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Meine Zusammenfassung
"Ufo in Kushiro" nennt der Autor die erste Geschichte. Mager der
Anfang: Komuras Frau sitzt nach dem Beben 5 Tage stumm vor dem Fernseher
und reagiert auf nichts, dann verschwindet sie, hinterlässt einen
kurzen Brief, in dem sie ihm kurz und bündig hinterlässt, dass sie
nicht mehr mit ihm leben wolle. "Das Problem ist, dass du mir nichts
gibst", schrieb sie. "Um es noch deutlicher zu sagen: Du hast nichts
in dir, was du mir geben könntest. Du bist liebevoll, sympathisch
und siehst gut aus, aber mit dir zu leben, ist für mich, wie mit
einem Klumpen Luft zu leben. Doch das liegt natürlich nicht nur
an Dir. Bestimmt gibt es viele Frauen, die sich in Dich verlieben
würden. Versuch bitte nicht, mich anzurufen. Die Sachen, die ich
dagelassen habe, kannst du fortwerfen." Die Scheidung wird schriftlich
geregelt, er unterschreibt alles und reicht eine Woche Urlaub ein.
Er weiß aber nicht, was er in dieser Woche tun will. Da trifft er
auf einen Kollegen, Sasaki, der ihn fragt, ob er schon mal in Hokkaido
war, Komura verneint und geht auf den Vorschlag Sasakis, für ihn
ein Päckchen mit dorthin zu nehmen und es dort an seine Schwester
zu übergeben, ein. - Er fliegt nach Hokkaido. Die Schwester und
ihre Freundin holen ihn am Flughafen ab. Schließlich liegt er auf
dem Bett mit der Freundin der Frau Sasaki; auf die Frage, was denn
nun in dem Päckchen drin sei, sagt sie, " also, in dem Kästchen
war dein Inneres, und ohne es zu wissen hast du es selbst hierher
gebracht und eigenhändig Frau Sasaki übergeben. Jetzt wirst du es
niemals mehr zurückbekommen."
Mehr zu dieser
ersten Geschichte nicht.
In den folgenden
Geschichten geht es um ein Stillleben mit Bügeleisen. Der fast wie
ein Einsiedler lebende Myake ruft Junko an, er hätte genug Treibholz
am Strand es gäbe ein Lagerfeuer. Sie sagt das ihrem Lebensgefährten
Keisuke und sie machen sich auf zum Strand. Es ist mitten in der
Nacht. Keisuke hatte Myake kennengelernt, nachdem sie mit ihrem
Freund zusammengezogen war. Sie lebten nahe am Strand, und unweit
davon auch der Maler, Künstler, Myake. Sie freunden sich an, und
Myake erzählt ihnen vom Feuer. Wie es aufgebaut werden muss, damit
es leben kann, und das alles. - Und immer wenn Treibholz angeschwemmt
wird, ist Myake draußen und sammelt es auf, schichtet es nach seinen
gewissen Plan auf und zündet es an. Die Geschichte Myakes, dass
seine Familie im Erdbebengebiet lebt, die Geschichte von Keisuke
und Junko, und ihre Träume, alle haben etwas mit Erdbeben zu tun.
Als der Maler mal ein Bild zeigt, das er grade gemalt hat, "Stillleben
mit Bügeleisen", erklärt er wieso das so heißt. Weil eben in seinem
Zimmer nur dieses Bügeleisen steht, aber das macht nichts, das Bügeleisen
soll ja für etwas ganz anderes stehen.
In der nächsten
Geschichte geht es um Yoshia und seine Geschichte, um seine Mutter,
die 43 Jahre alt ist und immer noch bezaubernd, schlank und gut
aussieht. Er ist vaterlos aufgewachsen, weiß nicht wer sein Vater
ist. Die Mutter sagte ihm nur, sie sei noch sehr, sehr jung gewesen,
und sein Vater sei der Arzt gewesen, der ihr vorher bei zwei Abtreibungen
schon geholfen hatte und der ihr seine hundertprozentig sicheren
Verhütungsmittel empfahl. Sie schlief mit dem Arzt, mit dem Verhütungsmittel,
und wurde wieder schwanger. Da entschloss sie sich, dieses Mal das
Kind zu behalten. Dass dem Arzt ein Ohrläppchen fehlt, weiß Yoshia.
Als er eines Tages einem Mann begegnet, dem ein Ohrläppchen fehlt,
folgt er ihm. - - -
Jetzt kommt
eine Geschichte, die in Thailand spielt. Satsuki, eine Japanerin,
nimmt an einer Internationen Konferenz zur Funktion der Schilddrüse
in Bangkok teil. Ein Freund hat ihr für diese Reise einen ihm gut
bekannten Thailänder zugeteilt, der sie mit seinem Auto abholt und
überall hinbringt, was auch der Freund alles gebucht und geplant
hat. Der Thailänder ist der ehemalige Chauffeur eines norwegischen
Geschäftsmannes, der ihm nach seinen Tod seinen prachtvollen Mercedes
vermacht hat. Und damit fährt der Chauffeur Nimit nun Fremde zu
bestimmen Zielen, und führt. u.a. diesen Auftrag des Japaners aus,
der Japanerin den Aufenthalt sehr angenehm zu machen. Er fährt sie
dann täglich zu einem abgelegenen Schwimmbad, wo sie ganz alleine
ihre Bahnen schwimmen kann. In den Swinging Pool s der Hotels ist
das nicht möglich.
Am letzten
Tag fährt er sie dann zu einer Frau, die in einem nahen Dorf lebt.
Sie war keine Wahrsagerin, sondern sagte Träume voraus, erklärte
Nimit. Thema war, ob sie auf ihren Tod vorbereitet ist. - Nimit
sagte, er sei bereits zur Hälfte gestorben. Er rät Satsuki, sich
in Ruhe auf ihren Tod vorzubereiten, und je früher das wäre, desto
besser wäre es. - - -
In der nächsten
Geschichte geht es um einen Frosch, der Tokyo rettet. Als der Bankangestellte
Katagiri nachhause kommt, sitzt dort ein zwei Meter großer Frosch.
Im Laufe des Abends erzählt er ihm, dass im Kern der Erde ein zorniger
Wurm lebt, und wenn sein Zorn sehr groß wird, spuckt er ihn aus
und so kommt dann ein Erdbeben. Und an einem bestimmten Tag demnächst
soll dieses Erdbebenzentrum direkt unter der Bank sein, wo Katagiri
arbeitet. Und Frosch fragt ihn, ob er ihm hilft, Tokyo zu retten.
Und zwar wollen sie den Wurm, bevor er zuschlagen kann, vernichten.
Und Katagiri könne ihm die Räume öffnen, da er als stellvertretender
Leiter der Kreditabteilung der Filiale dieser Bank die Schlüssel
hat.
In der letzten
Geschichte erzählt Jumpei, (Jun) der kleinen Tochter von Sayoko
,Sara, von einem Bär, der soviel Honig findet, dass er ihn in einem
Eimer, den er auch gefunden hat, hinunter ins Dorf bringen kann
und verkaufen kann. Das Ende der Geschichte erzählt er noch nicht,
weil er kein gutes hat. Das überlegt er sich dann ganz am Ende.
Sayoko hatte
Jun am späten Abend angerufen, weil Sara wieder ihre schlimmen Träume
hat, sie träumt von einem spindeldürren alten großen "Erdbebenmann".
Und Jun kommt immer, er lebt alleine, schläft nachts auch wenig.
Sayoko lebt
mit Sara alleine, ihr Mann Takatsuki hatte sie verlassen. Vor ein
paar Jahren waren sie noch unzertrennliche drei Freunde gewesen,
aber eines Tages hatte Takatsuki eine andere und verließ Frau und
Kind.
Als sie sich
kennengelernt hatten an der Uni, hatte sich Jun schnell in Sayoko
verliebt, hielt sich aber mit Rücksicht auf seinen Freund zurück.
- Aber eines Tages überraschte Takatsuki Jun damit, dass er Sayoko
heiraten werde. Und jetzt wo Sayoko frei war, und er sie natürlich
immer noch liebte traute er sich nicht.
Am Ende bietet
dann das Ende der Bärengeschichte den Abschluss dieser letzten Geschichte.
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Daten zum Buch:
Verlag: Btb 2005 Seitenzahl: 155 btb Bd.73276 Deutsch
ISBN-13: 9783442732760 ISBN-10: 344273276X
Der Autor (aus Wikipedia)
"Haruki Murakami wurde 1949 in Ky?to geboren. Sein
Großvater väterlicherseits war buddhistischer Priester, der Großvater
mütterlicherseits Händler in ?saka. Murakami wuchs in einem Vorort
der Stadt K?be auf, in der beide Eltern japanische Literatur unterrichteten.
Schon früh interessierte er sich stärker für westliche Literatur
und Musik als für japanische und konnte diesem Interesse in der
international geprägten Hafenstadt K?be, in der auch die amerikanische
Marine stationiert war, problemlos nachgehen. Diese Vorliebe schlug
sich im späteren literarischen Werk Murakamis nieder, was in Japan
bisweilen kritisch beurteilt wird. Murakami studierte ab 1968 an
der Waseda-Universität Theaterwissenschaft und Drehbuchschreiben.
Seit 1971 ist er mit seiner Frau Yoko verheiratet. Mit dem Schreiben
begann Murakami laut eigener Aussage 1978, inspiriert durch einen
eindrucksvollen Schlag in einem Baseball-Spiel. 1979 und 1980 erschienen
seine beiden ersten Romane, Kaze no uta o kike (englisch: Hear the
wind sing) und 1973-nen no pinb?ru (englisch: Pinball, 1973), von
denen er sich später ausdrücklich distanzierte. 1984 verlegte er
mehrmals seinen Wohnsitz (Fujisawa, Tokio, ?iso), dann führten ihn
Reisen nach Italien und Griechenland. 1991 wurde er an der Princeton
University (New Jersey) zunächst Gastdozent, dann Gast-Professor.
Im Juli 1993 folgte er einem Ruf an die Tufts University in Medford,
Massachusetts. 1995 kehrte er nach Japan zurück und lebt seit 2001
in ?iso. Seine Preise: Für sein Schaffen wurde Murakami mit mehreren
Preisen ausgezeichnet, darunter folgende: 1979: Literaturpreis der
Gunz? Shimbun für Kaze no uta o kike 1982: Noma Bungei Shinjin-sh?
für Wilde Schafsjagd 1985: Tanizaki-Preis für Hard-Boiled Wonderland
und das Ende der Welt 1996: Yomiuri-Literaturpreis für Mister Aufziehvogel
2006: Asahi-Preis Am 30. August 2006 erhielt Murakami den mit 10.000
US-Dollar dotierten Franz-Kafka-Preis der Franz-Kafka-Gesellschaft
in Prag 2007 gewann er den Kiriyama-Preis für den Kurzgeschichtenband
Blinde Weide, schlafende Frau, nahm den Preis jedoch nicht an."
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