Stephán Máni

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Meine Zusammenfassung
Der Kapitän, ein Koch und sechs weitere Männer gehen an Bord der Per se im Hafen von Grundartangi, Island. Ziel ist Surinam, Südamerika.
Alle haben ihre Geschichte, und was zu verbergen.

Feindseligkeiten beeinflussen die Stimmung an Bord, und es geht das Gerücht um über eine bevorstehende Meuterei.
Zunächst werden die Charaktere beschrieben von den Männern, die für einige Wochen auf diesem Schiff zusammenleben müssen.

Da ist zunächst der Kapitän (ich verzichte hier, alle Namen zu nennen, denn die ganzen Namen sind ja isländisch, und viele Zeichen die dort benutzt werden, gibt's gar nicht bei meiner Tastatur) - verabschiedet sich von seiner Frau. Es soll seine letzte Reise sein, er hat gekündigt, und will nach Ankunft des Schiffs in Surinam in Pension gehen. Er hat seiner Frau ein Ticket nach Surinam in einem Umschlag gegeben, als er sich verabschiedet hatte. Er hatte keine Antwort abgewartet, seine Ehe ist irgendwie verödet, es ist kein Bezug mehr zwischen ihnen da, aber er selbst findet den Weg auch nicht zu seiner Frau, die er eigentlich sehr liebt. - Und erst als er in seiner Kabine seinen Koffer auspackt, findet er als Antwort seiner Frau ihr schwarzes Kleid, sie hatte es ihm eingepackt, um ihm vermutlich zu signalisieren, dass sie die Trauerzeit abgeschlossen hat (sie hatten ein Kind verloren, und danach war sie schwermütig geworden, sich Leuten aus der Kirche angeschlossen). Und ihr Verhältnis war für beide sehr unbefriedigend geworden. Aber der Kapitän sieht Hoffnung darin, dass sie ihr Kleid in sein Gepäck gelegt hat, und sieht das als Zustimmung, dass sie das Ticket benutzt und nach Surinam fliegt, und sich mit ihm dann dort trifft, wenn auch sein Schiff, die Per se, dort angekommen ist.

Die Reederei hatte vor einiger Zeit schon einigen Leuten der Crew gekündigt, und diese 8 Leute, die jetzt noch da waren, sollen auch die Kündigung bekommen. - Aber der Kapitän behält das für sich, es ist jedoch irgendwie durchgesickert.

Dann ist ein anderes Crewmitglied, das gerade in einem Anfall von Blutrausch oder wie man es nennen will seine Frau erschlagen und am Meer eingegraben hatte.

Ein weiterer, Frau, ein Kind, ein zweites ist im Kommen, hatte grade Besuch von jemand bekommen, der seine Spielschulden eintreiben will. Er ist ein Spieler und von seinen Schulden hat seine Frau keine Ahnung. - Dieser Eintreiber fordert ihn auf, in Surinam (Paramaribo, Südamerika) ein Päckchen entgegenzunehmen, und dann weiter zu befördern. Klar, es ist Rauschgift. - Ansonsten wäre seine Familie in Gefahr.

Dann ist noch einer, ohne Familie, ein Alkoholiker, der nur leben kann, wenn er auf einem Schiff ist, der Freizeit nicht ertragen kann und sich während Landurlauben so lange besäuft, bis er wieder an Bord geht.

Das sind mal die mir auffälligsten Charaktere dieser Crew. Einer, der eigentlich nichts mit dem Schiff zu tun hat, "Satan" genannt, eine Gestalt aus der Unterwelt von Reykjavik, verlässt eine Kneipe und wird von einem Auto mitgenommen. Er hatte grade eine Schlägerei, und ist nicht ganz fit. Der Fahrer nimmt ihn mit aufs Schiff, und er soll ein Schwager von jemand sein, der auf dem Schiff ist. Was er aber nicht ist. Alle sehen ihn aber als Matrosen an, er bekommt seine Kajüte, und als er aufwacht, sind sie schon auf See. Da einige wissen, dass sie gekündigt werden, planen sie eine Meuterei. Der Motor soll lahm gelegt werden. Der Mörder, der seine Frau umgebracht hat, gehört aber nicht zu diesem Kreis der Meuterer. Er hat eine eigene Idee, um einer Verfolgung zu entgehen; er ist ein religiöser Spinner, der nicht vor ein weltliches Gericht will wegen dem Mord, sondern nur vor Gott seiner Strafe zugeführt werden will. Dazu muss er verhindern, dass Nachrichten von draußen zum Schiff gelangen.
Er kappt dann sämtliche Geräte, die das Schiff mit der Außenwelt verbinden, aber auch die gesamten Navigationsgeräte; niemand, auch nicht der Kapitän, hat eine Ahnung, dass er das gewesen ist. Lediglich der so genannte "Satan" hat das irgendwie mitbekommen, da er mit ihm zusammen Dienst hatte und der sich nur zum WC abgemeldet hatte, aber lange Zeit verschwunden war, und daraufhin die Geräte ausfielen.
Die Meuterer, die vorhatten, den Motor stillzulegen, schieben ihre Aktion noch auf. Mit dem Ausfall der Navigationsgeräte meint der Kapitän noch klarzukommen. Es ist kein Unwetter, und im Notfall hat er auch einen Sextanten, den er im Notfall zu Hilfe nehmen kann, um ihren Standort zu bestimmen.

Ich überspringe jetzt viele Geschehnisse, wichtig ist, dass auch eines Tages der Motor ausfällt, und dazu kommt noch ein Unwetter. Und um dem ganzen den Gipfel aufzusetzen, wird das Schiff auch noch von Piraten geentert.
Es geht sehr turbulent weiter, mit Schießereien, Kämpfen, viel Blut und und und . . . . . Den "Satan" hatten sie, als alle Geräte ausgefallen waren, eingesperrt, weil sie meinten er wäre das gewesen. -

Der Übeltäter, der es wirklich war, hat sich schwer verletzt das einzige Rettungsboot genommen, der Motor springt aber nicht an und er wird ohnmächtig, bevor jemand was bemerkt, das Rettungsboot driftet ab. Als alles drunter und drüber geht, einige Piraten sind noch an Bord, befielt der Kapitän, Satan zu befreien; er hatte von der Festsetzung dieses erfahren und es war klar, dass dieser Satan nicht derjenige war, der sämtliche Leitungen durchgeschnitten hat.
Letztendlich ist es dann Satan, der die Piraten besiegt, aber davor gibt's noch einige Kämpfe. Ich verrate jetzt hier wirklich nicht viel, es ist nur ein Bruchteil dessen was da geschehen ist. Letzter Teil ist, wie dann vier übrig gebliebene der Crew am Südpol, der Antarktis, landen und es keinen Weg gibt mit dem Schiff. Das Schiff war ja nicht mehr steuerbar, ohne Motor, und wurde automatisch zum Südpol getrieben. Und sie beschließen, zu Fuß eine Station in der Antarktis zu suchen, die 400 km weit weg ist. - Die Gruppe teilt sich, zwei gehen den einen Weg, zwei den anderen……………..


 

 

 

 

Daten zum Buch:

Das Schiff Originaltitel: Skipid Roman. Ullstein Verlag 2008 368 Seiten, ISBN: 3550087403

 

 

 

Stephán Máni wurde 1970 in Reykjavik geboren.

Aufgewachsen ist er in Òlafsvik in West-Island.

Bevor er mit dem Schreiben begann, arbeitete er als Gärtner, Tischler und Buchbinder, in er Fischindustrie und auch als Sozialarbeiter mit Jugendlichen und in psychiatrischen Kliniken.

 

"Das Schiff" ist sein siebter Roman.

 

Hier ein Interview mit ihm über dieses Buch.

Das Buch ist sehr interessant geschrieben.

Die Charaktere diffizil beschrieben, viele philosophische Ansätze hat der Autor da verarbeitet, ob es über den Glauben an sich, die Menschen im Allgemeinen, Kriminalität, Liebe, Familie - egal - was ist.

Es ist ein sehr reißerisch aufgemachter Roman, bluttriefend, voller Action, eigentlich nicht dem Genre zugehörend, das ich normalerweise bevorzuge.

Es wird als Roman beschrieben, ist mehr ein Thriller, besser gesagt ein Horror-Thriller. Mich hat zunächst gereizt, dass der Autor aus Island ist. - Und der Titel sieht auch sehr viel versprechend aus. -

Gut, es hat sich sehr schnell, leicht und sehr spannend gelesen. der Link Interview mit dem Autor:

 

die mp3-datei stammt von dieser Seite:

http://download.radioeins.de/mp3/seite_eins/se20090517_mani.mp3