|

Meine kurze
Zusammenfassung:
Marthe-Marie wächst bei Zieheltern bei Konstanz auf, heiratet, bekommt
ein Mädchen, wird jung Witwe und beschließt dann ihrer Herkunft
nachzugehen und reist nach Freiburg, wo ihre Mutter einst als Hexe
verbrannt wurde. Sie macht auch ihren leiblichen Vater ausfindig,
dessen Aufenthalt aber nicht bekannt ist. Nachdem in Freiburg dann
herauskommt wer sie ist, muss sie fliehen, und sie schließt sich
mit ihrer kleinen Tochter den Gauklern an, die dann durch den Südwesten
Deutschlands ziehen. Hier wird beschrieben, erstens wie es diesen
Gauklern in dieser Zeit (Anfang 17. Jhdt.) erging, und zweitens
auch, wie es in diesen ganzen Orten und Städten, die sie aufsuchten,
zuging. Es waren also zahlreiche *Herren*, jeder Ort hatte seine
eigenen Gesetze, gehörte einem bestimmten Landesherrn usw. - Sie
ziehen dann von Freiburg aus über Offenburg, Freudenstadt, Tübingen,
Ulm, Waldsee nach Ravensburg. Wie es ihnen auf dieser ganzen Reise
ergeht, welchem Unbill der jeweiligen Bürger sie ausgesetzt sind,
wie es ihnen mal sehr gut geht, dann wieder werden sie verjagt,
erleiden grausame kalte Winter, sind oft am Verhungern, werden ausgeraubt…..
und und und…. Und ihr ist immer noch einer der Henker ihrer Mutter
lauf den Versen, der sie sucht und quälen und töten will. - Sie
wird oft in letzter Minute gerettet, schließlich wird dieser Teufel
von den Gauklern totgeschlagen. - Aber weiter ist sie auch immer
noch nach der Suche nach ihrem leiblichen Vater, und latent auch
nach einem jungen Mann, der ihr bereits in Freiburg zuerst begegnet
war…. Weiter füge ich jetzt mal nichts hinzu, falls dieses Buch
jemand lesen möchte und dann nicht schon vorab den Schluss weiß.
|
|
Fritz, Astrid, Jahrgang 1959, studierte
Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg.
Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt
und Freiburg und verbrachte drei Jahre in Santiago de Chile. Heute
lebt Astrid Fritz mit ihrer Familie in der Nähe von Stuttgart.
Klappentext:
"Bei den Recherchen zu einem historischen
Stadtführer (Unbekanntes Freiburg, gemeinsam mit Bernhard Thill)
stieß sie auf die tragische Lebensgeschichte der Catharina
Stadellmenin. Der daraus entstandene Roman "Die Hexe von Freiburg"
wurde ein Bestseller.
„"Die Tochter der Hexe"
ist ihr zweiter Roman.
Als junges Mädchen erfährt
Marthe-Marie, dass sie die Tochter einer Frau ist, die als Hexe
galt. Sie macht sich auf in die Stadt, in der ihre Mutter grausam
sterben musste. Doch als in Freiburg aufs Neue die Scheiterhaufen
lodern, bleibt Marthe-Marie nur die Flucht. Sie schließt sich
einer Gruppe von Gauklern an, die kreuz und quer durch den Südwesten
des Deutschen Reiches zieht. Bald merkt sie, dass ihr zwei Männer
auf den Fersen sind. Der eine sucht ihre Liebe, der andere ihren
Tod."
|
|
Das
Buch ist sehr spannend zu lesen, und zu der wohl unvermeidlichen
Liebesgeschichte, die ja in den meisten Romanen vorkommt, ist die
ganze Peripherie hochinteressant. Auch wenn schon sehr viel bekannt
ist aus dem Mittelalter, so sind hier so viele Einzelheiten beschrieben,
aber vor allem auch, wie es in dieser Zeit bei den Gauklern usw.
zuging, sie waren ja die Vorläufer unserer heutigen Schauspieler.
Sie führen Shakespeare z.B. auf, oder auch andere Klassiker, wobei
dann aber die jeweiligen Kirchen- und Ortsherren immer korrigierend
eingriffen und den Inhalt umgestalteten, bis er ihnen passte. Ihr
Programm beinhaltete also Theater, Kunstückchen mit Tieren, Jonglieren,
und noch viele andere Sachen. - Z.B. gab es damals noch keine Ärzte
wie heute, und Wundheiler etc. *operierten* die Leute usw. - und
so einer Gauklertruppe gehörte auch meistens ein Wundheiler, eine
Wahrsagerin usw. an. Kurzum: das ganze Buch ist sehr interessant,
sehr spannend!!!
|