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Zitat Klappentext: "Auch in
diesem Roman der Autorin fasziniert das buchstäblich unheimliche Talent,
Alltagsgeschichten auf den Grund zu gehen. Welche Entfaltungsmöglichkeiten hat
eine Arbeiterin? Sie kann einen Mann heiraten, der ihr den gesellschaftlichen
Aufstieg garantiert. Doch wie andere Möglichkeiten, so sind auch sozial
attraktive Männer rar, und die attraktivsten sind schon vergebne. So setzt
zwischen zwei *Liebhaberinnen* ein Konkurrenzkampf auf Leben und Besserleben
ein, der mit Wucht ausgetragen wird. >>beide Liebhaberinnen sind die
Betrogenen. wenn einer ein schicksal hat, dann ist es ein mann. Wenn einer ein
schicksal bekommt, dann ist es eine frau . & &.Bestechend an dieser
Schriftstellerin ist die Genauigkeit und Schärfe, mit der sie in eine Welt
falscher Glücksvorstellungen eindringt.<< " (Frankfurter
Rundschau)
Meine Zusammenfassung:
60-er Jahre: die Geschichten der zwei Protagonistinnen,
Brigitte und Paula werden erzählt. Brigitte arbeitet
als angelernte Näherin in einer Miederfabrik und
siesieht ihre einzige Chance, diesem Einheitsbrei
in dieser Fabrik zu entgtehen, darin, einen Mann
zu finden, zu heiraten, Kinder zu bekommen und
vom Mann versorgt zu werden. Da ist auch Heinz,
der bald evtl. ein kleines Geschäft besitzt und
er erscheint ihr als Mann ihrer Träume, und sie
setzt alles daran, ihn auf sich aufmerksam zu
machen.
Sie nimmt alles in Kauf, eine ihr nicht wohlgesinnte
Schwiegermutter in spe, wie auch die macho-mäßige
Verhaltensweise von Heinz.
Die fünfzehnjährige Paula ist da ganz anders.
Sie beginnt eine Ausbildung als Schneiderin. Und
sie möchte sich einen Mann suchen, der ihre Gefühle
befriedigt, sie möchte sich einen aussuchen, nicht
nach den Klischees, die viele bedienen, also setzt
nicht auf Versorgungsehe.
In Erich glaubt sie, ihren Traummann gefunden
zu haben und ihre Zukunftsträume sehen eben Erich
im Mittelpunkt. Der scheint aber an Frauen wenig
interessiert zu sein. Seine ganze Energie, sein
ganzes Interesse gilt seine Fahrzeuge, die er
pausenlos modernisiert, umbaut, und eben damit
herumfährt. Ansonsten trinkt er ziemlich viel
Alkohol, arbeitet nicht regelmäßig.
Aber: Paula unternimmt alle Anstrengungen, um
ihn zu bekommen. Sie geht jedes Risiko ein um
ihren Traum zu erfüllen.
Diese beiden so unterschiedlichen Geschichten
benutzt die Autorin um zwei Vorgehensweisen zu
beschreiben, wie sich Mädchen/Frauen ihren Partner
aussuchen. In beiden Geschichten verhalten sich
die Frauen wie vermutlich (zumindest in den Augen
der Autorin) viele Frauen. Beide Geschichten sind
in ziemlich ungewöhnlicher Sprache mit ungewöhnlichen
Wörtern geschrieben.
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Elfriede Jelinek gehört zu den bekanntesten Vertreterinnen der
feministischen Avantgarde Österreichs. Ihr Werk liefert eine marxistisch
orientierte, oft satirisch überspitzte Analyse der Wirklichkeit und
dekonstruiert Stereotype und (Trivial-) Mythen. Die Autorin konfrontiert ihre
Leser mit einer unbarmherzigen Sicht auf die patriarchal organisierte,
kapitalistische Konsumgesellschaft und verzichtet auf jeden utopischen Entwurf.
Zunehmend beschäftigt sich die Autorin mit dem Problem des (Neo-) Realismus und
bezieht dabei - wie etwa mit ihrem Protest gegen den Rechtspopulisten Jörg
Haider (*1950) - deutliche politische Positionen. Jelinek nahm zunächst ein
Musikstudium am Wiener Konservatorium auf, das sie 1971 abschloss. Das 1964
begonnene Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte brach sie nach
einigen Semestern wegen psychischer Schwierigkeiten ab und verbrachte das Jahr
1968 völlig isoliert. Jelinek engagierte sich in der Studentenbewegung und war
1974-91 Mitglied der KPÖ. Seit 1966 ist sie als Autorin tätig und
veröffentlichte 1970 ihren ersten Roman wir sind lockvögel baby!. 1979 trat sie
mit Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlasssen hatte erstmals als
Dramatikerin hervor. Ihre Bühnenwerke kreisen ebenfalls um die Problematik
weiblicher Selbstbestimmung sowie um aktuelle politische Entwicklungen (Das
Lebewohl, 2000). Das Werk von Jelinek umfasst außerdem Gedichte, Hörspiele,
Drehbücher und Übersetzungen; sie erhielt zahlreiche Literaturpreise, u.a. 1986
den Heinrich-Böll-Preis
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