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Meine Zusammenfassung:
Pablo
Neruda erzählt sein Leben, geboren und aufgewachsen in Araukanien,
wo er sich als erstes an den Regen erinnert, an Wald, und schon
als Kind sieht er die Natur als was ganz Besonderes an.
Schon früh
beginnt er Gedichte zu schreiben. Er erzählt von seiner Studentenzeit,
wo der Hunger sein täglicher, monatelanger Begleiter war. Er
erzählt sein erstes Erlebnis mit einer Frau, die, viel älter
als er, ihn verführt, als er im Heu irgendwo nächtigt.
Und noch einige Ereignisse seines Liebeslebens.
Er wird noch
als ganz junger Mann nach Asien geschickt, als Konsul, wo er schnell
Einblick bekommt wie das so läuft mit diesen Konsulatsangestellten,
er hat kaum was zu tun, verdient auch recht wenig, schlägt
sich mehr schlecht als rechts durchs Leben. Er wird in einige Länder
geschickt, als eine seiner bedeutendsten Zeit erweist sich sein
Aufenthalt in Spanien.
Hier lernt
er viele bedeutende Dichter kennen, aus vielen Ländern und
natürlich auch aus Spanien, erlebt die Bürgerkriegssituation
der Francozeit, mit allen tragischen Ereignissen, Vertreibungen
usw., den Mord an seinem Freund, einem großen Dichter, der
politisch dem System nicht passte.
Nach Chile
zurückgekehrt wird er wiederum als Konsul nach Mexiko geschickt.
Dieses Land schildert er enthusiastisch in seiner Schönheit
und Einmaligkeit.
1945, Ende
des 2. Weltkriegs, wird er von Chile aus nach Paris geschickt, nachdem
bekannt geworden war, dass in Frankreich, Afrika usw. zahllose spanische
politische Flüchtlinge in Lagern eingesperrt sind. Zunächst
bekommt er den Auftrag, diesen ein Asyl in Chile anzubieten und
sie freizubekommen. Aber als er alles schon organisiert hatte, möchte
plötzlich der Auftraggeber davon nichts mehr wissen, Pablo
schafft es aber, diesen dazu zu bringen, seinen Auftrag zu erneuern,
um diese spanischen Flüchtlinge schließlich in Frankreich
einzuschiffen Richtung Chile.
Neruda war
längst überzeugter Kommunist geworden. Ist politisch immer
aktiv, schreibt unermüdlich seine Gedichte.
Er beginnt
auch sein *Großes Lied*, seine Arbeit daran wird aber unterbrochen.
Schließlich
sucht er sich ein Haus, wo er in Ruhe seine Dichtungen zu Papier
bringen möchte. Dieses Haus wird schließlich auch gebaut
für ihn, er hat aber kein Geld, bekommt aber von einem Verlag,
mit dem er einen Vertrag abschließt, die monatlichen Abzahlungen
als Vorleistung für seine literarische Tätigkeit.
Pablo Neruda
bekommt 1971 den Nobelpreis für Literatur verliehen.
Er starb 1973,
kurz nach dem Sturz Allendes.
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Hier ein kleiner Absatz über das Wort, der mir
sehr gut gefällt:
Das Wort …
...Alles was Sie wünschen, ja mein Herr, denn es
sind die Wörter, die singen, die steigen und fallen…Vor ihnen werfe
ich mich nieder…Ich liebe sie, ich schätze sie, verfolge sie, zerbeiße
sie, lasse sie im Mund zergehen…So sehr liebe ich die Wörter…Die
unerwarteten…Sie, die man gierig erwartet, belauert, bis sie plötzlich
fallen…Geliebte Vokabeln…Sie glänzen wie bunte Steine, hüpfen wie
Fische aus Platin, sind Schaum, Strahl, Metall und Tau… Manche Wörter
verfolge ich…Sie sind so schön, dass ich sie alle in meinem Gedicht
verwenden will…Ich fange sie im Flug, wenn sie summen, und halte
sie fest, reinige sie, schäle sie, setze mich vor den Teller, fühle
sie kristallin, zitternd, aus Ebenholz, pflanzlich, ölig, wie Früchte,
wie Algen, wie Achate, wie Oliven…Dann lasse ich sie kreisen, bewege
sie, schlürfe sie, verschlinge sie, zermalme sie, putze sie heraus,
befreie sie…Lasse sie wie Stalaktiten in meinem Gedicht, wie poliertes
Holz, wie Kohle, wie Strandgut, Geschenke der Wege…Alles ist im
Wort…..Eine Idee verändert sich, weil ein Wort von der Stelle gerückt
ist, weil ein anderes sich wie eine kleine Königin im Satz niederlässt,
der sie nicht erwartet hat und ihr nun gehorcht…Sie haben Dunkelheit,
Durchsichtigkeit, Gewicht, Federn, Haare, sie haben alles, was an
ihnen haften blieb auf der langen Irrfahrt durch den Fluss, auf
der langen Wanderschaft in ihrem Vaterland, während ihres langen
Wurzeldaseins...Sie sind uralt und blutjung…Sie leben im verborgenen
Sarg und in der kaum begonnenen Blüte…Welch gute Sprache die meine,
welch gute Zunge haben wir von den fürchterlichen Konquistadoren
ererbt… Mit Riesenschritten durchwanderten sie die gewaltigen Kordilleren,
die verwilderten Amerikas, auf der Suche nach Kartoffeln, nach Presskopf,
Bohnen, schwarzem Tabak, Gold, Mais, Spiegeleiern – mit jedem Heißhunger,
den die Welt nie mehr erlebt hat…Alles haben sie verschlungen, Religionen,
Pyramiden, Volksstämme. Abgötterei gleich der, die sie in ihren
großen Taschen trugen…Wo sie auftraten, hinterließen sie verheerte
Erde…Doch von den Stiefeln der Barbaren, von den Bärten, den Helmen,
den Hufen fielen wie Kiesel die leuchtenden Wörter, die uns blieben,
funkelnd…die Sprache. Am Ende verloren wir…Am Ende gewannen wir…Sie
nahmen Gold und ließen uns gold…Sie nahmen alles und ließen uns
alles. Sie ließen uns die Wörter.
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