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Meine Zusammenfassung
Das Buch gliedert sich in drei Teile auf. Ich-Erzähler: Im ersten
Teil ist er ein kleiner Junge in Afghanistan.
Im zweiten Teil beschreibt er dann, wie er nach der Flucht über
Pakistan mit seinem Vater in USA lebt. Im dritten Teil fährt er
als Erwachsener zunächst nach Pakistan, wo ihn ein Freund aus alten
Tagen hin gebeten hatte. Dann wird seine Ankunft im Afghanistan
nach dem Krieg, nach der Machtergreifung, bzw. Terror der Taliban
geschildert.
Der erste Teil ist ganz besonders interessant, er erzählt von
seiner Kindheit vor dem Krieg, vor dem Einfall der Russen, vor dem
Einfall der Taliban, als noch ein König regierte und alle - zumindest
die Wohlhabenden - ein sehr gutes Leben führten. Auch damals war
die unterste Schicht die Hazara. Sie waren meistens Bedienstete
der Reicheren, konnten aber normal leben, wenn auch nicht so glanzvoll
- und: eine Vermischung mit höheren Schichten war auch nicht denkbar.
Amir, Ich-Erzähler durch das ganze Buch, erzählt von seinem ‚Baba'
seinem Vater, und von seinem Freund Hassan, und dessen Vater Ali.
Ali versorgt mit seinem Sohn Hassan den Haushalt, kocht, lebt in
einer Hütte auf dem Grundstück. Ali schon war ein Freund von Baba,
und Hassan ist fast gleichaltrig mit Amir, und beide hatten die
gleiche Amme. - Und ein Sprichwort sagt, dass Kinder, die von der
gleichen Brust genährt wurden, für ewig miteinander verbunden sein
würden.
Über den Charakter seines Vaters schreibt er viel, u.a. auch seine
Ansichten zum Glauben (Islam), als sie sich über den Koran-Unterricht
unterhalten.
Hier ein Zitat, das einiges aussagt:
"Dann will ichs dir sagen: …….Du wirst von diesen bärtigen Idioten
niemals irgendwas von Wert lernen……. ich meine damit alle. Man sollte
auf die Bärte dieser ganzen selbstgerechten Affen pinkeln…… - Sie
tun nichts anderes, als ihre Gebetsperlen zu befingern und aus einem
Buch aufzusagen, das in einer Sprache geschrieben ist, die sie nicht
einmal verstehen. - - - Gott stehe uns bei, sollte Afghanistan jemals
in ihre Hände fallen. - - - "Gut" sagte Baba, "also egal was der
Mullah auch lehren mag, es gibt nur eine Sünde, eine einzige Sünde.
Und das ist der Diebstahl. Jede andere Sünde ist nur eine Variante
davon. Verstehst du das?" - - - - "nein, Baba jan… - - - -"Wenn
du einen Mann umbringst, stiehlst du ihm sein Leben, du stiehlst
seiner Frau das Recht auf einen Ehemann, raubst seinen Kindern den
Vater. Wenn du eine Lüge erzählst, stiehlst du einem anderen das
Recht auf Gerechtigkeit. Begreifst du jetzt?" - - -
Amir verehrt seinen Vater, und eifersüchtig passt er auf, wenn
der Vater Hassan lobt; denn der Vater hat auch zu Hassan ein ganz
besonderes Verhältnis. Da Hassan mit einer Hasenscharte geboren
wurde, ließ der Vater ihn operieren, und dann war dieser Makel fast
nicht mehr sichtbar. Nur lesen und schreiben konnte Hassan nicht,
und Amir las ihm oft vor, aber oft auch falsch, und ihn zu verulken,
also auch falsche Sachen, er machte sich einen Jux da draus.
Als eines Tages auch der alljährliche Wettbewerb im Drachensteigen
ansteht, nehmen beide teil, Hassan ist berühmt dafür, dass er die
herab gefallenen Drachen, die als Beute gelten, fast blind findet.
Am Ende sind auch beide die Sieger, d.h. Hassan und Ali haben ihren
Drachen siegreich bis zum Ende oben gehalten, und den besiegten
Drachen hat Hassan *erlaufen*, als Drachenläufer, als der er ja
der Beste war. -
Als Amir dann unterwegs ist und Hassan und seinen Drachen sucht,
begegnet er einer Gruppe von Jungen, die ihn und Hassan schon oft
bedroht hatten. Und er kommt dazu, wie der Anführer dieser Bande
seinen Freund Hassan vergewaltigt. - Er steht da, guckt, guckt wieder
weg und verschwindet, ohne Hassan zu helfen.
Dieser Vorfall belastet Amir ungemein, aber es wird kein Wort darüber
gesprochen. Und weil er den Anblick seiner Schande, also Hassan
nicht mehr sehen will täglich, sorgt er dafür, dass Ali und sein
Sohn Hassan aus dem Haus verschwinden. - Das gelingt nicht so einfach;
der Vater weiß nicht worum es geht, als Amir ihn darum bittet. Schließlich
inszeniert Amir einen Diebstahl, den Hassan begangen haben soll.
Sein Vater glaubt ihm aber nicht. Hassan und sein Vater sind derart
bestürzt und gehen freiwillig; nur erzählen sie niemanden, dass
Amir das selbst war.
So verlassen Ali und Hassan eines Tages das Anwesen von Hassan und
seinem Vater, und wohnen künftig in einem Dorf, wo die Hazara leben.
Das war die Kerngeschichte des ersten Teils. Es folgt dann nach
einigen Jahren der Sturz des Königs, dann der Einmarsch der Russen,
und Amir und sein Vater, wie auch alle wohlhabenden Familien versuchen
das Land zu verlassen, flüchten zunächst nach Pakistan, um dann
nach USA einzureisen, wenn Visum und alles geklärt ist. Diese Reise
beschreibt Amir, z.B. als sie in einem Tankwagen über die Grenze
geschmuggelt wurden, also innen in einem Tank, dunkel, heiß, voller
Angst.
Zweiter Teil:
Sie gelangen schließlich in die USA. Und leben dort zunächst sehr
einfach, treffen auch andere geflohenen Afghanen dort; der Vater
beginnt dann, auf dem Flohmarkt Waren anzubieten, die er vorher
bei Haushaltsauflösungen aufgekauft hat. Er hatte sich einen alten
VW-Bus zugelegt. - Und so verbringen sie jeden Samstag auf dem Flohmarkt,
wo auch andere Zuwanderer ihre Waren anbieten.
Dort ist auch eine Familie, die eine wunderschöne Tochter hat,
Soraya. Auf dem Markt sind einige tätig, auch Männer, die Ärzte,
Professoren usw. in Afghanistan gewesen waren, sie arbeiten an Tankstellen,
oder eben als Händler auf Flohmärkten. Aber ihr Sitten und Gebräuche
hüten sie akribisch.
So bewundert Amir wochenlang zunächst Soraya. Anschauen dürfen sie
sich nicht. Sprechen miteinander schon gar nicht. Aber irgendwann
ist ihre Mutter dabei, und er wagt sie mal anzusprechen. Nach vielen
Tagen und Wochen, und dadurch, dass die Mutter des Mädchens eine
Verbindung zu Amir gern sehen würde, sprechen sie miteinander. -
Amir erzählt das seinem Vater, der zwischenzeitlich an Krebs erkrankt
ist, eine Therapie ablehnt und dem Tod entgegensieht. - Der Vater
muss zum Vater von Soraya gehen und um die Hand bitten. - Das geschieht
auch, und der Vater von Soraya, ein sehr geehrter Richter, gibt
seine Zustimmung.
Bevor der Vater stirbt, findet die Hochzeit statt. - Die Geschichte
von Soraya, die eigentlich nicht mehr zu verheiraten war, weil sie
vorher mit einem Mann durchgebrannt war, erfährt Amir, aber seine
Liebe ist unabänderlich. - Kinder bekommen sie leider keine. Sie
leben dann auch in einer schönen großen Wohnung, die der Vater vorher
schon mit bewohnt hatte, und sie haben sich gut integriert. - Alle
Einzelheiten erspare ich mir mal jetzt; ist wie bei vielen anderen
Einwanderern auch.
Im dritten Teil kommt dann die Geschichte, als Amir einen Brief
von einem alten Freund aus Afghanistan bekommt, der in Pakistan
lebt. Und dieser ein auffordert, ihn dort zu besuchen, mit einem
kurzen Hinweis, Amir könnte so evtl. seine *Schuld* wiedergutmachen.
Damit war gemeint, dass der Freund von den Geschehnissen von Ali
und Hassan wusste, und über diese Sache mit Amir reden wollte, ihm
Gelegenheit geben wollte, das zu bereinigen. Es war ja nicht nur,
dass er nichts getan hatte, als er sah, dass Hassan vergewaltigt
wurde, sondern auch noch, dass er ihn dann auch noch des Diebstahls
beschuldigt hatte. -
Aber beide, Ali und Hassan haben niemals verraten, dass das alles
von Amir inszeniert wurde, und er der Schuldige war.
Was jetzt geschildert wird, also zunächst mal die Reise und Aufenthalt
in Pakistan, dann Weiterreise nach Afghanistan, Rückkehr an die
Stätten seiner Kindheit, - es ist für Amir grauenhaft, das ganze
Land verwüstet zu sehen, überall laufen Taliban herum, die auf jeden
sofort schießen, wenn er etwas tut, das ihnen nicht gefällt. -
Das kann z.b. auch sein, wenn ein Fußballspiel ist, und man sich
freut, dann einen Gewehrkolben zu spüren bekommt, günstigstenfalls,
wenn nicht Schlimmeres. Er erzählt dann auch, als er in einem Stadion
ist, in der Halbzeit die Taliban mit einigen *Schuldigen* aufmarschieren,
und vor dem Tor Leute exekutieren. Nicht nur exekutieren, sondern
es sind grauenvolle Geschehnisse. - Und dann geht das Spiel weiter
-.
Amir sieht auch sein Elternhaus, jetzt bewohnt von Taliban, heruntergekommen,
verwahrlost. Kabul, die Stadt seiner Kindheit, verwüstet, Ruinen,
keine Bäume mehr, kein Leben mehr. Das alles erlebt er, als er nach
dem Jungen sucht, dem Sohn von Hassan, Suhrab. -
Er hatte vorher erfahren, dass Hassan und seine Frau, wie auch Ali
von den Taliban ermordet worden waren, und Suhrab überlebt hatte.
Es folgt jetzt in allen Einzelheiten was Amir passiert. Er hatte
Suhrab gefunden, wollte ihn eigentlich zu Pflegeeltern nach Pakistan
mitnehmen, wo er es gut hätte. Er hatte erfahren in dem Waisenhaus,
dass Suhrab abgeholt worden war von einem Taliban. - Suhrab diente
als ‚Vergnügungsjunge' - in einem reichen Taliban-Haushalt.
Dort fand Amir dann Suhrab, wie er, an den Füssen mit Glöckchen,
vor Gästen tanzte. - Es war eindeutig, er wurde als Lustknabe missbraucht.
Als Amir dann in Lebensgefahr gerät, bei diesem Besuch, rettet ihm
Suhrab das Leben. Amir überlebt, wenn auch mit zig Blessuren; alles
an ihm ist kaputt, ob der Kiefer, sein Gesicht, seine Zähne, seine
Rippen - es ist kein heiler Knochen mehr an ihm; nach vielen Operationen
usw. kann er Suhrab wieder finden, und mit ihm nach vielen Irrwegen
ausreisen.
Vorher hatte Amir allerdings Suhrab gesagt, dass er ihn zwischenzeitlich
in ein Heim bringen müsse, bis Ausreiseformalitäten erledigt seien.
- daraufhin, im Hotel im Badezimmer, versucht Suhrab, sich umzubringen.
- Er wird gerettet, aber er spricht nicht mehr. Der eigentlich vierte
Teil ist dann der kürzeste, er schildert wie Amir in USA ankommt,
mit Suhrab, und Soraya beide erfreut begrüßt. Wie schwer es ist,
mit Suhrab überhaupt warm zu werden, der monatelang kein Wort spricht.
Durch einen Drachen kommen sich beide endlich näher, und Suhrab
lächelt zumindest. - Amir ist voller Hoffnung, und so endet auch
die Geschichte.
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"Khaled Hosseini wurde 1965 in Kabul, Afghanistan,
geboren. Er ist das älteste von fünf Kindern eines Diplomaten und
einer Lehrerin.
1976 zog seine Familie nach Paris, wo sein Vater
eine Stelle in der Botschaft Afghanistans übernahm.
1980 sollte ihn der diplomatische Dienst wieder
nach Afghanistan zurückführen. Doch zu diesem Zeitpunkt befand sich
das Land, nach einem blutigen kommunistischen Staatsstreich, im
Krieg mit den sowjetischen Invasoren.
Khaled Hosseini und seine Familie erhielten 1980
politisches Asyl in den Vereinigten Staaten und zogen nach San Jose
in Kalifornien.
Nach Abschluss der San Diego Universität lebt Kahled
Hosseini heute als Arzt in Nordkalifornien.
Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Drachenläufer ist sein erster Roman, er erschien
gleichzeitig in zwölf Ländern."
(dem Klappentext entnommen)
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