Faye Kellermann
Mord im Garten Eden

kellermann_mord_eden_buchtitel

Meine Zusammenfassung:
In der ersten Geschichte: ‚Der Garten Eden' wird die Eigentümerin dieses Gartens, Mrs. Eden, tot in ihrem Garten gefunden. Decker klärt diese Sache auf.

Die nächste Geschichte: ‚Open House' ist auch ein Krimi; es geht um eine Frau, die eine Wohnung besichtigen will und sie ist zeitig da, schon bevor die Immobilienmaklerin da ist. Sie geht durchs Haus, und findet in einer Kammer eine Leiche….

In ‚Mitten ins Schwarze' analysiert Decker mit seiner Tochter, die auf einer Polizeischule ist, den Tod einer unbeliebten Ausbilderin, die bei einer Schießerei getroffen wird. -
Decker klärt das zusammen mit seiner Tochter auf.

‚Eine geheimnisumwitterte Frau' heißt die nächste Kurzgeschichte. Sie handelt von einer ehemaligen Schülerin von Rina Decker, der Frau des Detektivs Decker. Die eine seltsame Geschichte erzählt, von einer Vergangenheit die mit Antisemitismus und Vergebung zu tun hat. - also das ist mal schon kein Krimi -.

In ‚Der Stalker' geht es um einen Mann, der seiner von ihm getrennt lebenden Frau nachstellt, sie verfolgt, sie quält, und an dessen Ende es dann zwei Tote gibt….. - bei dieser Geschichte war nicht viel zu ermitteln, der Schluss lässt schmunzeln….

‚Mami und Jack' ist wieder ein Krimi. Hier geht es um einen jungen Mann und seine gebrechliche alte Mutter. Er spielt immer braver Junge, geht aber immer wieder mal auf die Suche - und am Ende gibt's einen Mord….

‚Blonding' erzählt von einer Prostituierten, die nach eigener Erzählung aus Langeweile Prostituierte geworden ist. -. Und endet so: ‚Wenigstens war der Jugendknast für einige Zeit eine neue Erfahrung. Genauso, wie meine Mom zu ermorden und Paul zu ficken. - Ich hasse es, mich zu langweilen.

'Abgelegte Sachen' erzählt von einem Penner, Malibu Mike, er galt aber als Institution, alle kannten ihn. Er wurde eines Tages tot aufgefunden. Daneben läuft die Geschichte von einer Haushaltshilfe bei einer reichen alten Dame, die ihr einen kostbaren Ring übergibt….. und dieser kleine Krimi ist sehr spannend….

Einsame Herzen' beschreibt eine Geschichte, die mit dem Kennenlernen im Internet zu tun hat. Und die Frau, die sich eine Liebschaft im Internet gesucht hatte, wird ermordet…. auch eine kleine, sehr spannende Krimi-Kurzgeschichte.

In ‚Der Hund von Malibu' geht es um einen Kauz, der sich einen Kampfhund zulegt, und damit alle Bewohner des Wohnkomplexes am Meer in Angst und Schrecken versetzt….bis eines Tages….

Dann kommt ‚Vermischtes', wo es um einen rasenden Reporter geht, der irgendwie auf nicht nachvollziehbar Art und Weise immer zuerst dort ist, wo alle Kollegen der Presse erst viel später eintreffen. Er bekommt diese Signale in seinem Kopf…. - Da muss er eines Tages zum Zahnarzt, tja - und das Ende kann er nicht verkraften - schnelles Ende dann.

‚Mr. Bartens Problemfall' Hier geht es um das biblische Thema ‚du sollst nicht töten', bzw. das war der Anlass der Autorin, diese Kurzgeschichte zu schreiben. Ein Obergangster engagiert einen anderen Gangster, einen FBI-Beamten zu ermorden. - Der Auftragsmörder besitzt ein 10 Jahre altes Auto, von dem er sich nicht trennt. Und er heckt einen Plan aus, wie er, ohne Spuren zu hinterlassen, den Polizisten ermorden kann. - Zuletzt ist dann ein Zwiegespräch zwischen dem Auto und dem Gangster, hat der zunächst sein altes Auto liebevoll mit Kosenamen angesprochen, fängt er an zu schimpfen, weil es einfach bockt. Genau zum falschen Zeitpunkt…. Also das Auto redet ihn plötzlich an…… und um dem allen die Krone aufzusetzen, spricht ihn auch zuletzt seine Pistole an…. - _Diese Geschichte endet ziemlich merkwürdig, aber doch lustig in meinen Augen, auch wenn sie nicht so erscheint…. - Eine gute Geschichte!!

‚Heiliges Wasser' beschreibt, wie ein Rabbi entführt wird. Es geht einzig und alleine darum, die Formel für ein Cola-Getränk zu verraten, weil die Cola-Vertriebsgesellschaft genau diese Formel der jüdischen Gemeinde offenbarte, um das Getränk als koscher einstufen zu lassen….. - und der Rabbi löst diesen Fall auf erstaunliche Weise.…….Auch wieder eine wirklich denkenswerte, aber lustige Geschichte. -Aber: es geht um viele Milliarden Dollar..

‚Frei Parken' ist eine nette Episode, wo die Familie die Urgroßmutter im Altenheim regelmäßig besucht, und an einem bestimmten Wochentag wird immer Monopoly gespielt…..Und wie dieses Spiel gespielt wird, erzählt die Urenkelin…. auch wieder mit einem Augenzwinkern zu lesen, sie beinhaltet viele Wahrheiten, aber auch sehr viel Humor.

In ‚Losglück' wird beschrieben, wie die Familie ein paar Millionen im Lotto gewinnt; und wie das so vor sich geht, da sind die Töchter, da ist der Mann, jeder hat so seine Ideen. Aber die Mutter hält die Hand drauf. Quintessenz dieser Geschichte: Es gibt immer Dinge, die man nicht kaufen kann.

‚Kleine Wunder' erzählt wie die Frau des Detektivs, Frau Decker, einen Verfolger verfolgt, der ihrer Mutter mit dem Kinderwagen ihres Enkels verfolgt….Sie beobachtet das vom Auto aus und verfolgt den Taschenräuber…..

Und als letztes Kapitel dann ‚Der Sommer, in dem ich zur Frau wurde'. Hier erzählt die Autorin, wie sie als kleines Mädchen von 11 Jahren begann, im Geschäft ihres Vaters zu arbeiten. Sie wollte das unbedingt, und sie konnte das auch bald hervorragend, war ihrem Vater eine Hilfe. Sie liebte ihren Vater abgöttisch. - Gut, als sie dann alles beherrscht, beschließt sie, dennoch weiter auf die Schule zu gehen und sich doch noch eine bessere Bildung anzueignen. - Ihr Frau-Werden beschreibt sie kurz und lapidar so: sie geht auf Klo, hat ihre erste Monatsblutung, erschrickt, ruft ihr Mutter an, die Sache wird geklärt und erledigt. - Ihr Vater reagiert so: ‚alles in Ordnung?' fragte er mit der Besorgnis jener Männer, die mit Frauengeschichten nichts zu tun haben wollen. - ‚Alles bestens Dad' - ‚sicher?' - ‚sicher' .- ‚Ich glaube du hast eine Kundin' - ‚ist gut, dann geh ich mal rüber'…..

 

 

 

Die Autorin

Bevor Faye Kellermann als Schriftstellerin mit ihren Kriminalromanen international und auch in Deutschland riesige Erfolge feierte, war sie Zahnärztin mit einer besonderen Liebe zur Musik. Sie lebt zusammen mit ihren Kindern und ihrem Mann, dem Psychologen und Bestsellerautor Jonathan Kellermann, in Los Angeles.

 

Achtzehn Krimi-Erzählungen ist falsch!!!! Siebzehn Morde zum Preis von einem - ist falsch!!!!!

es sind weder 17 Morde noch 17 Geschichten mit Morden. In diesem Buch hat die Autorin 17 Kapitel, besser gesagt 17 Kurzgeschichten verfasst.

Und Titel und Titelbild suggerieren auch was ganz Falsches. hier eine Produktbeschreibung, die mal wieder total falsch ist:

"Produktbeschreibung zu 'Mord im Garten Eden': Kurzbeschreibung Achtzehn fesselnde Krimi-Erzählungen von der Queen of Crime Faye Kellermann:

"In der Titelgeschichte untersuchen Rina Lazarus und Pete Decker den Mord an ihrer Nachbarin, einer reizenden, wenn auch etwas geschwätzigen Hobbygärtnerin. In einer anderen versuchen sie herauszufinden, wodurch eine junge Frau ihr Gedächtnis verloren hat……"

 

Buchdaten:

Verlag: Btb

2008

Seitenzahl: 288

Deutsch

Meine abschließende Meinung
Alle Geschichten sind nett, teilweise auch spannend, aber immer sehr schön zu lesen.

Es ist viel zu erfahren, wie die Leute, und zwar in allen möglichen Schichten - in Kalifornien, hier Los Angeles und Umgebung, leben.

Alltägliche Geschichten, die in der Familie geschehen, dann Geschichten aus der Ermittlungsarbeit des Detektivs Decker, wo es auch um Morde und Straftaten geht, aber auch Geschichten die zum Schmunzeln anregen….

Sehr praktisch zu lesen, wenn man z.b. immer nur kurze Zeit zum Lesen hat, und so immer eine Kurzgeschichte fertig lesen kann. - Nur: jede Geschichte macht neugierig auf die nächste.

Die Autorin hat vor jede Kurzgeschichte ihre Motivation dazu beschrieben. Was sie darauf gebracht hat, in welchem Zusammenhang sie entstanden ist usw. - Ist also viel Autobiografisches über die Autorin zu finden, und das ist sehr interessant zu erfahren.