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Von Anfang an spannend geschrieben, Herr Genardy wird
als der Mann tituliert, die Mutter erscheint als
Ich-Erzählerin .
Und mit Der Mann beginnt auch das Buch; und lässt den Mann
eigentlich ganz normal erscheinen, nur eine kleine Bemerkung, dass er
seine Stelle *wegen irgendwas* aufgeben musste, lässt
aufhorchen. Die Ich-Erzählerin beginnt mit Episoden aus
ihrer Kindheit, wo sie schon früh von Träumen geplagt wird,
wo am dritten Tag nach dem Traum ein Mensch stirbt. -
Zunächst ist noch kein Zusammenhang zwischen Dem Mann und der
Frau, der Mutter von Nicole zu sehen.
Nicole selbst ist auch noch nicht betroffen, sondern die Tochter einer
Kollegin der Mutter. Hier sieht man wieder aus der Sicht des Mannes ,
wie er beginnt, das Mädchen zu beobachten; zunächst
uninteressiert, sie ist einfach schon *zu alt* mit 11 &.aber dann doch,
von dem Mädchen als *Freund* ausgesucht, mit ihr in Kontakt
aufnimmt & &Es geht ganz langsam, zwischenzeitlich geht er mit seinem
alten Auto *auf Fang* &..er mischt in ein Getränk, das alle kleinen
Mädchen gerne trinken, ein Betäubungsmittel, vergeht sich an
ihnen, wenn sie bewusstlos sind &
Der erste Teil des Buches war sehr spannend, der mittlere Teil war
etwas langatmig, dennoch hielt die Spannung an. Im letzten Drittel wird
es dann unglaublich makaber, die Zusammenhänge werden transparent;
und als dann die Tochter einer Kollegin der Mutter missbraucht und
ermordet aufgefunden wird, die Polizei aber einen ganz anderen
Täter verhaftet, inzwischen ist *der Mann* bei der Mutter ins Haus
gezogen, als Mieter, der Zugang zur ganzen Wohnung hat und ein Eldorado
für seine verbrecherischen Absichten vorfindet. Da gibt es zuerst
mal eine Nichte der Mutter, ein Baby noch, dann die Tochter, Nicole,
und dann noch deren Freundin & & an allen Kindern vergeht er sich. Die
Mutter nimmt das auch wahr, aber es anderen kundzutun bringt sie nicht
fertig, und wenn in Ansätzen, kaum jemand aus ihrem Umfeld
glaubt ihr &..schließlich erzählt sie niemand mehr etwas von
ihren Wahrnehmungen, auch ihrem Freund nicht, dem Polizisten nicht & &und
beschließt auf eigene Faust die *Lösung. - Das war
jetzt eine sehr kurze Umschreibung der sehr unheimlich geschilderten
Begebenheiten & &.Am Ende erwischt die Mutter den Mann, vorher schon
bewaffnet mit einem Fleischermesser, und tötet ihn, als er sich
gerade an ihrer Tochter vergeht & - ihr *Mord* wird als Notwehr
von der Polizei gesehen, und sie lässt es dabei. Sie alleine hat
diese Sache *geregelt* und nur ihre beiden engsten Vertrauten, ihre
Kollegin, deren Tochter ermordet wurde, und ihr Freund, sind
eingeweiht . - - - - -
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Petra Hammesfahr, 1951 geboren, lebt als
Schriftstellerin und Drehbuchautorin in Kerpen bei Köln. Mit ihren
Romanen "Die Sünderin", "Der Puppengräber" und "Die Mutter"
eroberte sie auf Anhieb die Bestesellerlisten.

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