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Meine kurze Zusammenfassung
Durch den Tod eines Jungen gerät diese Geschichte in Gang.
Bei einem Diner beim Präsidenten der USA bekommt dieser davon etwas
mit, eine Angestellte ist davon betroffen, und beschließt daraufhin,
der Sache nachzugehen.
Hier ein Auszug:
"Der halbwüchsige Junge starb. Kein Mensch wusste es, und nur
einen hätte es gekümmert. Dürr wie ein Skelett nach einem durch
Drogen ruinierten Leben, kauerte er auf einem stinkenden Strohsack
in der Ecke eines dreckigen Zimmers in einem verlassenen Wohnblock.
Der Slum lag in einer der gescheiterten, "Projects" genannten Wohnsiedlungen
in Anacostia, einem Teil von Washington, D. C., auf den die Stadt
nicht stolz ist und der von Touristen nie besucht wird. Wenn der
Junge gewusst hätte, dass sein Tod einen Krieg auslösen würde, hätte
er es nicht verstanden, aber es hätte ihn auch nicht interessiert.
So wirkt der Drogenmissbrauch auf einen jungen Verstand. Er zerstört
ihn. Das spätsommerliche Dinner im Weißen Haus war nach den Maßstäben
der präsidialen Gastlichkeit eher klein."
Wie dann der Präsident der USA sich dieser Sache annimmt, kommt
schon ein bisschen märchenhaft, und utopisch daher….
Er setzt sich mit einem Mittelsmann in Verbindung, der (COBRA) wiederum
den Auftrag bekommt, das Drogen-Kartell zu zerschlagen.
Die Beschreibung dieses Kartells nimmt dann einige Kapitel ein.
Über allem steht ein ‚Don…' - Standort: Kolumbien. Es wird beschrieben,
wie das Kokain hergestellt wird. Das alles ist uns eigentlich längst
bekannt: die ärmsten Bauern in Kolumbien bauen den Rohstoff an,
können mit dem Verkauf kaum ihre Familien ernähren. Dieser Rohstoff
wird dann in eigens dafür errichteten Labors bearbeitet. Der Aufbau
und die Hierarchie dieses kolumbianischen Kartells, mit Zweigen
die in die ganze Welt gehen, wird genau beschrieben.
Für jeden Teil, ob jetzt Kontakt mit den Bauern, Transport in die
Laboratorien, der weitere Transport dann zu Sammelstellen, von dort
aus dann wiederum ein Aufgabenwechsel. - Da sind einige Unter-Dons,
ich nenne sie mal so, zuständig für die einzelnen Kategorien dieser
‚Industrie'.
Es ist u.a. zu erfahren, dass das reine Kokain, das gewonnen wird,
grundsätzlich gestreckt wird, 1:6 - - Und die Preise, die dann erzielt
werden, bewegen sich in hunderten von Milliarden Dollars. Ein Netz,
von Profis geleitet, keine Polizei der Welt konnte bisher hier etwas
bewirken.
Es geht einfach weiter und weiter….. Mit unglaublicher Strenge
werden Versager verfolgt, die immer den Tod finden. Es gibt keine
Gnade, wer versagt, wird vernichtet. Und gegen dieses Monstrum wird
jetzt ein Mann beauftragt, früher bei CIA tätig, mit sehr vielen
Erfahrungen. (er nennt sich COBRA) Ein Gespräch findet statt.
Er fordert zunächst freie Hand in allen seinen Handlungen, eine
grundlegende Vollmacht für alles, und 2 Milliarden Dollar zur freien
Verfügung.
Weitere Einzelheiten erspare ich mir jetzt, alles ist sehr umfangreich,
und ich umreiße das nur sehr knapp. Jetzt wird beschrieben, immer
im Wechsel, was das Kartell unternimmt, aber immer mehr, was dieser
vom Präsidenten beauftragte ehemalige CIA-Mann plant, unternimmt.
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Zunächst sucht er einen Veteranen aus alten Zeiten, der ihm sehr
gut bekannt war als ein gefürchteter Geheimpolizist. Diese beiden
Männer bauen dann ein Netz auf. Mindestens genauso kompliziert wie
das des Kartells, ja sogar weitaus diffiziler. -
Es geht dann los, mit dem Aufbringen der einzelnen Transportschiffe;
sehr spannend und interessant beschrieben. Aber es geht ja weiter,
auch Flugzeuge, die mit Transporten des Kartells unterwegs sind,
werden vernichtet. Es werden Tonnen von Kokain zunächst erbeutet,
dann vernichtet. -
Wie das möglich ist, wird genauestens erzählt, da werden Funknetze
unbrauchbar gemacht, Leute eingeschmuggelt, und noch einige ehemalige
Militärs werden eingebunden. Die Verbindungen werden aufgezählt,
wohin die Hauptstränge dieser tonnenschweren Kokainladungen gehen.
- Um von dort aus dann wieder solchen Gruppen (u.a. Mafia usw.),
die sehr zahlreich und unterschiedlich sind, weiter verwaltet zu
werden.
Aber das raffinierte, einen Teil davon behält COBRA zurück, bewahrt
es auf einer geheimen Insel auf. Aber davon nichts mehr, es würde
zu viel verraten. Wie dieser Kampf im einzelnen ausgeht, ist sehr
spannend und auch sehr interessant beschrieben.
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Der Autor
Frederick Forsyth, geboren 1938 in Ashford/ Kent, studierte in Granada,
Spanien.
Mit 19 Jahren jüngster Pilot der Royal Air Force,
danach tätig als Reporter für die Eastern Daily Presse in Norfolk
und Korrespondent der Agentur Reuters. Berichte zunächst aus Paris,
später aus Ostdeutschland und der Tschechoslowakei. 1965 ging er
als Reporter zur BBC. Seine Erfahrungen aus dem Journalismus verarbeitete
er in Romanen.
Verlagsbeschreibung
"Der Kampf der westlichen Geheimdienste gegen die mächtigen Drogenbarone.
International agierende Drogenkartelle setzen pro Jahr Kokain im
Wert von mehreren Milliarden Dollar um und werden immer größer,
einflussreicher eine Plage. Das Weiße Haus beschließt, endlich einzugreifen,
und erteilt Ex-CIA-Agent Paul Deveraux genannt Cobra einen Geheimauftrag:
Er soll das kolumbianische Kartell der Kartelle zu Fall bringen.
Mit allen Mitteln. Bald werden Drogenhändler als Terroristen eingestuft,
gnadenlos gejagt und ausgelöscht. Lieferanten und Abnehmer werden
gegeneinander aufgehetzt. Deverauxs Plan, der das Ende des internationalen
Kokainhandels bedeutet, scheint aufzugehen bis die Situation plötzlich
zu eskalieren droht."
Buchdaten:
Gebundene Ausgabe:
400 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann November 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570100049
ISBN-13: 978-3570100042 Originaltitel: Cobra
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Meine
abschließende Meinung
Den Autor kenne ich schon von seinen ersten Büchern vor Jahrzehnten
von ihm herausgegeben. Jahrelang habe ich kein Buch mehr von ihm
gelesen, obwohl alle seine Bücher sehr spannend sind, aber sehr
viel mit militärischen Einzelheiten zu tun haben, die akribisch
beschrieben werden.
Jeder
Waffenliebhaber oder Kenner von militärischen Aktionen wird hier
begeistert sein. - Mich hat es schon etwas gelangweilt. Obwohl es
natürlich zur Handlung gehört.
Interessant
aber, nur um es kurz zu erwähnen, ist die raffinierte Vorgehensweise
der COBRA; als sie die einzelnen Unterkartelle gegeneinander aufhetzt
und so einen Krieg unter den Kartellen in Gang setzt….
Auf
alle Einzelheiten, die im Buch wirklich sehr ausführlich und umfangreich
beschrieben werden, möchte ich hier gar nicht eingehen.
Aber
soviel dennoch: ohne jetzt das Ende zu verraten: Diese Aktion gegen
das größte Rauschgiftkartell der Welt wäre eben etwas sehr, sehr
Wünschenswertes, nur wird das nie geschehen. Es ist eine Fiktion,
leider.
Vom
Autor wieder, wie es seine Art ist, hervorragend in Szene gesetzt,
in einfacher Sprache, eine sehr durchdachte Dramaturgie beinhaltend.
Dennoch, für mich viel zu viel militärisches, das ich teilweise
überblätterte. Im Gesamten wird das Rachegelüst des Lesers schon
sehr befriedigt. Nur, so ist es in der Realität leider nicht, aber
es wäre ja soooo schön, wenn diese Geschichte der Wahrheit entsprechen
würde.
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