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Aus dem Klappentext:
"Spionagethriller, eine Geschichte von Jazz und Poesie, Leidenschaft
und der großen Ernüchterung - und ein unvergleichliches erzählerisches
Labyrinth."
Meine Kurzfassung:
Der Autor erzählt in Ich-Form, nimmt also sich selbst als Protagonist.
Er zieht mit 18 in die Wohnung eines Boxers, Pianisten, Jazzers
und Lebenskünstlers Henry Morgan. Das fiel ihm recht leicht, hatte
er ein paar Tage vorher seine Wohnung total ausgeraubt vorgefunden,
außer ein paar Kleinigkeiten war rein gar nichts mehr in der Wohnung
zurückgelassen worden. Morgan lebte in einer sehr großen, düsteren
Wohnung, die sich im Haus seines Großvaters befindet. Die beiden
leben ganz alleine dort und hausen dort, die Wohnung ist so groß,
dass sie sich nicht in die Quere kommen, wenn sie nicht wollen.
Da Morgan oft in einem ziemlich verdreckten Blaumann erscheint,
stellt Klas Überlegungen an, wieso, für was, usw. - Und kommt eines
Tages dahinter, dass es ein Geheimnis gibt in diesem Haus, und zwar
einen Zugang zu einem geheimen Gang, wo ein verborgener Schatz des
Königshauses sein soll, der in Kriegszeiten vor langer Zeit dort
versteckt wurde. Es existiert auch ein Plan, und Morgan und noch
zwei Freunde buddeln nun täglich unten im Keller, aber immer wieder
unterbrochen von Gesprächen, Trinken, Essen. Klas hatte beim Besuch
einer Veranstaltung auch Bekannte von Morgan kennen gelernt, u.a.
auch Maud……und mit ihr hat er ein Liebesverhältnis, er 18, sie 25.
Aber sie hat noch einen anderen Lover, und zwar einen Freund ihrer
verstorbenen Familie, den Wirtschaftsmogul Wilhelm Sterner. Klas
kommt nun auf die Spur einer der größten Intrigen der schwedischen
Nachkriegsära…. Morgan verschwindet spurlos im verworrenen Netz
aus Freundschaft und Korruption, Wahrheit und Lüge. - Nur Klas und
Maud bleiben übrig. - Mit vielen Fragen, auf die die zwei jeweils
eigene Antworten finden…..
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Klas Östergren wurde 1955 in Stockholm geboren und
schrieb mit zwanzig Jahren seinen ersten Roman (Aittila), der von
der schwedischen Literaturkritik sogleich gefeiert wurde.
Der Durchbruch gelang ihm 1980 mit "Gentlemen"
Mittlerweile ist er für seine Romane mit den höchsten
schwedischen Literaturpreisen ausgezeichnet worden.
Heute lebt Klas Östergren mit seiner Frau und drei
Kindern in Kivik in Südschweden am Meer.
Seit mehr als fünfundzwanzig Jahren genießt er Kultstatus
und wird nicht selten in einem Atemzug mit Strindberg genannt.
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Der
Autor schreibt eine sehr leicht zu verstehende Sprache und von Anfang
an ist die Geschichte spannend. Und wird zunehmend spannender, je
mehr Personen beschrieben werden, je mehr Geschichten von diesen
wiederum erzählt werden, und vor allem, wie sie dann zum Geschehen
führen, wo Morgan selbst verschwindet, aber dann auch Klas selbst…..
Und
was mir aufgefallen ist, dieses Buch muss auch sein Landsmann Stieg
Larsson gelesen haben, der ja später geboren ist, leider schon
verstorben; aber Larsson verwendet zumindest die Wennerström-Affäre
in seiner Trilogie, und auch sonst behandelt er politische/wirtschaftliche
Affären in Schweden, die zurückgehen bis zur Zeit des
zweiten Weltkriegs.
Und
Östergren beschreibt ja hier auch, wie es zur Aufdeckung einer
über Jahrzehnte versteckten Affäre kommt....................
das
dachte ich zumindest. Aber es wird eben nicht aufgedeckt, zumindest
in dem Roman nicht; sondern der alte Mann, der das hätte aufdecken
können, wird ermordet....und sämtliche Unterlagen sind
verschwunden.....
Moral
von der Geschicht': Wahrheiten aufdecken ist hochgefährlich.
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