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Meine Zusammenfassung:
Im Buch wechseln die Schilderungen von 2002 und 2007.
Das erste Kapitel
erzählt, wie ein Mann in Frankreich seinen Urlaub verbringt; er
lernt dort einen anderen Mann kennen, sie kommen sich nicht besonders
nahe, aber immerhin wird er eingeladen, in seinem Strandhaus zu
wohnen.
Die beiden
lernen dann zwei Paare kennen, auch aus Schweden kommend. Sie verbringen
einige Abend zusammen, essen zusammen, flirten auch, aber es geschieht
nichts Weltbewegendes. Als der Urlaub zu Ende ist, trennen sie sich,
und wie das so oft ist, bleiben nur ein paar Fotos. Ein Maler war
unter ihnen, von ihm bleiben einige Aquarelle, auch ein anonymesTagebuch
gibt es, aber alles gibt keinerlei Aufschluss über die Geschichte.
Es folgen dann
einige Kapitel von 2007, wo ein Polizist, Gunnar Barbarotti, gerade
als er in Urlaub fahren will, einen Brief erhält, an ihn persönlich
adressiert, wo ein anonymer Absender verkündet, dass er jemand töten
wird. -
Barbarotti
fährt in Urlaub, wo er seine Freundin trifft. Sie sprechen über
diese morbide Ankündigung usw., schließlich nimmt Barbarotti Kontakt
mit seiner Dienststelle auf, und sendet auch den Brief als Fax dorthin.
- Dieser angekündigte Mord kann nicht verhindert werden, weil am
nächsten Tag bereits ein Mann aufgefunden wird, ermordet.
Barbarotti kehrt schließlich früher als geplant aus seinem Urlaub
zurück. Es gehen dann noch zwei Briefe ein, immer nach dem demselben
Muster. Ankündigung eines Mordes. Und die Morde konnten nicht verhindert
werden, die Polizei hat keinerlei Anhaltspunkte, findet keine Verbindungen
zwischen den Opfern, und dadurch auch nicht von den Opfern zu dem
Täter.
Die Presse
schaltet sich ein, es gibt Zusammenstöße, wo Barbarotti einen Reporter
aus seiner Wohnung weist, das aber dann von diesem Boulevard-Blatt
so aufgebauscht und aufgemacht wird, als hätte er den Reporter verprügelt
und die Treppe hinuntergestoßen. Barbarotti wird daraufhin suspendiert.
Aber durch seine Kollegin wird er auch privat informiert und arbeitet
an dem Fall weiter.
Und zwischen
diesen Vorkommnissen kommt dann wieder ein Rückblick in das Jahr
2002, wo der Täter seine Erlebnisse berichtet. Es werden also nach
und nach wirklich 4 Personen ermordet, jede auf eine andere Art.
Die Mordkommission
hat zwar nach langen Recherchen eine vage Spur, aber der Täter bleibt
weiterhin im Dunkeln.
Als Barbarotti
eines Tages wieder in seine Wohnung zurückkehrt, ist in seiner Post
ein dicker Umschlag. Darin ist ein Bündel loser Blätter, Aufzeichnungen
einer Person, deren Name aber immer noch unbekannt ist; es ist der
Mörder. Der Inhalt der Zettel ist jetzt zu lesen, und ist eine Fortsetzung
der vorherigen Teile, wo über die Zeit vom Sommer 2002 in Frankreich
berichtet wird. Und jetzt kann man die ganze Geschichte lesen, die
sich vor 5 Jahren in Frankreich abgespielt hat, 6 Schweden. Zwei
Paare, und zwei alleine reisende Männer, wo der eine bei dem anderen
Unterkunft in dessen Sommerhaus bekommen hatte.
Ich schreibe
das jetzt ganz kurz, wie die Geschichte weitergeht und es zur Lösung
kommt. Wer das Buch lesen möchte, bitte nicht mehr weiter lesen.
Diese 6 Leute
hatten ein Boot gemietet, und wollten damit einen Ausflug machen.
Bereits ein paar Tage vorher hatte sich ihnen ein junges Mädchen
zugesellt, das mit einer Staffelei unterwegs war und die Gegend
und diese Gruppe malen wollte. Dieses Mädchen nehmen sie dann mit
auf das Boot und fahren los. Es kommt zu einem Wetterumschwung,
wo das Mädchen über Bord geht. Es war ein Unfall, also von niemand
gewollt.
Aber zwei (darunter der spätere Mörder) versuchen, das Mädchen zu
retten, was nicht gelingt. Sie bergen das tote Mädchen und beschließen
später, es zu begraben, und nichts der Polizei zu melden usw. -
Das Mädchen wohnte bei seiner Großmutter, sie hatten kein gutes
Verhältnis zueinander und die Großmutter ließ dem Mädchen weitgehendste
Freiheit, also wenn sie mal nicht nachhause kam, machte sie wenig
Aufhebens darum.
Der Mörder (einen Namen bekommt er nicht, also kann ich immer nur
von dem Mörder schreiben) soll das Mädchen vergraben, haben alle
beschlossen. Er trägt es dann ein Stück weg, gräbt ein Loch und
legt das Mädchen hinein. Für die anderen 5 ist diese Sache damit
erledigt. Als dann eines Tages die Großmutter auftaucht und den
Mörder fragt, wo das Mädchen ist, sie wusste, dass sie mit dieser
Gruppe auf das Meer hinausgefahren war, erschlägt er sie, sie alleine
wäre dem Geheimnis auf die Spur gekommen.
Beim letzten
Treffen mit dieser Gruppe erzählt der Mörder dann das mit der Großmutter,
und alle entsetzen sich, geben ihm erstens die Schuld am Tod des
Mädchens, und natürlich am Tod der Großmutter. Alle Erklärungen
seinerseits nutzen wenig, sie geben ihm die Schuld an allem. Als
er dann sagt, gut, er melde alles der Polizei, da lenkten sie ein,
und man kam überein, alles weiterhin geheim zu halten. Aber: er,
der Mörder, solle so schnell wie möglich abreisen. -Sie bieten ihm
dann an, ihn mit dem Auto in die nächst größere Stadt zu fahren,
wo er dann seine weitre Reise fortsetzen kann. - Sie wollen ihn
also so schnell wie möglich loswerden. (das alles stand in diesen
Zetteln aus dem Brief)
Um der Sache
näher nachzugehen, reisen dann 3 Polizisten nach Frankreich an diesen
Ort, wo das geschehen sein soll. Sie finden auch den Ort. -
Nur: von einem verschwundenen Mädchen und seiner Großmutter ist
dort nichts bekannt. Sie reisen wieder zurück, ohne darüber etwas
erfahren zu haben. Sie haben zwar die Ferienhäuser gesehen, auch
einige Leute getroffen, die die 6 Leute damals gesehen hatten, aber
sonst ist nicht viel zu erfahren.
Da bekommt
eines Tages Barbarotti wiederum einen dicken Briefumschlag geschickt,
mit losen Blättern, Aufzeichnungen des Mörders, wo er sich am Schluss
verabschiedet. Die Sendung kam aus Kairo. Alle lesen diese gesamten
Aufzeichnungen und immer mehr wird alles noch verworrener als es
schon ist, vor allem schleichen sich jetzt mehr oder weniger Zweifel
ein, ob diese ganze Geschichte Fiktion ist, bzw. ob daran überhaupt
irgendetwas wahr, ist, und was daran wahr ist, und vor allem: welche
Motivation könnte dahinter stehen??? Und das ist am Ende der Clou
dieses Romans, wo im letzten Teil die Spannung sehr zunimmt. Und
das lasse ich jetzt mal weg,
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"Hakan Nesser, geb. 1950, zählt zu
den beliebtesten Schriftstellern in seiner Heimat Schweden.
Derzeit lebt er in London.
Er bekam viele Auszeichnungen, seine
Bücher sind in 20 Sprachen übersetzt worden, und einige auch verfilmt
worden."
(dem Klappentext entnommen)
ein Zitat aus dem Buch:
"- - - - Doch, dass man das Leben nicht so betrachten
durfte, wie es Henrik Malmgren getan hatte, vielleicht war es so
einfach. Wenn das Dasein ein Spiel war, und das war ja wohl anzunehmen
- mindest aus gewissen Aspekten heraus - , dann hatte der Mensch
in die Rolle einer demütigen Spielfigur zu schlüpfen, nicht in die
des Spielleiters. Womit nicht gesagt war, dass er sich anderen Spielfiguren
unterwerfen musste oder Regeln, Anforderungen und Dummheiten akzeptieren,
die sich um deren eigene Existenz drehten. - - - "
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Der
Autor erzählt das alles am Anfang nicht grade wahnsinnig spannend,
er flechtet die Liebesgeschichte Barbarottis mit ein, auch Zusammenkünfte
Barbarottis mit einem Schulkameraden aus uralten Zeiten, der ziemlich
verschroben ganz alleine draußen am Wasser lebt, und den er auch
mal besucht, als er Ruhe für sich braucht und evtl. einen Rat. -
Die
Zusammenarbeit mit seiner Kollegin nimmt einen großen Raum ein,
und immer wieder die ganz normalen lapidaren Verhaltensweisen und
Geschehnisse bei einer Mordkommission.
Auch
in dieser Geschichte geht der Autor einen nicht alltäglichen Weg.
Die Frage, ob der Mörder schuldig ist, wer eigentlich wirklich schuld
ist, und warum und wie der Mörder sich so verhält, versucht der
Autor zu klären. - Falls die vom Mörder aufzeichnete Geschichte
überhaupt real ist. - - - -
Insgesamt
fiel mir aber nach dem Lesen dieses Romans auf, dass sehr viele
Einzelheiten eigentlich ohne Bezug zu dieser Geschichte stehen.
Da sind viele Ausschmückungen eingeflochten, die nicht nötig wären,
aber vermutlich dazu dienen, diesen Roman eben etwas in die Länge
zu ziehen. Z.B. diese ziemlich ausführlichen Schilderungen über
seinen Besuch bei diesem alten Schulfreund, der ein komischer Kauz
ist, aber dazu sehe ich gar keinen Bezug.
Und die private Geschichte um Barbarotti, wie er sein Verhältnis
zu seiner Freundin festigt, sein Verhältnis zu seinen eigenen drei
Kindern, und wo dann am Schluss er mit seinen drei Kindern, sie
mit ihren zwei Kindern zusammen in ein Haus ziehen - zumindest ist
das angeschnitten. - hat mit der Geschichte selbst gar nichts zu
tun.
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