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Klappentext:
"Jono Riley ist Schauspieler, Barkeeper und lange über das
Alter hinaus, in dem man sich noch Illusionen hingibt: Er weiß,
dass er sich viele Chancen im Hier und Jetzt vergibt, weil er lieber
in der Vergangenheit lebt und alten Träumen nachhängt. Als Jono
vom Tod seiner Jugendliebe Marie erfährt, wacht er endlich auf und
fasst den Entschluss in seine Heimatstadt zu reisen, um sich am
Sehnsuchtsort seiner Erinnerung gebührend von Marie und seiner Jugend
zu verabschieden. So hofft Jono, wieder frei für ein neues Leben
und eine neue Liebe zu werden. Die Reise lässt jedoch alte, längst
noch nicht verheilte Wunden wieder aufbrechen: Jono erinnert sich
an den furchtbaren Tag vor über vierzig Jahren, an dem Marie von
einem Unbekannten angeschossen worden war. Der Täter ist bis heute
nicht gefasst und Jono spürt intuitiv: Er muss den Schützen finden,
um seinen Frieden mit der Vergangenheit machen zu können. "
Meine kurze Interpretation des Inhalts:
Jono lebt in New York, als minimal bezahlter Schauspieler und Barkeeper.
Sein Leben ist ziemlich eintönig; er hat nach einigen gescheiterten
Beziehungen eine Freundin, die er auch liebt, aber irgendwie sich
nicht binden kann/will.
Und als er eines Tages die Nachricht bekommt, Marie, seine Freundin
aus Kinder- und Jugendtagen, sei verstorben, beschließt er dort
hinzufahren und die Stätten seiner Kindheit und Jugend (Rhode Island)
aufzusuchen.
Er nimmt sich einen Mietwagen und fährt hin, besucht alte Bekannte,
einige findet er andere nicht mehr. Jetzt folgen im Wechsel die
Schilderung der Geschichte, wie sie vor 40 Jahren geschah, und dann
wieder die heutige Geschichte.
So wird der Abend, wo Marie angeschossen wurde, als sie Schneeengel
am Wasserturm gemacht hatten, beide 11 oder 12 Jahre alt, geschildert,
wo Marie aber wieder aus dem Krankenhaus entlassen wird, die Kugel
bleibt, sie ist an einer sehr gefährlichen Stelle, und das Risiko
einer OP wäre viel zu groß.
Auch die vielen Geschehnisse in den Schulen dort, die verschiedenen
Gruppierungen in Rhode Island, East Rhode Island, werden sehr genau
geschildert, vor allem auch die Rugby-Spiele, oder ganz besonders
eine Gruppe, kleine Gangster, die einen unglaublichen Slang sprechen.
- -
Die verschiedenen Schichten sind natürlich alleine schon daran
zu erkennen, wo sich ihre Wohnungen oder Häuser befinden. Und wie
üblich sind Anfeindungen, körperliche Auseinandersetzungen an der
Tagesordnung.
An das alles erinnert sich Jono, und er sucht auch den damalig zuständigen
Polizisten auf. Er hatte gehört, dass bei der Obduktion von Maies
Leiche die Kugel entfernt worden war, es wurde von einer ‚Wanderkugel'
gesprochen, die eben in diesen 40 Jahren gewandert ist, und so plötzlich
zum Tod führte. Marie war einfach im Sessel gesessen, und gestorben,
ohne irgendeine Bewandtnis. Daher die Obduktion.
Jono recherchiert nun, und es waren noch weitere Schüsse damals
gewesen, aber niemals aufgeklärt worden, wer der Schütze war, und
die Sache ist im Sand verlaufen.
Jono kommt nun - auf vielen Irr- und Umwegen - der Sache näher,
und es wird jetzt zunehmend spannend. U.a. sucht er auch einige
aus dieser Jugendgang auf, die jetzt natürlich auch 40 Jahre älter
sind und eben die passenden ‚Karrieren' gemacht haben. Hier ein
Ausschnitt:
"……'Wer ist da?' knurrte er. - ‚Jono Riley', rief ich durch
die Tür. Die Tür flog auf, und der fette Poochy starrte mir finster
entgegen. Er trug einen goldfarbenen Jogginganzug, der an Bauch
und Oberschenkeln zu eng war. An seinem kleinen Finger blitzte ein
Diamant in der Sonne.
‚Wer hat dir gesagt, dass ich hier bin?' - ‚Die junge Dame, die
mir geöffnet hat' -- - ‚das ist meine Tochter. Du wirst sie da raushalten'
- ‚Wo raushalten?'
Er zog ein Handy aus der Gesäßtasche und drückte auf ein paar Tasten.
Dann hielt er das Telefon vor sich und schrie hinein..... "Du holst
das andere Pissgesicht aus dem Wagen, und dann schafft ihr eure
verkackten Ärsche sofort hierher!'
Wir starrten einander an und warteten, bis Howie Crosby und Allie
Ponserelli keuchend und zerzaust die Einfahrt heraufgerannt kamen.
Howie hielt seine Pistole in der Hand, und was Allie bei sich trug,
sah aus wie eine abgesägte Schrotflinte.
‚Stopp!' schrie Poochy. Jetzt standen sie atemlos unter uns an der
Treppe. Poochy deutet auf mich. ‚Diese Pissnelke klingelt an meiner
Haustür, redet mit Angela, kommt nach hinten spaziert und klopft
an meine gottverdammte Tür! Was habt ihr Sackgesichter gemacht?
Habt ihr gewichst?" -
‚Er hat sich rangeschlichen, der Scheißer', winselte Allie. - -
- - ‚Nein, das hat er nicht du saublödes, schwanzlutschendes Makkaroni-Arschloch.
Er ist hier einfach reinspaziert. Er hat an meine Scheißtür geklopft'…………."
Aber Jono recherchiert ja nicht alleine in diese Richtung, sondern
auch bei den damaligen Freunden, einige trifft er auch.
Das Ende der Geschichte ist zwar überraschend, aber der Leser wurde
da ja herangeführt, und so konnte ich mir das schon so ähnlich vorstellen.
Dass dann die Freundin von Jono auch anreist, nachdem er sie darum
gebeten hatte, schließt dann den Kreis, wo anfangs geschildert wird,
dass er sich nicht binden kann oder will, und wo das Ende dieser
Geschichte Jono dann von seinen Kindheits- und Jugenderlebnissen
befreit, und er somit auch endlich mit seiner Freundin zusammen
leben will, das ist nur das eine Ende, bzw. Fazit der implizierten
Kriminalgeschichte.
Mehr nicht vom Inhalt.
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"Bevor Ron McLarty mit "Die unglaubliche Reise des
Smithy Ide" international bekannt wurde, war er schon als Schauspieler
erfolgreich. Seinen Durchbruch als Schriftsteller verdankt er einer
hymnischen Rezension von Stephen King, der sein Talent als einer
der Ersten entdeckte. Ron McLarty arbeitete als Schauspieler beim
amerikanischen Fernsehen, widmete aber jede freie Minute seiner
eigentlichen Leidenschaft: dem Schreiben. Bis er eines Tages einer
Hörbuchverlegerin "Die unglaubliche Reise des Smithy Ide" zu lesen
gab. Die war so begeistert, dass sie den Roman als Hörbuch produzierte
- ohne dass es zuvor eine Buchfassung gegeben hätte. Das Hörbuch
fiel Stephen King in die Hände, der daraufhin einen enthusiastischen
Artikel in einer großen amerikanischen Zeitschrift schrieb mit dem
Titel: "Das beste Buch, das Sie nicht lesen können" - und damit
den Startschuss für die Buchveröffentlichung und eine der unglaublichsten
literarischen Erfolgsgeschichten der letzten Jahre gab."
(Klappentext)
Buchdaten:
Verlag: PeP eBooks
2009 1. Auflage
Seitenzahl: 304
Deutsch
ISBN-13: 9783641031756 ISBN-10: 3641031753
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Die
Geschichte beginnt ziemlich zähflüssig. Und das pausenlose Understatement
des Protagonisten nervte mich.
Da wird (in meinen Augen) krampfhaft in einer Sprache geschrieben,
die der Autor dem Protagonisten zumisst. Da redet er dann immer,
wenn er über sich spricht, von seinem Riesen-Quadratschädel, der
da auf seinem Hals sitzt, und das seine einzigen großen Taten eben
im Rugby-Spiel zu finden sind, wo er zweimal Staatsmeister (von
Rhode Island) wurde.
Wobei
in der ganzen Geschichte drei Sprachstile verwendet werden. - Zuerst
der ziemlich gewöhnliche des 50-jährigen Jono in New York, dann
der Slang der Kinder und Jugendlichen in Rhode Island vor 40 Jahren,
dann gegen Ende ein mehr normaler Stil, ein kleines bisschen anspruchsvoller.
Der
Hinweis, dass Stephen King den Autor so enthusiastisch gelobt hatte,
verführt natürlich schon dazu, dieses Buch zu lesen. Und es ist
ja eine sehr diffizile Krimi-Geschichte auch geworden.
Tja,
was konnte ich von diesem Roman mitnehmen……. nicht viel.
War ich am Anfang schon geneigt, das Buch wegzulegen, las ich eben
doch weiter, die Geschichte wurde dann doch unterhaltsam, vor allem
war sie sehr leicht zu lesen, und war ja auch nicht allzu umfangreich.
Der
Autor ging zwar ganz gut auf die psychischen Eigenheiten der Leute
ein, die Situation in Long Island, vor allem dieser Schicht, die
aus eingewanderten Portos (Portugiesen), Iren, Italienern besteht.
Dennoch bleibt der ganze Roman mittelmäßig, und alleine der Hinweis,
dass Stephan King den Autor mal für ein Hörbuch gelobt hatte, ändert
daran nichts.
Auffallend eben - über die ganze Geschichte - immer wieder der Slang,
die Kraftausdrücke, die wirklich seitenweise geschildert werden.
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