaktere kommen vor, aber eben mit dieser besonderen Eigenart dieser Shetland-Insel-Bewohner. Da ist ein altes Haus, etwas abgelegen. -
Da wohnt eine alte Frau, sie ist Witwe, Mima genannt. Und auf ihrem Grundstück finden Grabungen statt; eine Wissenschaftlerin (Hattie), die ihre Doktorarbeit darüber verfassen will, ist mit ihrer jungen Assistentin Sophie dabei, zu graben, einiges freizulegen. Sie hofft, auf einige alte Mauern zu stoßen, die beweisen, dass genau an dieser Stelle mal ein großes Gebäude war, das sich mit Handel beschäftigte. Da stoßen sie plötzlich auf ein Skelett-Teil….. - Mima kommt dazu, erblasst. Aber die beiden Archäologinnen können sich keinen Reim darauf machen.

Da geschieht eines Tages ein Unglück….ob es ein Unglück, ein Unfall, oder gar Mord war ? - Mima wird aufgefunden, gestorben durch eine Schussverletzung….. - Ihr Neffe, ein Clouston, soll aus Versehen beim Hasenjagen Mima getroffen haben, als sie nachts draußen herumlief…
Mima hatte sich mit Hattie, der Doktorandin, angefreundet. Hattie, ein ganz mageres kleines Persönchen, dessen Geschichte auch aufgegriffen wird; magersüchtig, psychisch sehr labil, lange Zeit selbstmordgefährdet….Ihre Geschichte wird dann später aufgerollt. Hattie, im Gegensatz zu ihrer Assistentin Sophie, die feierte, sich sofort den Jungs auf der Insel zuwandte, immer frohen Mutes, gutaussehend, war eher zurückhaltend, in sich gekehrt.

Da gibt's einen Prof, bei dem sie ein Jahr vorher mal bei Ausgrabungen unterstellt war……und der ist auch hier wieder aufgetaucht, er ist auch hier ihr Chef. - Bei den Grabungen war auch eine Tochter von Mima, Evelyn, dabei, als freiwillige Helferin, eine Clouston. - Die Cloustons wohnten auch auf der Insel, hatten aber - wie üblich hier - ihr Haus freistehend, und sie hatten ein riesiges Haus…..Der Mann von Evelyn war durch einen Unfall oder Krankheit, ist unwichtig, behindert. Der Sohn eben soll Mima aus Versehen erschossen haben. -

Jetzt kommt Sandy ins Spiel, ein junger Polizist, ein Enkel von Mima. - Er ist bei den Ermittlungen dabei, die aber ein Polizist der ihm übergeordnet ist, leitet. - Sandy hatte immer ein gutes Verhältnis zu Mima, und er hatte sie auch gefunden, als sie tot da lag.

Und dann gibt es wieder eine Tote, gefunden in der Grube, wo die Ausgrabungen stattfinden…. Mehr davon nicht von mir über den Inhalt, sonst würde ich zuviel verraten….

 

 

Die Autorin
"Ann Cleeves, geboren in Herfordshire, lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in West Yorkshire und ist Mitglied des "Murder Squad", einem illustren Krimi-Zirkel. Für die "Nacht der Raben" gewann Ann Cleeves 2006 die weltweit wichtigste Auszeichnung der Kriminal-Literatur - den "Duncan Lawrie Dagger Award".

 

 

Kurzbeschreibung

Klappentext:
"Raue Landschaft, dunkle Geheimnisse Whalsay: ein kleines, beschauliches Eiland. Teil der Shetlandinseln. Nur 1030 Einwohner, die sich vom Fischfang ernähren. Jeder kennt jeden, jeder weiß über alles Bescheid. Die perfekte Idylle. Bis eines Tages die alte Mima tot aufgefunden wird. Angeblich war es ein Jagdunfall. Doch Detective Jimmy Perez ist sich da nicht so sicher. Kurze Zeit zuvor war bei Ausgrabungen auf Mimas Land ein Skelett gefunden worden. Mima war beim Anblick der Knochen erbleicht, hatte jedoch kein Wort gesagt. Als wenige Tage später die Leiterin der Ausgrabungen tot aufgefunden wird, weiß Perez, dass irgendetwas auf der kleinen Insel nicht stimmt. Welches Geheimnis verbirgt die Gemeinde der Hochseefischer im hohen Norden? "

 

Buchdaten
ISBN-10:3-8052-0876-6 EAN:9783805208765 Erscheinungstermin:Juli 2009 Verlag:Wunderlich Einband:gebunden Sprache:Deutsch
Seiten:432
Übersetzer:Anja Schünemann
Reihe:Shetland-Quartett

Meine abschließende Bemerkung
Eine sehr angenehm zu lesende Geschichte, die in sehr reizvoller Umgebung spielt, mit Menschen, wie wir sie gar nicht kennen. Sie haben ihre ganz eigene Art, ihre eigene Geschichte, auf diesen Shetland-Inseln. Vom Charakter her ähneln sie für mich mehr den Isländern als den Engländern. Ursprünglich gab es dort viele Fischer, Fischereibetriebe, und alle diese Leute waren sehr wohlhabend.

Aus dem normalen Frauenbild fällt das von Mima heraus. - Als junge Frau, die sehr früh Witwe wurde, führte sie ein aufregendes Leben, hatte vermutlich zahlreiche Liebhaber, eine schöne Frau, aber keiner wusste so ganz genaues über sie. - Und: sie hatte damals mit einem Norweger, der mit ihrem Mann auf See war, irgendeine Liebesgeschichte….Und dieser Norweger verschwand damals auch spurlos…

Als sie dann älter wurde, lebte sie sehr zurückgezogen in ihrem alten Haus, das nicht grade gepflegt war …..also auch hier wieder eine Außenseiterin. Was es damals auf sich hatte, als ihr Mann ganz jung angeblich im Meer ertrunken ist, wird auch thematisiert, und hier gibt sich ein hochinteressanter Zusammenhang mit der heutigen Geschichte….
Das geht zurück bis zum 2. Weltkrieg, wo Norweger eine Antinazibewegung hatten, und auch ihre kleinen Schiffe auf den Shetland-Insel landeten. Auch das wird sehr interessant eingeflochten, und es ergeben sich letztendlich sogar spannende Zusammenhänge..

Und diese Cloustons werden eine nicht geringe Rolle spielen, wenn es um das Aufdröseln dieses Falles geht.

Ein Fall war es dann nämlich, als immer klarer wurde, es sind keine Unfälle…… nur: welche Zusammenhänge, welche Motive mögen dahinter stecken? -
Alles sehr undurchsichtig, vieles wurde geheim gehalten auf dieser Insel, viel unter vorgehaltener Hand geäußert…. Zusammenfassend ist dieser ganze Krimi hochinteressant geschrieben.

Die Autorin verzichtet auf jegliche Aufreißerei, oder auf die oft bei Krimis üblichen Klischees.

Gleichbleibend - niemals ganz hochspannend, aber dennoch immer Spannung auf mittlerer Flamme haltend, versteht sie es, an das Buch zu fesseln.
Mit Hinterfragung von Motiven, Charakteren, Infrastrukturen, Geschichte und vielen Informationen was Archäologie betrifft. Und nicht zuletzt durch eine sehr verzwickte Auflösung des Falls, wo der Leser wirklich selbst nicht drauf kommt…