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Meine Zusammenfassung des Inhalts:
Den kann ich eigentlich zur schreiben, weil ich das Buch fertig
gelesen habe. Ja sicher, so ist das immer, schon klar. Aber bei
diesem Krimi konnte ich bis zu Seite 300 wirklich die Zusammenhänge
zwar ahnen, aber sie nicht ganz richtig zuordnen. Vielleicht liegts
an mir, wo ich kein Krimileser bin. Möglich.
Also, es laufen einige Geschichten nebeneinander. Und zwar macht
die Autorin das so, dass sie lediglich einen neuen Absatz macht,
und schon ist der Leser ganz woanders….. Sehr schwer sich einzulesen.
Da ist eine Geschichte, wo es um eine Familie geht, wo die Frau
mit den beiden Söhnen sich so einer Art Sekte angeschlossen hat.
- Dass das alles nicht mit rechten Dingen zugeht, hat der Familienvater
schnell erkannt, er ist aber machtlos, seine Frau ist immer wie
in Trance, lässt sich auf keinerlei Unterhaltung mit ihm ein. Als
sie dann auch noch spurlos verschwindet, mit ihren Söhnen, forscht
der Vater nach. Das ist der eine Strang.
Eine andere Geschichte ist die des Schriftstellers Nikita, der
den Auftrag hat, für einen Politiker eine Biografie zu schreiben.
Dieser Nikita, wie auch der Familienvater, aber auch der Minister
kennen sich von früher……Aber zunächst sind keine Zusammenhänge zu
erkennen. Nikita bekommt mit der Geschichte des Familienvaters in
Kontakt, beschließt dieser Sache nachzugehen, und in den Ort zu
fahren, wo er Näheres zu erfahren hofft. Auch über den Politiker…
- Offiziell bucht er einen Flug nach Antalya…… Schnell hatte er
bemerkt, dass er beschattet wird, verfolgt, und er ist sich auch
ganz sicher, er soll getötet werden.
Die andere Geschichte ist dann die des Politikers, der inzwischen
Gouverneur ist. Er ist verheiratet mit Nika, der ersten und einzigen
Liebe von Nikita. Wie das zustande kam, ist dann Thema. Nikita war
dann mit einer anderen Frau verheiratet, bekam eine Tochter, die
Ehe wurde aber geschieden. - Und hier kommt eine makabere Geschichte
dazu. Wie es dazu kam, dass seine Frau einen Schuldschein unterschrieben
hat, nur um eine Arbeitsstelle zu bekommen…..- - - das jetzt näher
auszubreiten, würde nahe das Ende beschreiben, zu einem Teil natürlich,
klar. Es fügen sich ja zum Schluss alle beschriebenen Geschichten
zu einer verbrecherischen, korrupten, politischen Gräuelgeschichte
zusammen.
Eine andere Geschichte ist dann, wie Nikita, Nika und noch ein
anderes Mädchen, alle in einer Klasse, befreundet sind. Sie verlieren
sich aus den Augen, aber dann treffen sie aufeinander, ohne allerdings
zunächst voneinander, bzw. des Kontakts mit den anderen beiden,
was zu wissen. Nikita trifft mit dem Mädchen zusammen, findet einstweilen
Unterschlupf in ihrer Wohnung, einem Chaos.
Im gleichen Haus wohnt auch eine alte Dame, und bei ihr ein 20
Jahre jüngerer Liebhaber.
Das Mädchen lässt Nikita alleine, sie muss verreisen…… - Da geschieht
dann was in dieser Wohnung……. es gibt einen Toten. Dieser Tote wird
als Nikita erkannt, allerdings nur wegen der in einer Stahlkassette
gefundenen Personalpapiere von ihm. Wer der Einbrecher und Mörder
ist, bleibt unbekannt. - Für den Leser im Moment auch total im Dunkeln….
Der Tote wird ganz schnell, verdächtig schnell!!! - verbrannt, nach
einer sehr oberflächlichen Obduktion. Die Leiche wird als Nikita
angegeben. Während dieser Zeit wird auch Nika bewacht, von der Leibwache
ihres Mannes. Sie kann ihnen nicht entkommen, ahnt, dass das nicht
nur zu ihrem Schutz ist. - Da trifft sie auf das Mädchen, dieses
Mädchen, das ganz früher mit ihr und Nikita zusammen in der Schule
war. - -
Die andere Geschichte mit diesem Familienvater, der auf der Suche
nach seiner verschwundenen Familie ist, und ziemlich nahe an dem
Ort, wo er sie vermutet, geht dann so weiter, dass er auf einem
weit abgelegenen Bahnhof seinen einen Sohn erkennt. Er ist da, verlumpt,
verkommen, ein Bettler, geistig umnachtet - - - - . Er nimmt ihn
mit, bringt ihn in einem psychiatrischen Krankenhaus unter. Und
er besucht ihn täglich, selbst aber magert er ab zum Skelett, nur
noch ein Schatten seiner selbst…. - Die Krankengeschichte ist dann
Thema….
Eine wiederum andere Geschichte ist die der ehemaligen Chefin des
Verlags, in dem Nikitas Bücher herausgebracht worden waren. Er war
ja Krimiautor…… - Sie war eigentlich Medizinerin, aber durch Kontakte
irgendwie von der Partei benutzt worden…… - Sie hatte einen Neffen,
ihr einziger Verwandter, und dieser wiederum ist dieser junge Mann
bei der alten Dame im Haus, wo Nikita untergekommen war, bei der
alten Freundin…..
Es sind noch einige Nebengeschichten da, alle sehr interessant erzählt.
Wie zum Schluss dann alle Geschichten in ein Ergebnis münden, das
ist der Clou in diesem Krimi.
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Die Autorin:
Polina Daschkowa, geboren 1960, studierte am Gorki-Literaturinstitut
in Moskau und arbeitete als Dolmetscherin und Übersetzerin, bevor
sie zur beliebtesten russischen Krimiautorin avancierte.
Für die Polizei erstellt sie psychologische Tätergutachten.
Daschkowa lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern
in Moskau. 2006 erhält sie den Radio Bremen Krimipreis.
"Es war die ganz große Liebe - Nika und Nikita. Doch Nika heiratet
einen einflussreichen Politiker. Als Nikita dessen Biographie schreibt,
bringt ihn das in tödlicheGefahr. Die Geschichte einer Frau zwischen
zwei Männern, die einst eine falsche Entscheidung traf und fast
mit dem Leben dafür bezahlt. "
"Daschkowas Krimis machen süchtig." Sächsische Zeitung "Ein lebendiges
Panorama der sozialen und politischen Verhältnisse."
(Klappentext bzw. Produktbeschreibung der taz)
Buchdaten: Aufbau Verlag, erschienen 2007, in 2. Auflage. 408 Seiten.
ISBN-13: 9783746623955 + ISBN-10: 3746623952
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Meine
abschließende Bemerkung
Wenn meine Inhaltsangabe ziemlich wirr klingt, dann entspricht das
genau dem Stil des Buchs - - - . Alles sehr verwirrend, alle Geschichten
durcheinander, nur getrennt durch einen neuen Absatz.
Dennoch
las ich das Buch weiter. Es war nämlich dennoch sehr unterhaltend,
und vor allem die ganzen Schilderungen der politischen Situationen,
der Bestechungen, der Bewachungen, der inszenierten Selbstmorde,
oder auch Morde, wo nie ein Täter gefunden wurde. - Diese Sache
mit den gekauften Killern, die Verhaltensweisen der Beamten und
die gängigen Methoden, wie das in diesem Krematorium vor sich ging,
wo Leichen nachts gebracht wurden, möglichst schnell verbrannt wurden…..,
das alles brachte die Autorin so ganz nebenbei zur Sprache. Und
entlockte mehr als einmal nicht nur ein leichtes Schmunzeln….. -
Als
dann endlich, so nach Seite 300, ich einige Zusammenhänge erkennen
konnte, war eigentlich alles schnell klar. Aber wie das alles zusammengestrickt
war, welche Wege, welche Intentionen, politische, wirtschaftliche
usw. - das war dann wieder hochinteressant.
Gut,
ich hatte schon einmal ein Buch dieser Autorin in de Händen, das
ich damals gleich wieder weggelegt hatte. - Dieses wollte ich mal
fertig lesen. Und im Nachhinein war es auch ein ganz guter Krimi.
Vielleicht liest ein geübter Krimileser das ganz anders als ich,
sieht viel früher Zusammenhänge usw. - ich weiß es nicht, darf es
aber vermuten.
Das
Lesen dieses Romans kann ich aber schon empfehlen! Er ist spannend,
enthält viele hochinteressante Einzelheiten aus dem russischen Alltag.
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