|

Meine Zusammenfassung:
Die Handlung beginnt in einer kleinen Siedlung inmitten der kanadischen
Wildnis, in Dove River. Und mit dem Winter kommen auch die Wölfe
nach Caulfield und die fast unerträgliche Kälte ertragen die europäischen
Neueinwanderer meistens mit Branntwein. Arbeit haben sie zunächst
auch nicht. Konflikte mit den Eingeborenen sind auch häufig, und
sie haben großes Heimweh.
Es sind auch
Pelzjäger unter ihnen, einer davon ist Jammet, und eines Tages wird
Laurent Jammet ermordet in seinem Bett in seiner Hütte aufgefunden.
In der gleichen Nacht verschwindet auch der 17-jährige Francis Ross.
Er wollte in dieser Nacht seinen Freund Jammet besuchen, findet
ihn aber tot auf. Er lebt mit seinen Adoptiveltern auch in diesem
Ort. Aber die Eltern haben zu ihren Sohn keine Beziehung, jeder
lebt sein eigenes Leben.
Francis begibt
sich nun auf die Suche nach dem Mörder. Da er gleichzeitig mit dem
entdeckten Mord verschwindet, wird er eben für sehr verdächtig gehalten.
Später ist dann zu erfahren, dass Jammet und Francis eine Art homosexueller
Beziehung hatten, und Francis dann, nachdem Jammet ermordet aufgefunden
worden war, ein in ein Papier eingewickeltes geheimnisvolles Knochenplättchen
gefunden hatte. Aus diesem Plättchen könnte hervorgehen, dass die
Indianer schon vor langer Zeit über eine sogenannte "schriftliche
Kultur" verfügt hatten, was noch niemals weder bewiesen noch festgestellt
worden war. -
Francis hatte
dann diese Sachen an sich genommen und versteckt, das Geld hat er
an sich genommen. Hinter diesem waren noch andere her, und es wird
auch die Agitation vom Jammet geschildert, wo er unterwegs ist und
seine Felle verkauft und Kontakte mit allerlei undurchsichtigen
Gestalten hat.
Da bei den Untersuchungen dieses Mordes festgestellt wurde, dass
das Vermögen des Ermordeten, (Pelze, Geld usw.) nicht mehr da ist,
gehen sie von einem Raubmord aus.
Die Mutter
von Francis macht sich schließlich auf den Weg, folgt den Fußspuren
ihres Adoptivsohnes in die kanadische Wildnis, wo nachts die Wölfe
heulen - - - .
Aber sie bekommt
einen Begleiter: ein von der Company wegen Mordverdacht in einer
anderen Mordsache in Gewahrsam genommener Mann, indianischer Abstammung,
wird von dem Bewacher freigelassen und geht mit ihr. Die beiden
wandern nun unter oft grausamen Bedingungen durch die Wildnis.
Sie kommen auch irgendwann in einer Siedlung im Norden an, wo norwegische
Einwanderer leben, ziemlich abgelegen und für sich, einige Familien,
miteinander verwand oder verschwägert, und werden dort aufgenommen
und versorgt.
Und dort befindet sich auch schon Francis, der auch von diesen Leuten
gefunden worden war, mehr tot als lebendig. Er war total erschöpft
und fast erfroren von den Norwegern gerettet worden. Es entwickelt
sich auch eine Liebesgeschichte zwischen Francis einem Mädchen,
das auch dort aufgenommen wurde und das den Auftrag hatte, sich
um Francis zu kümmern, der tagelang mehr oder weniger ohne Bewusstsein
in einer Kammer im Bett gelegen hatte, –bleibt aber platonisch,
dieses Mädchen ist bereits verheiratet mit einem Mann und hat zwei
Kinder.
Diese Zwischengeschichte
wird geschildert, wie das Mädchen schließlich nach langen Überlegungen
beschließt, zusammen mit Francis das Dorf, ihren Mann und ihre Kinder
zu verlassen. – Als der Mann von dem Mädchen dahinter kommt, hängt
er sich auf.
Es sind dann
einige Suchtrupps unterwegs. Von der Company ein Polizist mit seinem
indianischen Begleiter, der den entlaufen Sträfling verfolgt, bzw.
auch Francis, weil beide verdächtig sind. Dann bricht auch noch
Francis' Mann mit anderen auf, um nach seiner Frau zu suchen - -
-
So sind also
mehrere Suchtrupps unterwegs, treffen sich teilweise, gehen von
dort aus wieder auf weitere Suchen, erleben schlimmste Kälte- und
Witterungseinbrüche, mitten in der Wildnis, Wölfe, die nahe kommen.
Aber wie die
Eingeborenen sagen: von Wölfen geht direkt keine Gefahr aus, die
greifen Menschen nicht an. Und es wird auch eine Szene geschildert,
wo der Junge unterwegs ist, fast am Erfrieren, und wo sich ein Wolf
neben ihn legt, und ihn wärmt - - - ihm praktisch das Leben rettet.
Die Schilderungen
sind alle sehr spannend und interessant, und diese ganzen Suchtrupps,
die sich dann teilweise wiederum in einer anderen Company zufällig
treffen, von dort aus wieder weiter auf eine Suche gehen nach dem
Mörder, den inzwischen einige kennen.
Es sind zahlreiche
Geschichten eingeflochten, interessante Verbindungen usw. – auch
die Geschichte dieses Indianers, der Geschäfte mit den Pelzhändlern
macht und viel mehr weiß als es den meisten lieb ist. – Und zum
Schluss wird auch der Mörder gefunden.
Aber es überleben nicht alle Leute, es geht oft rau und gefährlich
zu.
Und mehr bzw. Genaueres möchte ich nicht erzählen, falls jemand
das Buch lesen möchte, wäre sonst der Spaß teilweise verdorben.
Ich meine wirklich teilweise, weil auch ohne diese ganzen Geschichten
die Schilderung der Landschaft – das Umgehen mit der Wildnis und
den Wölfen – alleine schon lesenswert ist.
|
|
Stef Penney wurde 1970 in Edinburgh geboren. Sie
studierte Philosophie und Theologie, bevor sie sich ganz auf das
Filmemachen konzentrierte und ein komplettes Film- und Fernseh-Studium
mit Auszeichnung absolvierte. Mittlerweile hat Stef Penney zwei
Filme abgedreht, für die sie auch das Drehbuch schrieb. "Die Zärtlichkeit
der Wölfe" ist ihr Debütroman, der mit dem renommierten Costa Book
Award 2006 ausgezeichnet wurde.
|