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"Nächstes Jahr in Jerusalem" rufen sich
die Juden beim Abschied - und an Neujahr - zu: Wir wollen uns wiedersehen,
meinen sie damit, und bitte im Gelobten Land. Nächstes Jahr in Jerusalem erzählt
die Geschichte zweier jüdischer Familien in wirrer Zeit, im von Krieg und
Revolution erschütterten Europa, vor, im und nach dem ersten Weltkrieg - und ist
doch alles andere als eine traurige Geschichte. Im Gegenteil: Kaminskis Roman
ist fröhlich, witzig, turbulent, aufregend, fesselnd - eine kunterbunte comédie
humaine, ein Welttheater im kleinen. Diese Familiensaga ist ein singuläres
Beispiel für jüdische Erzählkunst, ein intelligentes, listiges, augenzwinkernd
geschriebenes Buch, das Kapitel für Kapitel eine tiefe Weisheit beherzigt: Ohne
Humor sind wir verloren, mit Humor überleben wir.
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Autor André Kaminski (*19. Mai 1923 als Andrzei Henrik Kaminski in Genf, 12. Januar 1991 in Zürich)
André Kaminski war der Sohn eines aus Polen stammenden, jüdischen
Psychiaters. Er wuchs in Zürich auf und studierte Geschichte an den
Universitäten in Genf und Zürich. 1947 promovierte er in Zürich mit
einer Arbeit zur Kirchengeschichte, die anschließende Habilitation
erfolgte über ein Thema der Agrargeschichte. Seine Stelle als
Privatdozent an der Universität Genf gab Kaminski 1950 auf und ging als
überzeugter Sozialist nach Polen.
In Polen arbeitete Kaminski vor allem als Produzent und Dramaturg; er
verfasste auch zahlreiche Theaterstücke und Drehbücher in polnischer
Sprache. Zeitweise lebte er als Auslandskorrespondent in Marokko und
Algerien. 1968 wurde er von Polen ausgebürgert; er ging nach Israel,
kehrte allerdings 1969 in die Schweiz zurück. Dort lebte er in Zürich
und war für das Schweizer Fernsehen tätig. Seine seit 1983
erschienenen, stark autobiografisch gefärbten erzählerischen Werke in
deutscher Sprache waren ein großer Publikumserfolg und ermöglichten ihm
ab 1986 eine unabhängige Existenz.
André Kaminski erhielt 1987 den Mara-Cassens-Preis "Der erste Roman" und 1990 die Ehrengabe der Stadt Zürich |
Es war das erste Buch von A.K. das ich las; es ist von
Anfang an sehr spannend und besticht vor allem durch seine irrwitzige Sprache,
den jiddischen Humor, die Art, alles zu schildern.
Da geht es um zwei jüdische Familien, die irgendwann
aufeinandertreffen. Es handelt von den 11 Söhnen eines reichen Juden in Polen,
die in Amerika landen und dort auf spektakuläre und verrückte Art eine
Fußballmannschaft bilden. Einer davon kehrt zurück nach Österreich, und trifft
dort auf die wunderschöne Tochter von Leo, eines jüdischen, angeblich ehemaligen
Hoffotografen, der ein Winzling ist....und vermutlich nicht der Vater seiner
Tochter, weil das sein schöner Bruder ist...
Aber natürlich werden die
ganzen Geschehnisse und turbulenten Ereignisse in einem
russisch-polnisch-amerikanisch-österreichisch-deutschen Sprachgemisch
verkauderwelscht....lach, heraus kommt eine unnachahmlich geschilderte
Geschichte.....
Meine Empfehlung: Unbedingt
lesen!!
Vielleicht hat es ja auch
schon jemand gelesen und kann noch etwas mehr darüber sagen ???
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