James A. Michener

 

 

*Zitat: "Der amerikanische Leutnant kehrt aus Japan in die USA zurück. Noch einmal gedenkt er des Mädchens Hana-ogi, von der er sich für immer trennen musste. So endet einer der schönsten, aber auch nachdenklich stimmendsten Liebesromane der zeitgenössischen Literatur. Vor dem Hintergrund der faszinierenden Landschaft und der rätselhaften Rituale des Lebens im Fernen Osten erzählt er vom wortlosen Verstehen zwischen Menschen verschiedener Völker.

Die Welt: "Mit der langsam aufkommenden Zuneigung des einstigen Kriegshelden zu einem Mädchen fremden Bluts, dessen Bruder als Kriegsverbrecher verurteilt, dessen Vater unter amerikanischen Bomben umgekommen ist und die selbst mit dem ganzen Seelenreichtum einer privaten Natur ausgestattet ist, tritt der Roman in die unermessbaren Gefilde reifer Tragik und bewegender Menschlichkeit." -*Zitatende.

 

Meine Zusammenfassung:
Lloyd wird von Korea nach Kobe in Japan versetzt. Initiiiert von dem Vater seiner amerikanischen Verlobten, einem General. Es soll quasi endlich die Hochzeit zwischen den beiden besprochen oder sogar vollzogen werden.

Ein GI seiner Kompanie ist mit einer Japanerin verlobt und die Hochzeit steht kurz bevor. Unter unwahrscheinlichen Schwierigkeiten war es gelungen, diese Hochzeit zu arrangieren. - Diesem GI war es nur mit Hilfe eines Kongressabgeordneten gelungen, diese Heiratserlaubnis zu bekommen, was natürlich vom Militär überhaupt nicht gern gesehen wird. Und es werden Hindernisse über Hindernisse eingebaut.

Grundsätzlich wird es total abgelehnt, dass amerikanische Soldaten, insbesondere Offiziere, japanische Frauen heiraten. Japanerinnen werden als Neger bezeichnet. Sollten sie wirklich eine Heirat durchsetzen, dann ist es nicht erlaubt, ihre japanische Ehefrau mit in die Staaten zu nehmen.

Lloyd fungiert auf die Bitte des GIs hin als Trauzeuge; er findet die Braut hässlich und kann gar nicht verstehen, was dieser GI an dieser hässlichen rundgesichtigen kleinen Frau überhaupt findet.

Lloyd begegnet eines Tages den zahlreichen Tänzerinnen und Schauspielerinnen, die alle wunderschön sind, wobei einige *Stars* der Schauspielerinnen und Tänzerinnen von den anderen Frauen regelrecht angebetet werden. Eine dieser Frauen ist Hana-ogi.

Mit Hilfe des GIs gelingt es Lloyd, sich mit dieser Frau zu treffen. Es ist sehr schwierig, auch sie darf sich nicht mit Amerikanern abgeben, also sie dürfen nicht zusammen gesehen werden. - Aber es gelingt ihnen, wieder mit Hilfe dieses GIs, sich doch ein Liebesnest zu schaffen und leben heimlich zusammen.
Sehr schwierig gestaltet sich die Verständigung, da er nicht japanisch spricht, und sie nicht amerikanisch. Sie finden irgendwie eine Verständigungsmöglichkeit, lernen auch, die Worte, die sie nicht verstehen, dennoch zu verstehen.
Sie leben zuletzt in einer kleinen Ecke des kleinen Hauses des GIs und seiner Frau, als der Befehl kommt, dass beide in die Staaten zurückversetzt werden. Und zwar bereits in den nächsten zwei Tagen.
Sie verbringen eine letzte Nacht, schlaflos, hoffnungslos.

Die japanische Frau des GIs ist schwanger, und er muss sie alleine zurücklassen, ihre Zukunft ist düster, es ist nicht abzusehen, ob sie sich danach je wiedersehen können, ob sie je in die Staaten einreisen darf. -
Der GI erschießt sich, seine Frau stößt sich ein Messer in die Brust, liegt über ihm, als sie gefunden werden.
Hana-ogi hat ihren Entschluss gefasst; selbst mit Einwilligung würde sie niemals Japan verlassen, und heiraten möchte sie Lloyd auch nicht. obwohl er ihre große und einzige Liebe ist. - Sie reist ab nach Tokio, er reist ab in die Staaten, er sieht sie nie wieder.

 

 

 

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James Albert Michener (* 3. Februar 1907; 16. Oktober 1997) war ein US-amerikanischer Schriftsteller.

Als Waise wuchs Michener bei seiner Pflegemutter Mabel Michener in Doylestown, Pennsylvania auf. Er arbeitete zunächst als Lehrer und als Lektor. Im zweiten Weltkrieg während seines Einsatzes im Südpazifik, entstand auf Espiritu Santo sein erstes Buch "Die Südsee", eine Sammlung von lose zusammenhängenden Kurzgeschichten. Für diesen Roman erhielt er 1948 den Pulitzerpreis.
Später wurde daraus das Broadway-Musical "South Pacific".

Michener schrieb zahlreiche weitere Romane, die sich zum größten Teil mit dem Leben in einem bestimmten Landstrich von den Anfängen bis zur Gegenwart beschäftigen. Diese Romane basieren auf historisch korrekten Informationen, während die meisten Hauptfiguren fiktiv sind.

Werke
Alaska
Karibik
Hawaii
Klondike
Mexiko
Der Adler und der Rabe
Die Kinder von Torremolinos
Dresden, Pennsylvania
Die Quelle
Die Bucht
Verheißene Erde
Sternenjäger
Die Brücken von Toko-Ri
Die Brücke von Andau
Karawanen der Nacht
Sayonara
Iberia
Mazurka
Frühlingsfeuer
Kent State
Havanna
Patrioten
Texas
Cenntenial

Sehr spannend von Anfang bis Ende und sehr einfühlsam erzählt Michener in der ihm eigenen Erzählweise diese Geschichte zwischen einem amerikanischen Leutnant und einer japanischen Schauspielerin/Tänzerin, eines GIs und seiner japanischen Ehefrau.

Die Sitten und Gebräuche Japans schildert er bis in alle Einzelheiten, aber ebenso auch die gesellschaftlichen, festgefahrenen Zwänge der amerikanischen Militärs.

Beide sind eigentlich unvereinbar miteinander. Beide lehnen sich gegenseitig ab und es mag tatsächlich in der Realität ähnlich zugegangen sein.

Ähnlich wird es sicher auch in Vietnam gewesen sein, oder auch in allen späteren Kriegsgebieten, wo die amerikanischen Soldaten und Offiziere stationiert waren/sind.

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