Erich Fromm

  

 

 

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Erich Fromm, Psychoanalytiker und Sozialphilosoph, wurde am 23. März 1900 in Frankfurt am Main geboren. Nach seiner Promotion in Soziologie 1922 in Heidelberg kam er mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds in Berührung und wurde Psychoanalytiker. 1933 emigrierte er in die USA, wo er an verschiedenen Instituten lehrte, und anschließend, von 1950 bis 1974, an der Universität von Mexiko City unterrichtete. Er starb 1980 in Locarno in der Schweiz.
 
Was ist Liebe? Was ist wahre Liebe? Was ist Liebe wirklich? Was sind die Eigenschaften echter Liebe und was unterscheidet sie von anderen Liebesformen? Muß man Liebe lernen? Worin besteht die Kunst des Liebens?
Liebe sind nicht nur rosarote Brillen und pinkfarbene Wolken, tausend läutende Himmelsglocken und endlose Teppiche aus Rosenblättern, ewiges Glücksgefühl und sphärischer Gesang. Einen Menschen zu lieben ist viel mehr als das und viel komplizierter. Um ganzheitliche Erfüllung darin zu finden, durchläuft man einen langen Prozeß des Reifens. Die Kunst des Liebens zu beherrschen erfordert genauso viel Arbeit und Mühe wie das Beherrschen irgendeiner anderen Kunst.
Ja, Liebe muß man lernen. Zum Erlernen der Liebeskunst gehören Disziplin, Konzentration und Geduld. Liebe ist die Quelle des Lebens. Die Kernaussage Fromms lautet: Die Vorraussetzung dafür, Lieben zu können, ist die Entwicklung der ganzen Persönlichkeit. Liebe, egal zu wem oder was, setzt Eigenliebe voraus. Zum Lieben gehört Mut. Wahre Liebe, der Glaube an etwas und der leidenschaftliche Wille zu einem Ziel gehören untrennbar zusammen.
Erich Fromm zeigt uns wie sich der Sesam zu einer Liebe öffnet, die sehr realistisch und frei von Illusionen ist, aber trotzdem oder gerade deshalb nicht weniger berauschend, Glück bringend und erhebend sein kann.
Ende der 60er-Jahre besaß ein schmales Bändchen aus dem Jahr 1956 im Hausschrein einer jeden WG seinen festen Platz. Eine ganze Generation orientierte sich bei ersten Beziehungsabenteuern an Erich Fromms Meditationen zum Thema Liebe. Beziehungen gingen danach zu Bruch, andere justierten ihre Zweisamkeit völlig neu. Nach der Lektüre der Kunst des Liebens bekam die schnöde Beiläufigkeit damals häufig gepflegten Partnerwechsels einen nachgerade schalen..
 
Natürlich haben wir (zumindest einige von uns) dieses Büchlein bereits in den 60iger oder 70iger Jahren gelesen. Mir fiel es jetzt mal wieder in die Hände; es ist eines von vielen von Erich Fromm, das ich gelesen habe, und bei Erich Fromm muß man meistens alles mindestens zweimal lesen.....aber dieses Büchlein nicht. Es ist das einzige, das leicht geschrieben ist...für jeden gut verständlich, auch für den nicht geübten Wenigleser.......
 
nach nochmaligem Lesen bin ich der Meinung, daß dieses Büchlein vom Kultusministerium in die Lehrpläne aufgehommen werden sollte, bzw. in die Bücherliste..............
Es enthält so viele elementare Informationen und Aussagen, daß es eigentlich jeder Mensch lesen sollte oder zumindest die Inhalte irgendwie aufnehmen sollte.
Aber was sage ich.............lacht. Solche Sachen gibt es ja dutzendweise....und werden nicht verbreitet, klar, in den Nachmittagssendungen des Fernsehens müssen schwülstige Fernsehgerichte tagen, die hauptsächlich Dinge unter der Gürtellinie behandeln, damit sich die Zuschauer und -hörer mal wieder im Schlamm suhlen können an der Assozialität der "Anderen" -
widerlich...............
lacht, gehört aber nicht hierher.

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