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Kurzbeschreibung (Klappentext)
Ausgerechnet an dem Tag, als sie ihm sagen wollte, dass sie ihn
durchschaut hat und von seiner Untreue weiß, musste ihr Mann
sterben. Das ganze Ausmaß seiner ehebrecherischen Eskapaden
erkennt Laura Baroncelli allerdings erst jetzt, nach seinem Tod. Da
sich auch Danièle, ihre Tochter, von ihr abgewandt und in die
gesellschaftliche Elite von Paris eingeheiratet hat, kann Laura keinen
Sinn mehr im Leben erkennen. Mit einer Rasierklinge in der Hand geht
sie ins Badezimmer. Ein großer Fußabdruck, den sie dort auf
den Marmorfließen sieht, zerreißt für Augenblicke den
Nebel ihres Lebensüberdrusses. Er gehört ganz offensichtlich
einem Mann, doch welchem? Und wie ist er heimlich in ihre Badezimmer
gekommen? In den folgenden Monaten erlebt Laura, wie ein Unbekannter
auf mysteriöse Weise in ihr Leben tritt. Laura beginnt, Fragen zu
stellen, denen sie früher ausgewichen ist, und nimmt sich
ungeahnte Freiheiten heraus. Und sie geht ungewöhnlichen
Träumen nach niemand weiß, ob sie Realität sind. Mit
der Leichtigkeit großer französischer Filme erzählt
Gabriel Osmonde aus dem Leben einer Frau zwischen Traum und
Wirklichkeit.
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Autorin
Nur
der Louvre wird besser gehütet als das Pseudonym dieser bekannten
französischen Autorin, die unerkannt bleiben möchte.
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Es wird hervorragend und feinfühlig
beschrieben, wie Laura, unzufrieden mit sich selbst, *gestraft* mit
ihrem ungeliebten Körper, eine Reise ins Licht beginnt und
auch schließlich am Ziel ankommt & &.Wirklichkeit und Traum sind
durcheinander gewürfelt, aber gerade das ist der Reiz dieser
wundervollen Geschichte, anspruchsvoll übersetzt aus dem
Französischen (und hier wird die wahre Autorin erkennbar,
jedenfalls für mich).
Und sehr interessante Einwürfe einiger Philosophen, die sie
einbindet, als sie von ihrem Studium erzählt, die *Wahrheiten*
dieser philosophischen Aussagen hinterfragt.
Hier ein kleiner Ausschnitt: Die Schönheit bestimmt sich als das
sinnliche Scheinen der Idee . Erneut liest sie dieses Zitat in ihren
Aufzeichnungen, klammert sich daran und versucht, in die schattigen
Labyrinthe abzuschweifen, die die Interpretation mitten in diesen
Sonnentag wirft. In einem dieser unterirdischen Stockwerke wird die
Idee zu Gott. Eine erbauliche Sackgasse, wo man, wie sie weiß,
herumkreisen kann, so wie man will, jedoch ohne nennenswertes Ergebnis.
Sie versucht es in eine andere Richtung: Der Körper eines jungen
Mannes ist schön, eine Lanze ist schön, also die Idee der
Schönheit, die die konkrete Materie übersteigt &. Sie kehrt
um, sucht einen gedanklichen Zufluchtsort, der sie, so wie sie ist,
aufnehmen würde, eine kleine versteckte Tür, die zu einem
Lichtflecken führt, wo sie beruhigt, von den Blicken der anderen
akzeptiert, mit sich selbst im Reinen, voranschreiten könnte.
Stattdessen stürzen ihre Gedanken in ihr Zimmer im Studentenheim,
stoßen gegen das Fenster, an dem ein junger Mann mit verdrehten
Augen und mit vor dem Unterleib gekreuzten Armen seinen Samen auf den
mit alten Flugblättern übersäten Boden tropfen
lässt & &.
Oder: Die große Metamorphose ihres Lebens war in tausende kleine
Neuheiten zerfallen, die durch Gewohnheit rasch vertraut wurden. Sie
lernte zum Beispiel die beiden Arten von Müdigkeit zu
unterscheiden, die ihren Mann befielen, wenn er von seinen Reisen aus
der Provinz zurückkehrte. Die Müdigkeit des erschöpften,
aber lächelnden Kriegers, und seltener, dieses Gesicht des von der
menschlichen Dummheit angewiderten Handelsvertreters &. Später
weiß sie dann, warum er diesen zufriedenen Gesichtsausdruck
hatte, er hatte diese Zeiten immer mit seinen jeweiligen Geliebten
verbracht &..
Und der Schluss: ".........Und vor allem, nur Verrückte konnten es
wagen, diesen Weg ins Nirgendwo einzuschlagen. Ja, der Wahnsinn hat
bereits Besitz von ihnen ergriffen. Sie werden also ohne Angst die
Schönheit dieses himmlischen Feuers bewundern können, das
für die Seelen, die brav bleiben wollen, tödlich ist.
- Die ersten Strahlen des entlammten Himmels beleuchten den Schnee wie seichte Wellen voller Smaragde...."
Alles in allem ein sehr anregendes, zu eigenem Nachdenken verführendes Buch, trotz des wenigen Geschehens sehr spannend.
Zur Schriftstellerin, die einen männlichen Namen als Pseudonym
nimmt &-.Gabriel ist doch ein männlicher Name oder? ich finde
leicht erkennbar, wer sie ist & &da müsste ich mich sehr
täuschen &.lacht. - aber ich verrate es nicht....
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