Felicitas Mayall
Die Stunde der Zikaden

 

Inhalt:
Das Paar, beides Kriminalbeamte, verbringen ihren Urlaub in der Toskana.
Bereits am Anfang entdecken sie eine Leiche am Strand. - Sie wollen aber Urlaub machen. Sie zieht die Leiche zwar aus dem nassen Bereich, geht dann ins Haus, als sie wieder mit ihrem Partner zurückkommt, ist die Leiche verschwunden. Sie wollen nicht dran denken, drängen das Erlebnis in den Hintergrund.

Verbringen weiter ihren Urlaub, gehen aber am Strand entlang, wo ihnen einige Leute entgegenkommen, die ihnen dubios erscheinen. - Dieses Viertel, wo nur reiche Leute ihre Villen haben, wird bewacht von einer Securityfirma.

Als eines Nachts, es ist Sturm, ein größeres Auto unter einem zusammenstürzenden Baum liegen bleibt, und eine Person drin ist, geht der Wachmann hin, die Person, ein Mann, ist blutüberströmt. - Dieser Mann bittet den Wachmann, die Feuerwehr zu holen, nicht die Polizei. - Die Feuerwehr kommt, holt den Mann raus, bringt ihn ins Krankenhaus. Aber vorher hat er dem Wachmann noch zugeraunt, er solle die Kartons, die sich im Auto befinden, in Sicherheit bringen. Das macht der Wachmann.

Jetzt passieren merkwürdige Sachen. Nicht nur mit dem Wachmann, sondern auch mit dem Paar. Mehr und mehr, wenn auch sehr zäh, kommen einige Bewohner ins Spiel. -
Da sind z.b. zwei Schweizer, dann ein alter Schriftsteller, der Vermieter ihres Ferienhauses, ein Freund des Vaters des Commissario....und dessen Schwester. Sie spielen eine zwielichtige Rolle..., dann ist da ein schwarzer Händler, der am Strand entlang geschlendert, und dabei beobachtet wird, wie er das Paar beobachtet. -
U.a. wird auch bekannt, dass ein verdeckter Ermittler tätig ist. - Und die beiden Commissare werden zeitweise für diese gehalten, dann wieder für Mafia-Anhänger ……

Zwischen, bzw. in den einzelnen Dialogen kommen dann doch einige sehr interessante Sprüche von George Bernard Shaw vor: "Alles stößt einem früher oder später zu, wenn genügend Zeit ist." -

Oder an einer anderen Stelle: "Das Gefühl ist es, das den Menschen zum Denken anregt, und nicht das Denken, das ihn zum Fühlen anregt."

Erst in den letzten 50 Seiten gelingt es der Autorin, eine Spannung zu erzeugen, bis es zur Auflösung kommt. Aber bis dahin muss man erstmal gelesen haben.

 

 

Die Autorin

"Bevor Felicitas Mayall sich ganz der Schriftstellerei widmete, arbeite sie als Journalistin bei der >Süddeutschen Zeitung<.

Wenn sie nicht gerade in Italien für ihre Geschichten recherchiert oder mit ihrem Mann durch dessen australische Heimat reist, ist sie in ihrem Haus in der Nähe von München anzutreffen.

'Die Stunde der Zikaden' ist der sechste Band in der erfolgreichem Serie um die Münchner Kommissarin Laura Gottberg."

Klappentext
"Laura Gottberg und Commissario Guerrini verbringen ihren ersten gemeinsamen Urlaub im noblen Resort "Il Bosco" an der toskanischen Küste. Aber die Idylle hat schnell ein Ende, als Laura morgens beim Baden eine höchst unangenehme Erfahrung macht: Sie stößt im Meer mit einer Leiche zusammen. Guerrini will mit dem Vorfall nichts zu tun haben, schließlich sind sie im Urlaub. Doch nachdem der Tote auf mysteriöse Weise verschwindet und einer der Wächter des Ressorts ermordet wird, können Laura und Guerrini die Sache nicht mehr ignorieren. Die komplizierten und gefährlichen Ermittlungen, die von der Polizei ihres Urlaubsortes nicht gerade unterstützt werden, führen sie zu seltsamen Persönlichkeiten, darunter auch ein alter Bekannter... Der sechste Krimi von Felicitas Mayall "Stunde der Zikaden" spielt in der Toskana, eine der schönsten Gegenden Italiens. Diesmal steht eigentlich nicht der Job im Mittelpunkt, sondern der erste gemeinsame Urlaub - eine vorsichtige, aber zielgerichtete Annäherung zwischen den beiden Kollegen. Aber es kommt, wie es kommen muss, und so hat die Autorin in die Ferienidylle eine spannende Krimistory eingeflochten, in der es um mysteriöse Kunsthändler, starke Familienbande und verschwundene Leichen geht. Sie lässt uns einen Blick in die in Italien weit verbreiteten, privaten Anwesen werfen, die mit Zaun und Wachleuten hermetisch von der Öffentlichkeit abgeschottet werden und doch ein Spiegel der Gesellschaft "draußen" bleiben. Und sie baut ihre Figuren weiter aus, so dass wir nicht nur jede Menge über Angelos Kindheit und seine Familienverhältnisse erfahren, sondern auch die weitere Entwicklung ihrer Beziehung hautnah miterleben. Ein kritischer Blick auf das Italien Berlusconis und zugleich eine schöne Liebesgeschichte."

Meine abschließende Meinung
Insgesamt ist mir der ganze Roman zu langweilig. Die Schilderung der Landschaft, gut, die Schilderung der Liebesgeschichte, naja. Das geschieht millionenfach in Abermillionen Liebesromanen….. Die Spannung? - Ja, ist da. Aber so zäh wie Kaugummi. Schlicht: es geschieht was, aber sehr, sehr langsam. Warum ich das Buch fertig gelesen habe? - ich weiß es nicht, weil ich grade nichts anderes da hatte, oder nichts besonderes lesen wollte. -