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Meine Zusammenfassung
Dem 1. Teil
ist ein Kapitel vorangestellt, mit dem Titel "Bist du bereit, deinem
Schöpfer zu begegnen?" - In der Zeitung war zu lesen, dass ein frustrierter
Pflegestudent das Lehrerkolleg, Fachbereich Krankenpflege betrat,
den Kursraum aufsuchte, wo er gerade am Unterricht hätte teilnehmen
sollen, ging durch den Saal auf die Dozentin zu, richtete seine
Pistole genau auf den Punkt zwischen ihren Augen und fragte sie:
"Bist du bereit deinem Schöpfer zu begegnen?" - die Dozentin, 46-jährig
und eine überdurchschnittlich gute Lehrerin, blinzelte und zweimal
neugierig und gab zur Antwort: "Ja. Ja, ich glaube, ja" - worauf
der Pflegestudent sie erschoss, sich umdrehte, den anderen Pflegeschülern
zugewandt, und sich selbst auch erschoss. - - -
Der Protagonist,
Frank Bascombe, der grade beim Frühstück in seinem Haus in Sea-Clift
saß, nahm diese Nachricht zum Anlass, über sich selbst, bzw. was
er da gesagt hätte usw. nachzudenken. - Und fragte sich, - verdammt
nochmal, woher weiß sie das bloß? -
Im ersten Kapitel
wird ein einziger Tag beschrieben, eine Fahrt von Frank, der als
Immobilien-Makler tätig ist, eine eigene Firma hat, einen Angestellten,
in Richtung der Stadt, wo er vorher gelebt hatte. Er ist mit seinem
Angestellten (Mark, aus Tibet stammend) unterwegs, sie unterhalten
sich über ihre Vorgehensweisen bei Häuserverkäufen usw., er setzt
ihn unterwegs bei einem Klienten ab und nimmt an einer Trauerfeier
eines Freundes teil, der an Krebs gestorben war.
Frank selbst
ist 55 Jahre alt, und bekam vor ein paar Wochen die Diagnose, er
habe Prostatakrebs. Und eben das beeinflusst seine Gedanken bei
dieser Trauerfeier, veranstaltet in einem Haus, das seinem Freund,
einem Bestattungsunternehmer, gehört.
Frank ist auch in einer Vereinigung, die sich "Sponsors-Ring" nennt.
Das ist ein Netzwerk von Bürgern vor allem aus dem mittleren New
Yersey - Männern und Frauen -, die einfach nur anderen Leuten helfen
wollen. Nicht mit Geld. Der Grundgedanke dieser Idee ist, dass viele
Leute einfach jemand brauchen, der ihnen zuhört.
Auch über das wird ausführlich berichtet, der Frage nachgegangen,
warum und wieso Leute, und besonders Leute mittleren Alters, so
wenig Freunde haben, bzw. so schwer überhaupt neue Freunde finden
können. Das Wort "Permanenzphase" fällt nun öfter, und Frank hat
mit dieser für sich angenommenen Klassifizierung eine weit ausholende
Lösung für seine kleinen und großen Problemchen gefunden.
Frank gehört
auch diesem Ring an, und nach der Bestattung besucht er eine Frau
und hört sich ihre Probleme an, dann steht ein Besuch bei seiner
Exfrau an, und am Ende des Tages wird er Mike wieder abholen, den
er unterwegs bei einem geschäftlichen Treff abgesetzt hatte.
Diese tausend
Gedanken von Frank werden nun ausgebreitet. Nicht immer grade sehr
unterhaltsam und teilweise schwer dahinplätschernd. Ein roter Faden
ist noch nicht zu erkennen. Es werden einfach nur Gedanken, ihre
Abwägungen, philosophische Betrachtungen darüber usw. ausgedrückt.
Da sehr viele sarkastische, ironische und auch sehr witzige Anekdoten
eingeflochten sind, bleibt es aber doch noch gut lesbar.
Der Autor schreibt in einem sehr lockeren, ja sogar teilweise recht
schnoddrigen Stil. Einen großen Raum nimmt seine Schilderung über
den Immobilienmarkt ein. Da werden Vorgehensweisen geschildert,
die unglaublich sind; dass die Preise praktisch über Nacht in die
Höhe schießen usw. Auch seinen zahlreichen moralischen Bedenken
über den Immobilienmarkt gibt der Autor Raum: "- - Nur dass jeder
Mensch ein Recht auf einen Funken "Gerechtigkeitssinn" in einem
Herzen hat. Und dazu gehört - jedenfalls bei Immobilienmaklern -
nicht nur, wie viel irgendetwas kosten SOLLTE, (da irren wir uns
immer), sondern was es in einer weiterhin für menschliche Wesen
brauchbaren Welt kosten DARF.
Er beschreibt
seine familiäre Situation, geschieden seit vielen Jahren von der
ersten Frau, die zweite Frau hat ihn grade vierWochen vor Ausbruch
bzw. Erkennen seines Krebses verlassen; sie war zu ihrem verstorbenen
Exmann zurückgekehrt, der plötzlich wieder aufgetaucht war -.
Er hat zwei
Kinder, einen Sohn und eine Tochter, beide beschreibt er ziemlich
ausführlich, ihre Charaktere, ihre Beziehung zu ihm, und auch zu
ihrer Mutter. Zu seiner Exfrau hat Frank sporadischen Kontakt, sie
ist seit zwei Jahren Witwe, nachdem sie nach der Scheidung von ihm
einen reichen Geschäftsmann geheiratet hatte.
Dem Verhältnis
von Frank zu seiner Tochter widmet sich der Autor auch über viele
Seiten. Als die Diagnose Krebs ihr bekannt wurde, zog sie sofort
zu ihrem Vater, suchte die besten Therapiemöglichkeiten und Kliniken
aus, verhandelte mit Ärzten usw. - Und sie führen natürlich Gespräche;
manche interessant. Sie informiert sich z.B. genau über die Folgen
dieser Krankheit (Prostatakrebs) ihres Vaters. Auch einige interessante
Überlegungen über Freundschaften, warum viel Menschen nur noch schwer
neue Freunde finden können. Auszug:
"- - - - -
aber ich weiß, wie schwer es ist, neue Freunde zu finden - was nichts
damit zu tun hat, dass die Welt nicht voller interessanter, verfügbarer
Leute wäre. Es liegt daran, dass die Vergangenheit so voll gestopft
ist mit gelebtem Leben, und deshalb bedeutet ein Sich-Anfreunden,
wie man es mit fünfundzwanzig konnte, für jeden Menschen seinem
dritten Viertel - wie mich zum Beispiel - dermaßen viel Hirnauswringen
und langweiliges Updaten mit sich, dass es einfach die Mühe nicht
lohnt,. Jeden Tag sieht man Leute, die es vergebens versuchen (rhabarber,
rhabarber: das erinnert mich daran, wie - - -')
Der erste Teil
befasst sich also mit diesem einen Tag und den Gedanken von Frank.
Und leider derart ausführlich, und langweilen mehr und mehr.
Da werden Begebenheiten von Leuten von Bekannten von Bekannten,
von Nachbarn usw. ausgebreitet, mit Kommentaren bedacht - - - .
Und nicht zu vergessen, das häufig vorkommende "Pinkelnmüssen" wird
immer ausführlich bedacht. -Wo das geschieht, wie es auf dem Klo
aussieht, was an die Wände geschmiert ist, was die Leute denken,
wenn sie ihn an einer Hausmauer pinkeln sehen würden - tja, also
horrend spannend - lach -.
Und immer noch
warte ich auf irgendetwas, ein Thema, ein Ziel dieser Geschichte.
Was mich dazu motivieren könnte, weiter zu lesen oder mich zumindest
freudig zum Buch greifen lässt.
Als beim Besuch
bei seiner Exfrau sie ihm eine Liebeserklärung macht, ihn wieder
haben will, und er irgendwie dabei landet, dass er sie für den bevorstehenden
Thanksgiving einlädt, denkt der Leser, jetzt begänne eine Handlung.
Nicht dass dieses Wiederaufleben einer Liebesgeschichte so hochinteressant
gewesen wäre, aber wäre mal zumindest eine Abwechslung gewesen.
Und so wird
das Buch immer langweiliger und die Versuchung es wegzulegen, wächst
von Seite zu Seite. Nach vielen Seiten mehr oder weniger "Gelaber"
über selles und jelles, alles nicht besonders interessant, bis auf
die schlaksige Ausdrucksweise des Autors, die alleine reicht aber
nicht, einen Leser an dieses Buch wirklich zu fesseln.
Also gut, nach
einer längeren Durstrecke wird es dann etwas interessanter, wo er
beschreibt, wie es dazu kam, dass ihn seine zweite Frau verlassen
hat.
Er schildert minutiös was da passiert war. Vor 30 Jahren oder noch
länger, war dieser Mann seiner zweiten Frau einfach verschwunden,
sie hatte ihn für tot erklären lassen. Dieser Mann war auch mit
dem Protagonisten bekannt gewesen, aus der Schulzeit. Und so hatten
sich die beiden dann kennen gelernt; Frank war schon geschieden;
und sie heirateten dann. -
Beide Geschichten
werden erzählt, auch die der Kinder der beiden. Hier hält sich der
Autor sehr lange auf mit der Wesensart insbesondere seiner Tochter.
Im zweiten
Teil taucht dieser "verschollene" und für tot erklärte Mann seiner
Exfrau auf. Nach einem Treffen im Haus von Frank, beschließt seine
Exfrau, mit ihrem ersten, nunmehr doch lebenden und nicht toten
Mann, zu ihm und seinem Leben in Schottland zurückzugehen. -
Ob sie ihn liebt, ob sie Frank für immer verlassen will, bleibt
offen. -
Es folgen wiederum
seitenlange Erklärungen über Bedenken, Überlegungen, Vergangenes.
Gut, ist nicht uninteressant. Frank überdenkt - wie schon dutzendfach
in diesem Buch - sein bisheriges Leben, seine Vergangenheit, seine
Zukunft, die seines Angestellten, die seiner Kinder, die seiner
beiden "Frauen" - . Seine erste Frau hatte ihm ja signalisiert gehabt,
dass sie ihn gerne wieder "haben" wollte - - - .
Frank ergeht
sich in tausend philosophische (ich möchte es mal so nennen) Betrachtungen.
Und immer wieder seine Prostatakrebserkrankung hervorkramend. -
Gut, das beschäftigt ihn - gut. - Aber romanfüllend ist das eben
nicht.
Etwas interessanter
verspricht dann der nächste Teil zu werden, wo Frank in seinem Haus
in Sea Clift, an der Küste weilt. Ein kleiner Ort, wo er u.a. auch
Ferien-Immobilien besitzt, und zahlreiche verwaltet.
Jetzt wird ausführlich erzählt, wie ein Kaufinteressent kommt, er
sich mit ihm trifft; ein Mann von 69, der für sich und seine kranke
Frau ein Haus "am Meer" sucht. - Und diese ganze Geschichte von
diesem Mann wird nun wieder ausgebreitet. Die Abwägungen, ob Kauf
oder nicht, warum oder warum nicht. - alles nicht besonders prickelnd.
- Die nächste Person wird beschrieben, es geht um Wade, den Frank
seit Jahren kennt. - - - - - Auch hier wieder seitenlange Schilderungen
über den Lebenslauf von Wade. -
Wen interessiert das? Ist kein Bezug da. - Ich sehe keinen -.
Da sind einfach
verschiedene Geschichten aneinandergeklebt, ohne Bezug zueinander.
Zäh und unbeholfen reiht sich da eine Person mit ihrer Geschichte
an die andere, ein Ort an den anderen. Die vereinzelt vorkommenden
guten Stellen, Einsichten, Überlegungsergebnisse, verschwinden im
Einheitsbrei dieser ganzen langweiligen Geschichten.
Insgesamt werden
3 Tage geschildert im Leben des Frank Bascombe. Die zwei Tage vor
Thanksgiving, und der Tag direkt, der in diesem Landstrich, vermutlich
in ganz USA ein großer Feiertag ist.
Im letzten
Teil beschreibt er dann auch wieder minutiös ein Verkaufsgespräch.
Und warum und warum nicht der Käufer Abstand nimmt. Wie Mike, sein
tibetischer Angestellter ihn anruft und von einem Verkauf berichtet,
über ein Haus, das verpflanzt werden soll, und das Frank selbst
auch schon verkauft hat und und und und - - - .
Dann ist er
wieder unterwegs, besucht eine Kneipe, die er früher oft aufgesucht
hat. Und da werden jetzt zig Seiten lang die Barfrau, die Leute
im Lokal, das Klo, die Getränke, was er trinkt und wie viel, und
dass er schon wieder pinkeln muss, das Klo wird beschrieben, wo
er auf ein verfaultes Sandwich pisst, was alles an den Wänden steht
- - - .
Und immer wieder
die Geschichte mit seiner Prostatakrebs-Erkrankung; immer und immer
wieder.
Dann kommt
ein Brief von seiner zweiten Frau, aus Schottland, wo sie mit ihrem
ersten (verstorben geglaubten) Mann gezogen war. Ein sehr langer
Brief, mit tausend Ausführungen, auch einige gute Sätze dabei, schon,
aber eben auch wieder viel zu lang gezogen und viel zu ausführlich.
Am Ende dieses Briefs meint sie dann, dass sie ihn vermutlich noch
liebt, aber dennoch nicht zurückkommt zu ihm. Sie weiß allerdings
nichts von seiner Erkrankung, als sie ihn verließ war sie ja noch
nicht bekannt, sondern erst zwei Wochen später.
Dann ruft seine
erste (Ex)-Frau an, und sagt, dass sie das nicht so gemeint hätte
vor zwei Tagen, sie wolle ihn gar nicht zurück haben, und sie käme
auch an Thanksgiving nicht zu ihm nach Sea Clift zu dem Familientreffen.
Thanksgiving ist endlich da.
Mit wenigen
Sätzen ist erzählt, was an diesem Tag geschah. Der einzige Tag wo
etwas "passierte" - - . Sein Sohn ist da mit seiner Freundin Jill,
der eine Hand fehlt (wieso das interessant sein soll du warum das
zur Dramaturgie gehört, keine Ahnung). Der Truthahn wird gebracht,
wie in USA üblich, fix und fertig. Gespräche finden statt, alle
nicht bemerkenswert. Vorher schon wurde viel erzählt von dem Nachbar,
der neben dem Haus von Frank sein Haus hat: Ein Neureicher, der
irgendwo in einer Lotterie viel Geld gewonnen hatte und ein sehr
unangenehmer Nachbar ist. (über ihn wurde seitenlang erzählt, ich
fand keinen Zusammenhang zu irgendwas)
Da kommt ein
Anruf, seine Tochter wäre verhaftet worden, sie hätte bei einem
Unfall Leute verletzt usw. - Frank vergisst Thanksgiving, und den
Truthahn und will sich sofort auf dem Weg machen zu seiner Tochter.
Zu ihr ist mittlerweile auch seine Exfrau, also die Mutter der Tochter
mit ihrem Lover, einem Rechtsanwalt unterwegs. -
Da ist plötzlich
ein Höllenlärm zu hören, Frank meint es wären Motorräder, die sich
nähern. Frank verlässt das Haus, und sieht, wie aus dem Nachbarhaus
ein Motorrad aus der Eingangstür herausfährt, einen Höllenlärm veranstaltet,
darauf sitzt ein Junge, ca. 14 Jahre alt. Jetzt gibt es ein Durcheinander,
drinnen schreit die Frau, der Mann kommt heraus, der Junge schießt
auf den Mann, lässt das Motorrad fallen und setzt sich in eines
der zwei Autors der Familie, gibt Gas und fährt los. Da kommt ein
zweites Motorrad, mit noch mal einem 14-jährigen, und die ganze
Situation wird ziemlich konfus. Keiner weiß warum, wieso oder sonst
was, es ist auch kein Zusammenhang zu erkennen. Der Mann ist tot
zusammengebrochen, liegt auf dem Rasen vor dem Haus.
Frank mischt
sich nun ein, spricht den Jungen an, der daraufhin sein Maschinengewehr
nimmt und auf Frank schießt. Frank wird in die Brust getroffen und
liegt auch auf dem Rasen. Die zwei Jungen sind inzwischen mit den
zwei Autos der Familie des Nachbarn abgehauen. Zwischenzeitlich
hat aber der Sohn von Frank die Polizei informiert, die die beiden
vermutlich schnell fassen kann. - -Weiter ist darüber nichts mehr
zu erfahren, nur dass die beiden Buben Zwillinge waren und einen
Grund gehabt hätten, aber der Autor meint, den zu erzählen würde
den Rahmen sprengen.
(naja noch
mehr Geschichten hätte den Rahmen dieses Buchs wirklich gesprengt).
Frank ist nur
oben in der Brust getroffen, wird ins Krankenhaus transportiert,
operiert, und überlebt. - Zwischenzeitlich ist seine Frau, die ja
in Schottland war, und auf deren Anruf er gewartet hatte, im Krankenhaus
eingetroffen. -
Letzte Seiten:
Er ist auf dem Flug zur Mayoklinik, um sich wieder einem Test zu
unterziehen wegen seines Prostatakrebses, seine Frau ist dabei.
Sie fliegen über das Land. Und dabei hat dann Frank wieder seine
Gedanken. Er stellt sich seine Beerdigung vor, beschließt, zu verfügen,
dass seine Asche im Meer verstreut wird, entwirft seine Trauerfeier
- um danach das alles wieder zu ändern, und beschließt, seinen Körper
der Forschung zu überlassen, nach seinem Tod. Und dann kommt der
Landeanflug zum Flughafen des Ortes, wo die Mayoklinik ist . - Ende
- .
(endlich)
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Richard Ford wurde 1944 in Jackson, Mississippi,
geboren.
Nach dem Literaturstudium und diversen Jobs gelang
ihm 1986 mit
"Der Sportreporter"
der Durchbruch.
1996 erhielt Ford sowohl den Pulitzer-Preis als
auch den PEN/Faulkner Award für "Unabhängigkeitstag"
und 2001 den PEN/Malamud Award für seine Short-Storys.
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Frank Heibert.
1. Auflage 2006 unter dem Titel "The Lay of the Land" A. Knopf,
NY. 2. Auflage 2007 Berlin-Verlag, 681 Seiten
Klappentext
"Aus dem Amerikanischen von Frank Heibert. Frank Bascombe hat eine
Menge erreicht, sein Leben ist aufgeräumt und erfüllt, nun könnte
er als abgeklärter Genießer dem verdienten Ruhestand entgegengehen.
Doch völlig unerwartet bringen eine Ehekrise und
eine Krebsdiagnose alles ins Wanken. Ein reicher, nachdenklicher,
aber auch grotesk komischer Roman von Richard Ford, dem amerikanischen
Meistererzähler, über einen Mann in den besten Jahren und über den
Wert des Lebens.
Wiedersehen mit Frank Bascombe, dem Helden von "Der
Sportreporter" und "Unabhängigkeitstag" - er ist 55 Jahre alt und
freut sich, mit schöner Strandvilla und zweiter Ehefrau Sally, auf
den nächsten, ruhigeren Lebensabschnitt.
Die "Permanenzphase", wie er dieses Hochplateau
des erfüllten Lebens nennt, erweist sich jedoch als trügerisch:
Sallys erster, tot geglaubter Ehemann taucht wieder
auf, und sie geht mit ihm fort, um die Dinge zu klären. Kurz darauf
wird bei Frank Prostatakrebs diagnostiziert.
Und nun naht Thanksgiving, das uramerikanische Fest
der Familie. Wie fest der Boden unter seinen Füßen wirklich ist,
muss sich bei jedem Schritt neu zeigen.
In dem ominösen Millenniumsjahr 2000, dessen Herbst
von den "gestohlenen Wahlen" und George Bushs billigem Triumph geprägt
ist, zieht Frank Bascombe, der nette, vernünftige Nachbar, Bilanz."
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