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Meine Zusammenfassung
"Ich erinnere mich, wie wir gestorben sind. Ich erinnere mich, und
ich weiß es. So ist das jetzt……"
So beginnt die Geschichte. Und immer wieder zwischen den einzelnen
Kapiteln kommen diese Aussagen des toten Mädchens. - Schon ungewöhnlich,
dass eine Tote erzählt. -
Wilma und Simon, ein junges Paar, 17 Jahre alt, waren unterwegs;
sie wollten zu einem Wrack tauchen, das sie mal gefunden, also geordert
hatten und wollten eben mal gucken, was es da alles zu sehen gibt.
- Und sie schildert jetzt die ganzen Vorbereitungen im Einzelnen.
Eines Tages wird am Flussufer das Auto der beiden gefunden. Der
Tank ist leer, und der Schlüssel ist, wie üblich dort in der Gegend
am Auto irgendwo versteckt. - Also wird zunächst mal im Fluss gesucht,
als später die Leiche von Wilma gefunden wird.
Da wird von einem Mann erzählt, der in den Schnee kotzt;
er wird später eine Rolle spielen.
Dann wird da noch die Geschichte von Wilma erzählt, die bei ihrer
Urgroßmutter dort am Fluss in einem Haus gelebt hatte. -
Diese Urgroßmutter ist die Tante von zwei anderen, die auch in der
Nähe wohnen. Zwei zwielichtige Brüder, Söhne eines ebenso zwielichtigen
Vaters. - Dieser Vater liegt nach einem Schlaganfall in der Kammer
hinter der Küche, die Mutter, also die Schwester dieser Urgroßmutter,
eine wortkarge und mürrische Alte, versorgt ihn mehr schlecht als
recht. Die beiden Söhne arbeiten in der Firma, die der Familie gehört,
einer Transportfirma. - Der eine sehr dick und unansehnlich, der
andere nicht so dick, aber ebenso unansehnlich. Dieser wohnt auf
dem Gelände mit seiner Frau. Beide haben keinen guten Ruf, sind
als Radaubrüder und Schläger bekannt.
Wobei der dünnere sich immer weit vorwagt, mit seinem dicken Bruder
im Rücken, der dann das Grobe erledigt. Und in diesem älteren, dicken
Bruder hat sich ein unglaublicher Hass gestaut, der immer wieder
zum Zuge kommt….
Die Geschichte, die im zweiten Weltkrieg spielt, hat mit Deutschen
zu tun, mit Nazis, die dort illegale Transporte von Schweden ausführen
ließen…..Und eben von Schweden damals, die sich korrumpieren ließen.
Ein weiterer Strang beinhaltet die Polizeistation, wo diese junge
Staatsanwältin die Chefin der ermittelnden Polizeibeamten ist. -
Während sie zunächst die Arbeit ihren Leuten überlässt, greift sie
später dann selbst ein und leitet die Ermittlungen selbst. -
Während die Leiche von Wilma ja bald gefunden wurde, bleibt die
Leiche von Simon verschwunden. Auch im Fluss ist nichts zu finden.
Die späteren Forschungen ergeben dann, dass sie von der Stelle aus,
wo das Auto gefunden wurde, zwar in den Fluss mit ihrem Boot gingen,
aber dann weiter zu diesem See paddelten, um dort eben nach diesem
versunkenen Schiff zu tauchen.
Dieses Flugzeug hat eine lange Geschichte; es war im zweiten Weltkrieg
dort abgestürzt aus unbekannten Gründen und versunken. -
Diese ganzen Schilderungen sind gewürzt mit den privaten, bzw.
persönlichen Verbindungen der Polizisten, aber auch mit denen der
Staatsanwältin (Rebekka Martinsson) selbst. Sie war vor einiger
Zeit in diese abgelegene Gegend gezogen, weil sie sich einfach hier
wohl fühlt.
Diese ganze Gegend, wie auch die Eigenarten der Bewohner werden
ausgebreitet, und das alles ist sehr interessant.
Als dann Schilderungen der Jugend dieser Mutter beiden Brüder geschildert
werden, nimmt die Geschichte eine ganz besondere Wendung. -
Mehr will ich dazu nicht ausbreiten, aber es sind tausend Einzelheiten
die geschehen sind damals, und die letztendlich mit dem versunkenen
Flugzeug zu tun haben. Es wird eine in sich verschachtelte, teilweise
zig Jahre zurückliegenden kriminelle Geschichte ausgebreitet, mit
Begebenheiten, die man nicht vermutet hätte.
Dass am Ende alles anders ausgeht, wie zunächst von den Polizeibeamten
recherchiert, hat mit dem Eingreifen der Staatsanwältin zu tun,
die ihre ganz eigene Sichtweise entwickelt hat, weshalb sie letztendlich
das Ruder selbst in die Hand nimmt. - Es hat damit zu tun, wie sie
diesen zornigen der beiden Brüder einschätzt…..
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Die Autorin
Åsa Larsson wurde 1966 in Kiruna geboren. Sie arbeitete als Steueranwältin,
bis sie beschloss, Autorin zu werden.
Mit ihrem zweiten Roman erhielt sie den schwedischen
Krimipreis und stand monatelang auf der Bestsellerliste.
Asa Larsson lebt mit ihrem Lebensgefährten und zwei
Kindern in der Nähe von Gripsholm.
Buchdaten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag 2009
Seitenzahl: 347
Deutsch
aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs
ISBN-13: 9783570010846 ISBN-10: 3570010848
Klappentext:
"Rebecka Martinsson, Anwältin im nordschwedischen Kiruna, wird in
einen besonders grausamen Mordfall verwickelt:
Ein junges Paar hat ein Eisloch in einen See geschlagen, um zu einem
auf dem Grund liegenden Flugzeugwrack zu tauchen. Doch während des
Tauchgangs kappt jemand die Markierungsleine und schiebt eine Holztür
über das Eisloch. Die beiden haben keine Chance.
Was suchte das Paar in dem Flugzeugwrack? Und wer
hat die beiden dafür mit dem Tod bestraft?
Bei ihren Nachforschungen kommt Rebecka lange verheimlichten
Ereignissen aus der Vergangenheit auf die Spur. Und sie entdeckt
ein gefährliches Netz aus Schuld, Angst und Verrat, in das viele
Bewohner ihrer Heimatgegend verstrickt sind."
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Meine
abschließende Meinung
Ein wunderschön in die schwedische Landschaft und Mentalität eingebetteter
Roman, der eigentlich ein Krimi ist.
Ob es um die verzwickte Geschichte dieser Morde geht, um die Beschreibung
der einzelnen Charaktere, aber insbesondere die der Landschaft in
Schweden, es liest sich wunderbar, ist sehr, sehr spannend.
Auch das Vorkommen der Tiere, wie z.b. der Hunde, ist sehr interessant.
Die Polizei arbeitet mit Hunden, und ein Polizist, dem diese Aufgabe
obliegt, also die Hunde zu halten, die dann zur Suche eingesetzt
werden, ist sehr interessant. Da sind seine Lieblingshündin, die
tragend ist, und eine jüngere die noch ausgebildet wird. - Und die
Staatsanwältin entdeckt letztendlich auch ihre Liebe zu Hunden.
Entgegen
normalen Krimis geht es in dieser Geschichte nicht nur um die Klärung
eines Falles mit zwei Toten, sondern es geht um den eigentlichen
Grund des Verbrechens, die Frage nach Gut und Böse, die zunächst
schwarz-weiß gesehen wird, wird am Ende aufgelöst, aber nicht wie
in einem gängigen Krimi. -
Es
gibt Schuldige, aber aber…. Und natürlich auch sehr interessant,
immer wieder wie sich dieses tote Mädchen meldet. Sie bewegt sich
während der Geschichte unsichtbar an vielen Orten, bei vielen Menschen.
Besonders
ins Auge fällt bei diesem Buch die präzise, diffizile Schilderung
der verschiedenen Charaktere; ob es schrullige Alte sind, teilweise
verkrüppelte Gestalten, oder aber junge Leute, die auch wiederum
sehr unterschiedlich sind.
Und
hinter allem eben die Beschreibung der Landschaft und der Mentalität
dort. - Sie hat ja einen eigenen Charakter. -
Für
Leute, die schon mal in Schweden waren, wird dieses Buch wunderbar
zu lesen sein. Sind doch so viele Eigenarten dieses schönen Landes,
aber auch ihrer Bewohner beschrieben.
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