Léda Forgó

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Meine Inhaltsangabe:
In einer Novembernacht 1953 werden in einem Budapester Krankenhaus Zwillinge geboren. Als die Mutter aus der Narkose erwacht, stellt sie fest: Sie will keine Mutter sein.
Die Protagonistin erzählt ab jetzt, was sie erlebt, wie sich ihr Vater im Kreißsaal verhält, wie sie ihre Mutter verlässt. - Sie hat einfach das Krankenhaus verlassen, der Vater holte dann die Kinder dort ab und kümmerte sich von da an liebevoll um die Zwillinge.
Beim Volksaufstand 1956 ist die Mutter mit den Zwillingen unterwegs, sie will den Vater suchen, der unterwegs ist um Essen zu beschaffen, aber noch nicht zurückgekehrt war. In den Straßen herrscht Krieg, und ein Querschläger trifft den Zwillingsbruder der Protagonistin…… er ist tot und die *übriggebliebene* Zwillingsschwester begreift noch gar nicht richtig, dass er tot ist und und und………
Der Vater kann den Tod des einen Zwillings nicht verkraften und begeht Selbstmord. Nun ist die Mutter mit dem Zwilllingsmädchen Borka alleine. Borka lebt nun mit der Mutter, die dann in einer Konservenfabrik arbeitet, unter dem Regime, das nach dem Bürgerkrieg in Ungarn herrschte. Dort hatte sie einen Mann (Genosse Jakab)kennengelernt, er wurde ihr Liebhaber, und Borka konnte ihn von Anfang an nicht leiden. Sie war eifersüchtig auf ihre Mutter; zwischen der Mutter und Borka hatte sich ein sehr warmherziges Verhältnis entwickelt. Irgendwann kommt dieser Liebhaber nicht mehr, die Mutter hat dann eine kurze Liebschaft mit einem verheirateten Mann, mit dem sich Borka gut versteht. Borka erzählt dann ihre schulischen Erlebnisse, ihre Aufnahme in der Oberschule, und schließlich, wie sie eine Studienfahrt unternehmen. Dort trifft sie auf den Genossen Jakab…
Bei diesem Fest ist auch eines Abends ein Fest, bei dem viel Alkohol eingeschenkt wird, und Borka trinkt sehr viel, sie hat keine Ahnung, dass sie das nicht verträgt. Sie ist unterwegs dort in den Weinbergen, "Genosse Jakab" ist bei ihr……mehr weiß sie nicht. Sie ist bewusstlos, kommt irgendwann mal zu sich im Krankenhaus, wo sie wegen Alkoholvergiftung eingeliefert worden war.
Nach einige Wochen, Borka ist es häufig sehr schlecht usw. geht die Mutter mit ihr zu einem Arzt, und dort wird festgestellt, dass sie schwanger ist. - Borka hat keine Ahnung, wie es dazu kommen konnte, sie weiß einfach gar nichts…… Da ihr irgendwie klar ist, dass nur der Genosse Jakab in Frage kommen könnte, verschweigt sie aber ihrer Mutter das, weil es einfach zu schrecklich für die Mutter wäre, wenn sie erfahren würde, dass ihr ehemaliger Liebhaber ihre Tochter geschwängert hat. Borka trägt dann die Schwangerschaft aus, erfährt dass es ein Junger wird und begibt sich in das gleiche Krankenhaus, wo sie selbst geboren wurde. - Sie stellt sich dann vor, dass der Junge, den sie gebären wird, eine Wiedergeburt ihres Zwillingsbruders ist….

 

 

Léda Forgó, 1973 in Ungarn geboren, wuchs in Budapest auf. 1994 zog sie nach Stuttgart, studierte dort Geschichte und anschließend Figurentheater. Vier Jahre später ging sie nach Berlin. 2002 schloss sie dort den Studiengang "szenisches Schreiben" an der Universität der Künste ab. Ihr Stück Onkel "Gol und die Wespen wurde im Jahr 2000 im Rahmen der Göttinger Dramatikerwerkstatt unter er Regie von John von Düffel aufgeführt. Für die Novelle "Wie im schlechten Film" erhielt sie ein Stipendium des Berliner Senats. "Der Körper meines Bruders" ist ihr erster Roman. Léda Forgó lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Ihr Stil ist außergewöhnlich; d.h. nicht nur deshalb, weil sie Realität mit fiktivem Surrealismus mischt, was ja einige Autoren schon immer tun, sondern hat wieder ganz eigene Art. Sie beschreibt z.B. ihr Leben ab der Geburt, in Ich-Form. Und ihre Situationsbeschreibungen sind Variable von kindlicher Naivität und phantastisch beschriebener Erwachsenenwelt.