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Inhalt
Den Inhalt zu beschreiben - ohje, das fällt sehr - sehr - sehr schwer!!
Es ist mehr ein Märchen, eine Fabel - logisch.
Es ist eine frei erfundene Geschichte. Sie beginnt damit, wie Menschen,
immer einzeln auf je einer Seite oder mehr, ‚reden'. So gibt es
den Februar, dann den Thaddeus, seine Frau, ihre Tochter, Bianca,
dann gibt's Priester, Krieger, natürlich auch den Februar, und und
und - viele Gestalten, die so alle in diesem Märchen vorkommen.
Alle haben eins gemeinsam, sie haben den Februar satt, der schon
um die drei Jahre andauert. Es gibt nur Schnee, keinen sichtbaren
Himmel, nur Kälte, keine Sonne, keine Ballons die fliegen. Kein
Blättchen Grün ist zu sehen. Menschen sind genau so grau, genau
so unlebendig, einfach nur frustriert.
Und sie wollen nur eins: Diesen Februar endgültig verjagen.
Sie gründen eine Angriffsgruppe. Dabei kommen sie - immer mal der,
dann wieder ein anderer, auf die merkwürdigsten Ideen. Der eine
meint, wir machen einfach so, als ob Sommer wäre. - Sie ziehen sich
also aus, laufen im Schnee herum, als ob es Wasser wäre, ‚schwimmen'
im Schnee, lieben sich im Schnee.
Ein anderer sieht es als Hilfe an, einen ‚Lichtkasten' auf den Kopf
zu setzen, mit einer Glühbirne drin, die die Sonne ersetzen soll….
Das schlimme ist, dass der Februar auch Kinder entführt. Da verschwinden
einfach Kinder, so auch die Tochter von Thaddeus….
Die Seelen dieser Kinder, bzw. sie selbst als Geister, leben aber
weiter im Untergrund. Werden aber, wenn sie mal an die Oberfläche
kommen, nicht erkannt. Sie beschließen einen eigenen Aufruhr, erscheinen
dann plötzlich aus den Bodendielen heraus, bekommen mit was die
Erwachsenen so alles sagen, ihre geplanten Aktivitäten, verschwinden
dann aber wieder.
Eines Tages macht sich Thaddeus auch auf, und findet die Hütte,
wo Februar lebt. - Dort lebt der Februar, mit seiner Frau, ‚das
Mädchen, das nach Rauch und Honig roch'.
Der Februar kommt auch zu Wort, schuldbewusst, alles würde ihm Leid
tun, er fühlt sich verfolgt, und weiß nicht was er machen soll.
Aber die Leute oben haben nur eins im Sinn: ihm den Garaus zu machen,
mit allen Mitteln….
Das Ende ist dann anders als erwartet, und gegen Ende der Geschichte
wird es immer kunterbunter, immer mehr geschieht auf einmal.
Nur eins möchte ich verraten: ‚Das Mädchen das nach Rauch und Honig
roch' - die Frau des Februar, will die Welt retten. Sie tut vieles,
eins greife ich mal heraus:
Sie gestaltet neuen Kalender, wo der Februar fehlt. Im neuen Kalender
gibt jetzt zwei Monate: Juni und Juli!! Und: die alte Stadt brennt
total ab, wird ganz vernichtet, eine neue Stadt entsteht, mit allen,
die vorher tot waren…. Letzter Blick nach oben im die Wolken: es
sind zwei Löcher da, in jedem eine Sonne….. - das war auch der Blick
von unter den Dielenbrettern nach oben. Die Bodendiele wird geschlossen…..
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Der Autor:
"Shane Jones wurde 1980 geboren und hat Kurzgeschichten
und Gedichte veröffentlicht.
"Thaddeus und der Februar" ist sein erster Roman.
Erstmals erschienen in einer Auflage von wenigen
hundert Exemplaren, verbreitete sich der Ruf des Buches wie ein
Lauffeuer - zunächst im Internet, dann bis zu Spike Jonze ("Being
John Malkovich", "Wo die wilden Kerle wohnen"), der die Filmrechte
erwarb.
Im Sommer 2010 erscheint der Roman in den USA bei
einem großen Verlag ein zweites Mal." (Klappentext)
Klappentext:
"Die Stadt, die dem Februar den Krieg erklärte" "Mit wilder Kreativität
erschafft Shane Jones eine magische Welt der Fantasie - wie vor
ihm Lewis Carroll und Roald Dahl, Italo Calvino und Walt Disney.
Viele hundert Tage schon währt die kalte Herrschaft des Februars:
Der Wechsel der Jahreszeiten ist außer Kraft gesetzt, finstere Priester
patrouillieren, Papierdrachen dürfen nicht mehr zum Himmel aufsteigen,
Kinder verschwinden im Wald. Traurigkeit legt sich über die Stadt
wie der Schnee, der endlos fällt, doch die Erinnerung an warme Tage
lebt weiter. Die Stadt beschließt, in den Kampf zu ziehen, den Winter
zu besiegen, und Thaddeus, der Ballonfahrer, soll ihr Anführer sein.
Doch dann stößt Thaddeus in einer Hütte am Waldrand auf den Februar
selbst - und es ist ein Mann, der eine Geschichte schreibt: die
Geschichte der Stadt ... In Shane Jones Roman regiert die Fantasie,
um von etwas zu erzählen, das tief in uns existiert. Thaddeus und
der Februar ist surreal und poetisch - eine zeitlose Geschichte
aus Archetypen und Traumwelten, voller Abgründe und Wunder, so einzigartig
wie jede Schneeflocke, die vom Himmel fällt."
Buchdaten:
im Februar 2010 im Eichborn-Verlag in Deutsch erschienen, gebundene
Ausgabe, 176 Seiten.
ISBN-10:3-8218-6107-X EAN:9783821861074
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Abschließende
Bemerkung:
Dieses Büchlein liest sich zwar nicht so einfach, es ist alles pure
Phantasie; und was der Autor eigentlich implizieren will, ist nicht
so leicht zu erkennen….
Es
geht um Krieg (hier gegen den Februar) - könnte man auf alles andere
Reale umsetzen…… Die Machtlosigkeit der Menschen, ihre Anstrengungen,
aber auch die Sicht des Bösewichts Februar hat durchaus etwas Verständliches….
Sehr
schön, wie das Buch grafisch gemacht ist. - Die Seitenzahlen sind
anders als normal angebracht, was Leute denken, ist in sehr kleiner
Schrift gedruckt, was laut geschrieen wird in sehr großen Buchstaben,
und nicht zuletzt: Sehr schöne Grafiken, Zeichnungen. Die ich aber
aus Datenschutzgründen hier nicht zeigen darf.
Jede
Person bekommt immer wieder eigenes Kapitel, wo er spricht, denkt,
agiert. Und es gibt tatsächlich auch eine Spannung, der Leser will
ja wissen, wie dieser Krieg ausgeht gegen diesen Februar.
Ich
denke der Autor will nicht nur formulieren, erzählen, wie sehr sich
die Menschen nach dem Winter nach Frühling sehnen. Er hat das ja
sehr stark überzogen, in dem er einen Februar erfindet, der viele,
viele Monate andauert….
Die
Ideen, die die Menschen entwickeln, sind ja alle mehr oder weniger
märchenhaft. Viele sehen imaginäre Füße aus den Wolken, Löcher in
den Wolken, wo sie die Sonne vermuten.
Ich
denke, alles ist umzusetzen auf Reales. Aber der Autor macht es
dem Leser nicht einfach. Er fordert ihn direkt heraus…
In einer stilistisch anspruchsvollen und sehr interessanten literarischen
Fassung gelingt es dem Autor, den Leser zu fesseln.
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