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Meine Zusammenfassung
Es ist die Geschichte zweier afghanischer Frauen. Zunächst ist da
Mariam, uneheliches Kind einer Verbindung eines jungen Mädchens,
das im Haushalt des reichen Kinobesitzers arbeitete. - Er gab ihr
auf einem weit abgelegenen Grundstück ein Haus, mehr eine Hütte.
Wo sie isoliert lebte, einige Tiere hatte und ihre kleine Tochter
großzog. - Marian bekam einmal im Monat esuch von ihrem leiblichen
Vater. Dieser hatte in der Stadt eine Familie und viele Kinder,
aber sie wurde versteckt. - Also sie einmal einfach in die Stadt
vor das Haus ihres Vaters ging. verleugnete er sie…. Sie wird dann
- durch Verbindungen ihres Vaters - mit einem viel älteren Mann
verheiratet, weit weg. - Ihr blieb keine Wahl. - Sie fügte sich
und wirtschaftlich konnte sie gut leben, ihr Mann hatte eine eigene
Schuhmacherwerkstatt. - Als sie dem kinderlosen Mann (sein einziger
Sohn war als Kind verstorben) keine Kinder mehr schenken konnte,
sie hatte ein Fehlgeburt erlitten, wurde sie von ihm nur noch gequält,
gedemütigt und geschlagen.
Etwa zwanzig Jahre später: In der Straße wo Mariam lebt, wohnt
auch eine Familie, die u.a. auch eine kleine Tochter hat. Zwei Söhne
sind schon älter und sind später beim Militär, wo sie auch umkommen
im Kampf gegen die inzwischen einmarschierten Russen. Laila hat
einen Freund, Tarik, etwa gleichaltrig. - Laila und ihr Vater, Babi
genannt, haben ein inniges Verhältnis. Während die Mutter aus ihrer
Trauer um die beiden gefallenen Söhne die im Tschihad mit den Mudschaheddin
gekämpft hatten, gegen die Russen, nicht mehr herauskommt, ist ihr
Vater die wichtigste Person für Laila. - Auch bei Tariks Eltern
ist sie oft, und eine Unterhaltung möchte ich mal zitieren:
"Bei Tisch gab es immer viel zu erzählen. Tarik und seine Eltern
waren zwar Paschtunen, aber in Lailas Beisein wurde Farsi gesprochen,
obwohl sie Paschto in der Schule lernte und mehr oder weniger gut
verstand. Von Babi wusste sie, dass es Spannungen gab zwischen der
Minderheit der Tadschiken und den Paschtunen, der größten Volksgruppe
in Afghanistan. - ‚Die Tadschiken fühlen sich seit eh und je benachteiligt',
hatte Babi gesagt. ‚Fast zweihundertfünfzig Jahre lang herrschten
Paschtunenkönige; nur einmal, 1929, war ein Tadschike an der Macht,
ein Rebell, Deserteur und Wegelagerer mit dem Beinamen >der Sohn
des Wasserträgers<. Er raubte den Thron, wurde aber schon nach neun
Monaten Regentschaft hingerichtet.' - - - ‚Und du', hatte Laila
gefragt, ‚fühlst du dich auch benachteiligt, Babi?' - …….'für mich
ist das alles blanker Unsinn, ein gefährlicher dazu, wenn der eine
betont, Tadschike zu sei, und der andere stolz darauf ist, den Paschtunen,
Hazaras oder Usbeken anzugehören. Wir sind alle Afghanen, und darauf
sollte es ankommen. Aber wenn eine Volksgruppe so lange Zeit über
eine andere herrscht, ja, dann entsteht böses Blut, dann kommt's
zu Hass und Feindschaft. So ist es immer gewesen'. "
Und so werden viele Ausflüge erzählt, wo ganz viele Einzelheiten
über die Geschichte des Landes zu erfahren ist, u.a. auch über alte
buddhistische Anlagen. …..und hier ein paar Zeilen aus einem Gedicht,
das Babi zitiert, als er Kabul verlassen muss:
"Nicht zu zählen sind die Monde, die auf
ihren Dächern schimmern, noch die tausend strahlenden Sonnen, die
verborgen hinter Mauern stecken."
"Laila blickte auf und sah ihn weinen. Sie legte den Arm um seine
Taille - "Oh Babi, irgendwann kehren wir zurück. Wenn dieser Krieg
vorbei ist. Dann sind wir wieder hier, inschallah. Du wirst sehen."
Und hier hat der Autor den Titel seines Buchs gefunden.
In den Straßen war es mittlerweile so gefährlich geworden, dass
die Leute immer Gefahr liefen, erschossen zu werden. - Lailas Vater
wäre gerne aus Kabul geflohen, weil es dort am gefährlichsten war,
aber seine Frau war nicht bereit mit zu gehen.
August 1992, Tarik erklärt Laila, dass er mit seinen Eltern Afghanistan
verlassen werde. Zuerst nach Pakistan, dann evtl. nach Indien oder
in den Iran. - Seine Liebe hatte er ihr längst gestanden, sie auch
gebeten, seine Frau zu werden, aber Laila kann ihren Vater nicht
verlassen….und so trennen sie sich, nach einem einzigen Liebeserlebnis….
Der Krieg geht weiter, aber auch die Geschichten dieser beiden Frauen.
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Anfangs haben sie kaum Kontakt. Haben sich lediglich mal gesehen.
Marians Mann ist ein Teufel, und er spielt ihr übelst mit.
Eines Tages, die Russen waren abgezogen, das Sowjetische Reich
zerfiel, die Mudschaheddin regierten, totale Gewaltherrschaft, Bürgerkrieg,
Mord und Tote täglich. - Als dann die Taliban das Volk von den Mudschaheddin
befreite, wurde ihr Einzug in Kabul zum glanzvollen Empfang für
die Menschen. Nur wurden die Leute dann überrascht, als die Taliban
von heute auf Morgen neue Gesetze erließen: Alle Frauen hatten keinerlei
Rechte mehr, durften nur in Begleitung und mit Erlaubnis ihres Mannes
in der Burka das Haus verlassen. Ihre Berufe durften sie nicht ausüben,
Schulen wurden geschlossen. - Mädchen durften schon gar nicht mehr
in die Schule gehen, Lehrerinnen entlassen. -
Als Laila eines Tages eine Nachricht erreicht, ihr geliebter Tarik
sei tot, bricht für sie eine Welt zusammen. Die Nachricht wird von
einem Mann überbracht, mit dem Tarik zusammen bei Kämpfen unterwegs
war….
Als Laila im Haushalt von Mariam und ihrem Mann unterkommt, will
Raschid sie zur Frau nehmen…. Was er nicht weiß, sie ist schwanger
von Tarik. Sie heiraten, und anfangs sind Mariam und Laila sich
nicht gut gesonnen……. - Das ändert sich aber später.
Laila hatte einen gesunden Jungen zur Welt gebracht, seinem Vater
Tarik sehr ähnlich. Und Mariam empfindet bald eine Liebe zu dem
Kind, wie sie sie ihren Sohn hätte geben können….
Als später alles eskaliert, rettet Mariam Laila das Leben, verliert
ihr eigenes…. Aber es gibt noch ein Happyend… als Laila später von
ihrer Flucht über den Iran nachhause zurückkehrt….
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Der Autor:
"Khaled Hosseini wurde 1965 in Kabul, Afghanistan, geboren. Er
ist das älteste von fünf Kindern eines Diplomaten und einer Lehrerin.
1976 zog seine Familie nach Paris, wo sein Vater eine Stelle in
der Botschaft Afghanistans übernahm. 1980 sollte ihn der diplomatische
Dienst wieder nach Afghanistan zurückführen. Doch zu diesem Zeitpunkt
befand sich das Land, nach einem blutigen kommunistischen Staatsstreich,
im Krieg mit den sowjetischen Invasoren. Khaled Hosseini und seine
Familie erhielten 1980 politisches Asyl in den Vereinigten Staaten
und zogen nach San Jose in Kalifornien. Nach Abschluss der San Diego
Universität lebt Kahled Hosseini heute als Arzt in Nordkalifornien.
Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Drachenläufer ist sein erster
Roman, er erschien gleichzeitig in zwölf Ländern." (dem Klappentext
entnommen)
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Meine
abschließende Meinung
Ein wunderbares Buch, was alles hält, was schon das vorige des Autors,
Drachenläufer, versprochen hatte.
Vor
dem geschichtlichen Hintergrund dieses Landes erlebt man als Leser
die politischen Situationen, Kriege, Bürgerkriege, und vor diesem
Hintergrund eben die Geschichte einiger Familien, explizit hier
das einiger Frauen.
Das
Schicksal dieser afghanischen Frauen ähnelt zwar sehr den anderer
islamischer Frauen, ist aber doch wieder ganz anders.
Diese
Bücher des Autors halte ich für sehr wichtig.
Warum? Weil sie uns zeigen, dass Afghanistan nicht nur ein ödes,
schlimmes Land ist, wo seit Jahrzehnten Krieg ist, sondern dass
dort auch ganz normale Menschen leben, mit allen Eigenheiten und
unter den verschiedensten Umständen. In verschiedenen Schichten,
nicht anders als hier auch.
Und dass es auch herrliche Landschaften gibt..... Interessant fand
ich auch, als er die Machtübernahme der Taliban als Rettung schildert,
als Hoffnungsschimmer…..die sich dann ja so schnell und so grausam
entwickelte. -
Und
dass es eben in Afghanistan unzählige ethnische Gruppen gibt, alle
unterschiedlich, die meisten ganz eigene Sprache. Und vor diesen
ganzen Hintergründen so einen spannenden Roman zu schreiben, das
kann Khaled Hosseini bravourös!!!
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