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Klappentext:
"Ein Fremder
kommt nach Kars, in die türkische Provinzstadt, die einmal zu Russland
gehört hat und dann von der Zeit vergessen wurde. Ka, so nennt er
sich, soll im Auftrag einer Istanbuler Zeitung eine merkwürdige
Serie von Selbstmorden untersuchen: Junge Mädchen haben sich umgebracht,
weil man sie zwang, das Kopftuch abzulegen. Insgeheim aber will
er vor allem Ipek wiedersehen, die schöne Freundin aus Studienzeiten.
Kaum hat er sich im
Hotel Schneepalast einquartiert, wollen ihn, den "Westler", der
lange im Exil in Deutschland gelebt hat, alle möglichen Leute für
sich gewinnen: Serda Bey, Besitzer einer Zeitung, die Nachrichten
bringt, noch bevor sie passiert sind, der Polizeipräsident, Ipeks
Exmann, der für das Amt des Bürgermeisters kandidiert, junge Heißsporne
aus der Vorbeter- und Predigerschule, schließlich auch ein charismatischer,
im Untergrund agierender Sprecher der Islamisten, der wie sich herausstellt,
der Geliebte von Ipeks Schwester ist.
Und an dem Abend, als Ka vor einer größeren Öffentlichkeit auftritt,
kommt es zu einem Putsch, inszeniert von einem Schauspieler, so
dass alle zunächst an einen Theatercoup glauben. Doch es intervenieren
echte Soldaten, es fließt echtes Blut, und keiner kann die Stadt
verlassen, weil es seit Tagen unaufhörlich schneit….
Im Zentrum von Pamuks
neuem Roman stehen die Frage nach der Identität (eines Individuums
oder auch einesVolkes) und der Konflikt der Türkei zwischen "Verwestlichung"
und Islamismus. Eingebettet sind diese Themen in einem raffinierten,
melancholischen Kriminalroman."
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Orhan Pamuk, 1952 in Istanbul geboren, studierte
Architektur und Journalismus und lebte mehrere Jahre in New York.
Für seine Romane erhielt er 1990 den Independent Foreign Fiction
Award, 1991 den Prix de la découverte europoéene und 2005 den Friedenspreis
des Deutschen Buchhandels, und 2006 den Nobelpreis für Literatur.
Pamuk lebt in Istanbul.
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Ich habe mein bisher drittes Buch, das ich von Pamuk lese, nicht
deshalb begonnen weil er den Nobelpreis bekommen hat, sondern weil
mich seine vorherigen Bücher neugierig gemacht haben.
Und
es ist wieder ganz anders. - Geschrieben in der für Pamuk typischen
Sprache, von Christoph K. Neumann m.E. hervorragend übersetzt. Es
ist nicht einfach ein Kriminalroman, sondern beinhaltet (wie immer
bei Pamuk) sehr viele kulturelle, politische und soziologische Einzelheiten
und Ansichten, Darstellungen, Klarstellungen, Erklärungen, Bedeutungen
u.v.m.
Es
ist sehr schön zu lesen, ein feiner Spannungsbogen von Anfang an…..
(wird noch fertiggestellt, wenn ich das buch ganz ausgelesen habe)
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