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Meine Zusammenfassung
"Aus. Ende. Das Todesurteil. Die Bäume taumeln vorbei. Rasen, rasen
an den Rand er Welt. Dann hinunterstürzen --- wohin; Aus dem Außen
ins Innen, dort geht es weiter. Keine Lösung." - So beginnt die
Geschichte. Sie wird in zwei Formen erzählt. - Da die Protagonistin
einen Brief beginnt, wird der in Ich-Form wieder gegeben. - Hier
schreibt sie ihre Gefühle, Empfindungen, und Erlebnisse auf. Der
Brief ist zwar an ihre Schwester gerichtet, mit der sie seit Jahrzehnten
keinen Kontakt mehr hat, und dieser Brief wird von ihr nie abgeschickt,
das macht ……aber hier würde ich zuviel verraten.
Nora, die Protagonistin, ist auf dem Weg nachhause, grade hat sie
ihre Diagnose erfahren. - Nein, sie möchte keine OP mehr, nein sie
möchte auch keine Chemotherapie mehr. Das hat sie alles schon mal
durchgemacht vor einigen Jahren, und jetzt möchte sie nicht mehr.
-
Wie lange noch? Wie lange wird ihr Leben noch dauern? - Die Ärztin
meinte, Monate…. genau wisse sie es nicht.
Nora erinnert sich an ihre Freundin, Wangmo, eine Tibeterin die
in der Schweiz lebt, Witwe eines tibetischen Mönchs…. Nora hatte
den Kontakt zu ihr viele Jahre vernachlässigt, und jetzt nimmt sie
wieder Kontakt zu ihr auf…. Sie ist bei ihr in der Schweiz, und
hier mal eine Episode, als sie sich über die 17-jährige Katze von
Wangmo unterhalten:
"Frau Berta ist siebzehn Jahre alt, sagte Wangmo. - Im nächsten
Leben wird sie ein Mensch. - Nora lachte. - Woher weißt du das?
- - Die Lama sagen, dass ein Haustier, das liebevoll behandelt wurde
und das Menschenleben gut kennt, vom Menschenbereich angezogen und
deshalb als Mensch wiedergeboren wird. Es zieht einen immer das
an, was vertraut ist. Frau Berta kennt die Art der Menschen - im
Bettchen schlafen, aus Tellerchen essen, du weiß schon. Mäusefangen
war nie Teil ihres Lebens als Wohnungskatze. Ihre Aufgabe war, sich
lieben zu lassen Also wird sie sich für ihre menschliche Wiedergeburt
einen guten Haushalt suchen, wo es viel Liebe gibt. - - - …"
Nora und Wangmo reisen dann nach Tibet. Sie haben sich ein Haus
gemietet und Wangmo kennt sich ja aus, sie war öfter dort, ihr Mann
stammte von dort. Nora wird dort einem ‚Rinpoche' vorgestellt. Und
dieser Rinpoche wird zu ihrem persönlichen Rinpoche. - Sie besucht
ihn täglich.
Eine Unterhaltung zwischen ihnen möchte ich zitieren:
"Ich möchte das alles verstehen, hatte sie zum Rinpoche gesagt.
Ich gebe mir wirklich Mühe, aber ich kann es nicht. - Der Rinpoche
schaute sie eine Weile schweigend an, hüllte sie ein. - _"Studieren
ist gut, sagte. Nachdenken ist gut, verstehen ist gut. Aber dann
brauchst du das Nichtdenken, um tiefer zu verstehen. Meditation
ist nicht einfach Abschalten. Es ist ein Mittel, um tiefer zu verstehen.
Wenn der Geist sich ausruht, entsteht Raum für das wahre Verstehen…….."
Während diesen Wochen in Tibet hat Nora sehr viel Zeit zum Nachdenken,
auch ihren Brief an ihre Schwester schreibt sie weiter. Ihr geht
ihr ganzes Leben durch den Kopf. - Ihre wunderbare Beziehung, zu
einem Mann mit kleinem Sohn, sie waren verheiratet und sie war schwanger.
Da geschah das Unglück; sie verlor beide. Dann wieder einige andere
Beziehungen, die nur einen bitteren Nachgeschmack hinterließen.
Und auch die Geschichte mit ihrer Schwester fällt ihr immer wieder
ein, wie es dazu gekommen war, dass sie sich gegenseitig mieden,
keinerlei Kontakt mehr da war. Und die vielen Missverständnisse,
Fehlinterpretationen, Misserfolge kamen ihr in den Sinn.
Als sie wieder zurück aus Tibet ist, kehrte ihre Freundin Wangmo
wieder in die Schweiz zurück, wo sie als Lehrerin arbeitete; sie
hatten ausgemacht, dass sie die Freundin ruft, wenn es ‚soweit'
ist - - - .
Aus dem Brief an ihre Schwester: "Der Winter ist nah, mein Sterbewinter,
und jetzt räume ich auch mein äußeres Leben auf. Ich habe meinen
Atelier-Anteil an meine Partnerin verkauft und den Erlös Wangmo
geschenkt…………"
Interessant ist, dass der Sohn ihrer Schwester sie plötzlich aufsucht;
ein störrischer, unzugänglicher junger Mann. Aber irgendwie entsteht
ein Band zwischen ihnen. Und er besucht sie regelmäßig. Sagt zwar
kaum was, aber er kommt immer wieder.
Nora hat sich ihr Sterben interessant ausgedacht. Sie hat sich
ein Schiff, das ihr Sarg sein wird, in ihr Wohnzimmer aufstellen
lassen. Sie selbst liegt nur noch, ist oft abwesend, aber manchmal
doch noch richtig klar. - Da machen sie eine Party, wo alle ihre
Freunde eingeladen sind. Sie sollten den Sarg, also das Schiff schmücken,
bemalen usw. - -. Und das machen sie, und es wird eine lustige Party……
Und noch was Interessantes geschieht. Eine junge Frau suchte Nora
auf, sie hatte von einer Freundin von Nora erfahren, dass sie bald
sterben wird. Und sie fragt, ob sie das Sterben aufnehmen darf.
- Und so kommt sie fast täglich, sie stellt ihre Kamera unauffällig
auf, und sie unterhalten sich, und die Kamera nimmt alles auf. -
Zwischen dieser jungen Frau und Nora entsteht ein inniges Verhältnis,
und Nora nimmt die Kamera gar nicht mehr wahr. Und so hat sich ein
Kreis von Menschen um Nora gebildet, die sie sehr lieb gewinnt,
und sie ist für die Freunde eine wunderbare Freundin geworden. -
Als Normas Ende nur noch eine Frage von Tagen ist, trifft auch ihre
Freundin aus der Schweiz ein. - Die junge Filmerin ist auch da,
und alle ihre Freunde. - Es ist ein leichtes Sterben.
Ich habe vom Inhalt wirklich nur Bruchstücke hier aufgezeichnet;
grade genug, um Interesse an diesem Buch zu wecken. Es ist vielfältig
an Erlebnissen, Gedanken, Überlegungen, Weltanschauungen, religiösen
Riten und Gebräuchen.
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Die Autorin
Ulli Olvedi, geb. 1942, ist eine profunde Kennerin des tibetischen
Buddhismus.
Die Dokumentarfilmautorin, Lehrerin des Stillen
Qi Gong und Begründerin der Meditativen Energiearbeit, ist Autorin
zahlreicher erfolgreicher Bücher, außerdem Gründerin und Vorsitzende
des Vereins Tashi Delek. Gesellschaft zur Förderung der tibetisch-buddhistischen
Kultur im Exil.
2007 war sie Mitbegründerin der Akademie PANTA RHEI
für einen neuen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer.
Bisherige Romane u.a.:
Wie in einem Traum, 1998 Stimme des Zwielichts, 2000 Der Schrei
des Garuda, 2003
Buchdaten:
®Verlag: Pendo 2008 Seitenzahl: 284
Deutsch
ISBN-13: 9783866121829 ISBN-10: 3866121822
Klappentext:
"Tiefgründig und mutmachend: Vom Sterben und der Versöhnung mit
unserem Leben.
Der neue Roman von Bestseller-Autorin Ulli Olvedi.
Nora ist 68, als der Krebs sie wieder einholt. Voller
Angst, aber mit festem Willen, dem Tod offen und mit wachem Geist
zu begegnen, macht sie sich auf die letzte große Reise ihres Lebens.
Äußerlich nach Kathmandu innerlich auf die Suche nach Hilfe im Prozess
der Verbindung von Leben und Tod.
Ein eindrücklicher, ein spiritueller Roman über
das Sterben, das uns unweigerlich und mitunter schmerzlich vor die
Frage stellt, welchen Sinn wir unserem Leben geben. "
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