Per Olov Enquist

 


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Per Olov Enquist, 1934 in einem Dorf im Norden Schwedens geboren, lebt in Stockholm. Er arbeitete als Theater- und Literaturkritiker und zählt heute zu den bedeutendsten Autoren Schwedens. Für seinen Roman "Der Besuch des Leibarztes" wurde er in Leipzig mit dem Deutschen Bücherpreis 2002 ausgezeichnet. Zuletzt erschien sein Roman "Lewis Reise" (München, 2002), "Die Kartenzeichner" und "Auszug der Musikanten".

Per Olov Enquist hat nicht erst in seinem international erfolgreichen Roman "Der Besuch des Leibarztes" von verbotener Liebe erzählt. In "Gestürzter Engel" sind drei unerhörte Liebesgeschichten kunstvoll miteinander verbunden. Sie streifen den Schrecken, den Schock, das Skandalöse und führen in Grenzbereiche des Menschlichen, wo das kaum noch Erzählbare zum Ereignis wird.


Da geht es z.B. um einen Jungen, der einen Riesenkopf hat, besser gesagt, aus seinem Kopf kommt nochmal ein Kopf, ein Frauenkopf. Mit Augen, Mund, Nase usw. - Aber sprechen kann *Maria* nicht, so nannte er sie. Sehr makaber, sie wurden im 19. Jhdt. in Amerika als Monster in einem Wanderzirkus ausgestellt, nachdem sie vorher in Mexiko in einem Bergwerk angekettetet gewesen war(en), zur Abschreckung von bösen Geistern. Als der junge Mann dann starb, *lebte* Maria noch 8 Minuten weiter....
....dann geht es in einer anderen Geschichte darum, dass ein Junge ein Mädchen ermordet, dessen Mutter dann mit ihm ein Verhältnis anfängt....
die dritte Geschichte dann von einer Frau (Ruth Berlau), die einen Gipskopf von Brecht herumträgt....


 

Sehr schwer einzulesen, erst nach dem ersten Kapitel begreift man, was der Autor eigentlich sagen/mitteilen möchte. - Kommt mir sehr konfus zunächst vor, bleibt auch so. Jedoch gegen Ende, als Gesamtbild, wird alles verständlicher. Im Ganzen sehr gewöhnungsbedürftig. Im Gegensatz zu seinem Roman "Der Besuch des Leibarztes" ist in diesem Buch eine chronologische Linie kaum zu erkennen, bzw. nur sehr schwer im Nachhinein nachzuvollziehen. Die Ereignisse sollen real gewesen sein, dennoch ist schwer zu erkennen, was der literarischen Freiheit des Autors entsprungen ist, und was der Wirklichkeit entsprach. Naja, Phantasie und sehr viel Vorstellungsvermögen sind schon notwendig, um dieses Büchlein zu verstehen.

 

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