Sara Gruen
Das Affenhaus

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Meine Zusammenfassung
Wir sind in einem Forschungsprojekt der Forscherin Isabel Duncan. Es geht um Bonobos - eine Art der Menschenaffen, die es in einem bestimmten Gebiet in Afrika gibt. Da gibt es die Familie der Bonobos, die mit Menschen und auch unter sich kommunizieren können. Sie verstehen was gesagt wird, und antworten in einer Gebärden-, bzw. Gestensprache.

Es gibt einige Vereinigungen, die sich Tierschützer nennen, was an sich ja sehr gut ist, aber Isabel hält, bzw. versucht so weit als möglich diese Bonobos artgerecht zu halten, bietet ihnen einen sehr großen Bereich, wo sie sich frei bewegen können, sie können sich selbst einrichten, haben auch Möbel, machen sich aber selbst ihre Nester mit Wolldecken.

Ihre ganzen Aufzeichnungen, und auch - ganz wichtig - es gibt ein Wörterbuch, das Isabel erstellt, wo alle Zeichen und Aussagen der Bonobos festgehalten werden.
Sie selbst lebt inmitten "ihrer" Affen, sie sind für sie ihre Familie, und ihre Affen lieben sie. Und das drücken sie auch ganz deutlich aus.

Hier mal eine Stelle, wo beschrieben ist, was es mit den Bonobos auf sich hat:

"Bonobos sind mit dem Menschen so nah verwandt wie Schimpansen, die genetische Übereinstimmung mit unserem Erbgut beträgt mehr als 98,7 %. Es ist also nicht verwunderlich, dass Bonobos eine außerordentliche Begabung für die menschliche Sprache und abstraktes Denken besitzen. Diese Bonobos verstehen gesprochenes Englisch und kommunizieren mittels der Gebärdensprache ASL. Sie haben sich diese Sprachen auf die gleiche Weise angeeignet wie Menschenkinder und wenden sie aus nur einem Grund an - weil es ihr Wunsch ist zu kommunizieren. Und sie sind versierter im Umgang mit Computern als so mancher Mensch."

Isabel weiß, dass eine Gefahr von außen droht, und sichert alles möglichst gut ab.
Dennoch geschieht es eines Tages, dass es irgendwelchen Leuten (welche genau, wird erst gegen Ende der Geschichte klar) gelingt, sich Zutritt zu verschaffen, und durch eine Sprengladung das Affenhaus zu zerstören, die Affen flüchten, sind in Todesangst, sie selbst sehr schwer verletzt.

Daneben läuft dann ihre eigene Beziehungsgeschichte… die sehr eng und letztendlich fatale Ergebnisse zeigt, aber das erst im letzten Teil der Geschichte…..

Und natürlich dann alles, wie es mit den Bonobos weitergeht….. sie werden schließlich eingefangen….. ..

Und jetzt kommt das, was genau in die Landschaft passt, und zwar der Medien, die mit BigBrother Geschäfte machen, in Tieren nur ihr Geschäft sehen….und und und…..

Die Auflösung der Geschichte ist dann sehr spannend geschildert.
Isabel hat ja sehr schwere Gesichtsverletzungen davongetragen, wurde mehrmals operiert, ist aber mit der Zeit wieder fähig sich effektiv einzuschalten.
Es kommen makabere Zusammenhänge heraus, nicht nur mit ihrem bisherigen Lebenspartner, sondern auch mit Medien im allgemeinen.
Eine andere Nebengeschichte ist dann eingeflochten, und zwar die eines Journalisten, die direkt vor diesem Anschlag ihren Anfang nahm, also dieser war Isabel bekannt, und sie hatten dann gegen Ende eine sehr fruchtbare, und zur Lösung des Falls führende Begegnungen.

 

 

Die Autorin:
"Die gebürtige Kanadierin Sara Gruen lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern, fünf Katzen, zwei Ziegen, einem Hund und einem Pferd in einer Naturschutzgemeinde in der Nähe von Chicago."

Die Übersetzerin:
"Margarete Längsfeld, Jahrgang 1936, hat annähernd 200 Bücher übersetzt und ist die deutsche Stimme von Carol Shields, Jacquelin Mitchard und nicht zuletzt Rita Mae Brown."

 

 

Kurzbeschreibung des Verlags:

Der neue "New York Times"-Bestseller von Sara Gruen Isabel Duncan ist Wissenschaftlerin an einem Institut für Menschenaffen. Sie arbeitet mit Bonobos, einer Schimpansenart, die eine große Begabung für Sprache besitzt. Menschen bleiben Isabel oft ein Rätsel. Wohler als unter ihresgleichen fühlt sie sich bei den ihr anvertrauten Affen. Als eines Tages im Institut eine Bombe explodiert, wird Isabel schwer verletzt. Die Affen flüchten in Panik. Eine dramatische Suche beginnt ... Mit "Wasser für die Elefanten" hat sich Sara Gruen in die Herzen vieler Leser geschrieben. Auch ihr neuer Roman erzählt eine großartige Geschichte - spannend, bewegend, komisch und traurig zugleich. "Sara Gruen weiß Dinge - sie weiß sie mit dem Kopf und mit dem Herzen. Und aus diesem Wissen heraus hat sie einen wahrhaften Thriller geschrieben, der vom ersten Satz an süchtig macht. Nur sehr wenige Bücher verändern den Blick des Lesers auf unsere Welt. Dieses Buch gehört dazu." Robert Goolrick.

 

 

 

Buchdaten:
ISBN-10:3-463-40602-0
EAN:9783463406022
11.03.2011 erschienen
Kindler Verlag
Einband:gebunden
Sprache:Deutsch
Seiten:408

Meine abschließende Bemerkung
Eine sehr spannende Geschichte, die auf wirklichen Forschungen und Recherchen der Autorin beruht.

Als sie dann - nach dem Einfangen der Bonobos - quasi als Online-Geschichte die mit den Affen einbaut, wo die Menschen die Affen dann rund um die Uhr beobachten können, wird es ‚menschlich' im bittersten Sinn des Wortes.
Alles wird gefilmt, alle Leute hocken an den Fernsehern, aber: die Sensationslust der Masse wird befriedigt……
Und da es dann eines Tages zu langweilig erscheint - die Abonnenten der Serie, die mittlerweile ja dem ‚Macher' Geld einbrachte - wird dann - grauenhaft in meinen Augen - , was ersonnen, wo die Bonobos mal so richtig aggressiv werden sollen. - Sie bekommen Videospiele mit Waffen, werden regelrecht aufgeheizt, nur um dem schnöden Publikum seine - pardon: geile Erwartungshaltung zu befriedigen, und so zu präsentieren, dass sie weiter zahlen….. -

Dass sie den Bonobos, diese können sich ja im Internet ihr Essen selbst bestellen - zuschauen, wie sie sich mit Pizza und Fastfood voll stopfen, ist ihnen ja total egal. - -

Isabel und der Journalist sehen das auch alles im TV - - als dann den Bonobos auch noch Waffen zugeschanzt werden, und die Menge in ihrer unbeschreiblichen Geilheit nur darauf wartet, dass sie sich jetzt gegenseitig abschlachten - - haben sie sich geirrt. - - - -

Die Autorin hat sehr gut herausgearbeitet, wie das ist, mit den Tieren, die unseres Schutzes bedürfen. - Aber auch mal wieder, wie auch schon in ihrem vorherigen Buch, ‚Wasser für die Elefanten' die schlimmsten Seiten einiger Menschen aufgezeigt.

Gut, ohne jetzt weit vorzugreifen, ich denke die Geschichte ist sehr vielen Leuten ohnehin bekannt, sie geht gut aus. -

Und auch gut, die Autorin kommt mit diesem Buch lange nicht an die Qualität ihres vorherigen Bestellers heran; aber sie hat wieder aus eigenen Erfahrungen, aus vielfältigen Recherchen eine Geschichte geschrieben, die nicht nur sehr spannend ist, sondern auch sehr viele Informationen impliziert, die uns gar nicht so bekannt sind. Und wer von uns wusste schon, dass es Menschenaffen gibt, die erstens uns so ähnlich sind, und zweitens sich sehr wohl ausdrücken können, antworten können, und sogar mit Computern umgehen können…..