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Meine Zusammenfassung
In einem Krankenhaus
werden innerhalb von 24 Stunden zwei Mädchen geboren. Das eine ist
das dritte Kind eines gutsituierten Ehepaars, das andere ein Kind
einer nicht verheirateten Mutter. Als beide Frauen aus dem Krankenhaus
entlassen werden, bekommt jede das Kind der anderen mit nachhause.
Paula Hoffmann
nennt ihr Kind Marlene, und zieht es sehr liebevoll auf. Sie vergöttert
Marlene, sie ist ihr kleiner Sonnenschein.
Familie Strecker
nennt ihre Tochter Renate, es sind schon zwei Mädchen da, ein paar
Jahre älter. Renate wächst wohlbehütet in einem schönen Haus mit
Garten auf, umgeben von einer Großfamilie, also einer Oma, einem
Onkel, vielen Verwandten. Renate lebt unbeschwert und glücklich
auf.
Als Paula Hoffmann
nach ca. 4 Jahren vom unehelichen Vater ihrer Tochter Alimente einfordert,
gibt es Untersuchungen usw., und es steht fest, dass er der Vater
nicht ist, aber dass auch sie nicht die Mutter ist. Schließlich
nimmt das Unglück seinen Lauf, nach Verhandlungen usw. werden die
Mädchen einfach ausgetauscht. Beide Mütter sind schwer erschüttert,
aber es wird einfach so gemacht, die Geburtsurkunden werden abgeändert,
usw. Während es Marlene, die jetzt Renate heißt, bei der Großfamilie
sehr gut trifft, beginnt für Renate, die jetzt Marlene heißt, eine
Odyssee, die unbeschreiblich ist.
Ihre leibliche
Mutter, voller Hass gegen sie, vermutlich ihr Missgeschick ihres
eigenen ganzen Lebens auf die ungeliebte Tochter abwälzend, quält
sie nicht nur körperlich, in dem sie sie verprügelt, fast totschlägt,
sondern auch psychisch quält sie das kleine Mädchen, das sich zwar
an das Jugendamt wendet, öfter auch flüchtet, aber letztendlich
ändert sich nicht viel. Mittlerweile ist die Gegend, wo Paula Hoffmann
mit Marlene lebt, DDR.
Familie Strecker
war schon 1946 aus der sowj. Besatzungszone in den Westen umgezogen,
die Oma hatte dieses schöne große Haus, einen Krämerladen, die Familie
lebte in recht wohlhabenden und sozial geachteten Verhältnissen,
eingebettet in die Gemeinschaft des kleines Orts.
Schließlich
wird Paula Hoffmann mit ihrer Tochter eingeladen, in den Westen,
zur Familie Strecker zu ziehen, zusammen mit Marlene. - Sie lebten
dann zusammen in diesem großen Haus, beide Kinder, Renate und Marlene
lebten also zusammen mit ihren ursprünglichen Müttern und ihren
leiblichen Müttern, und es hätte auch gut gehen können, wenn nicht
Paula Hoffman sich an einen Onkel auf plumpe Weise genähert hätte,
und wenn sie sich so furchtbar machthaberisch im ganzen Haushalt
aufgeführt hätte. -
Schließlich
wird sie rausgeschmissen, und mit ihr auch wieder Marlene. - Sie
ziehen dann umher, finden Unterkunft und Brot bei einem Bauern,
wo die Mutter als Magd arbeitet, auch dort wieder rausgeschmissen
wird, dann wieder woanders hinzieht usw. - Hatte Marlene hier immer
wieder auch andere Leute, so änderte sich das grundlegend, als die
Mutter eine eigene Wohnung mit ihr bezog und in einer Fabrik eine
Stelle bekam als Arbeiterin.
Jetzt war Marlene
ihr total ausgeliefert. Die Schikanen die sie erfand für ihre Tochter
waren unbeschreiblich. Das Kind durfte eigentlich gar nichts machen,
auch keinen Kontakt zu anderen Kindern usw, es musste die Wohnung
putzen und ansonsten musste es stillhalten und sich verprügeln lassen
wegen kleinster *Vergehen*. Auch hier wurde das Jugendamt aufmerksam,
auch Nachbarn, aber eigentlich hatte alle Leute Angst vor dieser
grausamen, herrischen und bösartigen Frau.
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Marlene John, geb. Hoffmann,
lebt in Düsseldorf. Sie ist
verheiratet, hat vier Kinder und acht Enkelkinder.
Als sie nach dem Tod ihrer leiblichen Mutter herausfand, dass diese
bei den Behörden angegeben hatte kinderlos zu sein, beschloss
sie, ihre ungewöhnliche Lebensgeschichte aufzusschreiben.
Das Buch entstand auf der Basis
unzähliger Erinnerungsnotizen der Autorin in Zusammenarbeit
mit dem Schriftsteller und Dokumentarfilmer Leo G. Linder.
Auf das Zeigen vieler Bilder, die
in dem Buch gezeigt werden, muss ich leider verzichten.
Ebenso verzichte ich auf das Zeigen
des Fotos der Autorin.
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