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Einige Auszüge:
"Der mentale Raum übersteigt unsere Vorstellungskraft.
Jede der 100 Milliarden Zellen eines einzelnen Gehirns baut Tausende
von Verbindungen auf. Die Intensität und das Wesen dieser Verbindungen
verändert sich mit jedem äußeren Reiz, mit jeder Erfahrung. Jedes
Gehirn ist einmalig und kann mehr individuelle Gestalten annehmen,
als es Elementarteilchen im Universum gibt…..Wenn man eine zufällige
Gruppe von Neurowissenschaftlern befragte, was wir über die Herausbildung
des Ichs im Gehirn wissen, müssten die Besten unter ihnen antworten:
‚So gut wie nichts' ........"
"……………..Der farbenblinde Synästhetiker Edward aber
war ein besonderer Fall. Wenn er die Zahl Eins erblickte, hörte
oder nur an sie dachte, sah er Weiß. Die Zweien schwammen in einem
Meer von Blau. Jede Zahl w a r eine Farbe, so wie Honig süß war
oder eine kleine Sekunde ein unmelodisches Intervall in der Musik.
Das Problem waren die Fünfen und Neunen. Edward nannte sie "außerirdische
Farben", Farben, die er nie zuvor gesehen hatte. …………………"
"……………..Heiliger Himmel, Mann. Ist das nicht unglaublich?
Wir leben im Zeitalter der Massenhypnose. Solange wir brav applaudieren
und immer schön glauben, was man uns erzählt, werden die Industriekapitäne
für uns sorgen. ……………"
"………………….als wäre ich eins von seinen Tieren, er
ist nämlich ein großer Beobachter, müssen Sie wissen. Er findet
wilde Tiere, die normal Sterbliche nie sehen würden. Sachen, von
denen Sie und ich nicht einmal wissen, dass sie existieren….. ………………………"
" …………vermutlich konnte die klassische Analyse
hier mehr ausrichten als die funktionelle Magnetresonanztomographie.
Hier ging es mit Sicherheit um mehr als eine Störung bei der Objekterkennung
infolge einer beschädigten Verbindung zwischen vertralem und donalem
Pfad. Aber was bedeutete das psychologisch? Nichts weiter als ein
Vorgang, der sich noch nicht mit den Mitteln der Neurobiologie erklären
ließ. ………………………"
"……..Er hatte immer an Blakes ‚Giftbaum' geglaubt:
‚Begrabe einen Traum, wenn du ihn nähren willst. Bring ihn um, indem
du ihn ans Licht holst'…………………."
Zunächst
habe ich es angelesen, und dann weggelegt. Es schien mir irgendwie
langweilig, also nicht interessant für mich. Als ich es dann aber
mal weiter las, nachdem ich ein anderes Buch zwischendurch gelesen
hatte, fand ich bald den Einstieg, und es interessierte mich zunehmend
mehr, ja es wurde sogar immer spannender.
Es
laufen in der Hauptsache zwei Geschichten (neben vielen Nebengeschichten),
und zwar die des Verletzten Mark, und die des Hirnforschers Walter,
nebeneinander.
Bei Mark bessert sich die Situation insoweit, dass er wieder sprechen
kann, und auch nach einigen Monaten nachhause entlassen werden kann;
zwar noch lange nicht geheilt, aber er kann in seinem Haus Leben,
wenn auch nur, weil er betreut wird von seiner Schwester und seinen
Freunden.
Und
das Problem ist bei Mark, dass er in seiner Schwester (Karin) eine
Agentin sieht, also eine Doppelgängerin, die seine Schwester spielen
soll. Und nach und nach sieht er in fast allem was ihn umgibt, eigens
für ihn konstruierte Gestalten, was so weit geht, dass er selbst
sein Haus, die Straße und alles was ihn umgibt, als eigens für ihn
konstruiert ansieht. Und sich dadurch verfolgt fühlt. Er traut fast
niemand mehr und verstrickt sich immer mehr in seine Wahnideen.
Karin
hatte an den Hirnforscher Walter eine E-Mail geschrieben und ihm
den Fall kurz geschildert, schon, als Mark noch im Krankenhaus war.
Walter war aus New York angereist und hatte sich den Fall angesehen,
d.h. mit Mark und der Schwester (Karin) Ärzten usw. gesprochen.
Seine Empfehlung, als er wieder abreiste, war lediglich "kognitive
Verhaltenstherapie (KVT).
Diese KVT begann Mark auch, nachdem er nachhause entlassen worden
war. Aber seine Wahnideen verstärkten sich noch, und diese KVT zeigte
überhaupt keinen Erfolg, bzw. wurde, auch von Marks Schwester, als
unwirksam angesehen. Und das teilte Karin wieder per E-Mail dem
Forscher Walter mit. Der zunächst die Mail nicht beachtete, aber
nach einigen Monaten, wo er zwischenzeitlich auf einer Reise nach
Australien an sich selbst seltsame Reaktionen seines eigenen Gehirns
festgestellt hatte, beschloss Walter, nochmal nach Nebraska zu reisen,
und Mark und Karin aufzusuchen.
Weber
hatte zwischenzeitlich von einem Medikament gelesen, das versprach,
auch im Falle von Mark evtl. erfolgreich zu wirken. Er ließ Mark
dieses Medikament nach Rücksprache mit dem behandelndem Klinikarzt
verordnen , und Mark begann es einzunehmen.
Aber
es hat unvorhersehbare Folgen, die darin gipfeln, dass Mark plötzlich
meint er wäre tot, und er würde es nur nicht wissen. Er beschließt,
das nun richtig zu machen und nimmt eine Überdosis, wird in die
Klinik eingeliefert und überlebt.
Aber
Weber und Karin trafen sich inzwischen und verbringen draußen im
kahlen, eiskalten Feld, die Ankunft der Kraniche…..
Makaber,
aber auch interessant ist, dass alle Beteiligten eine Veränderung
ihres Ichs erfahren. Selbst der Forscher und berühmte Autor über
Hirnforschung erlebt eine sehr seltsame Veränderung seines Wesens.
Und Karin, aber auch ihr Freund, Daniel, erfahren große Änderungen…
Z.B.
lernt Weber auch die angebliche Pflegehelferin Barbara kennen, die
einen überraschend hohen Bildungsstand betreffend neurologischer
Probleme erkennen lässt. - Und: er fühlt sich zu dieser Barbara
derart hingezogen, ja er fühlt in ihr das Innerste von ihm selbst…….
Das
Geheimnis um Barbara wird erst gegen Ende des Buchs gelüftet. Denn
Daniel, der Mitarbeiter der Kranich-Umwelt-Schutzorganisation, erkannte
in ihr jemand, der sich wegen dieser Umweltsituation mal mit ihm
in Verbindung gesetzt hatte. Also sie bleibt undurchsichtig…
Und
erst später, als sie sich outet, erfährt man, dass sie
ursprünglich eine Journalistin ist, die sich mit dem Problem
der Umwelt, in diesem Fall mit der Situation der Kraniche in diesem
Naturschutzgebiet befasst hatte, und erkannt hatte, dass sie keinerlei
Änderung bewirken kann, mit nichts.....
Und
in diesem Zustand der Verzweiflung hatte sie ihren Wagen abgestellt,
und sich dem entgegenkommenden Wagen, dem Wagen von Mark, in den
Weg mitten auf die Straße gestellt....und sie erschien Mark
als weiße Säule....
Da
war ein Zettel, der von Karin in der Nacht nach dem Unfall auf dem
Nachttisch in der Intensivstation bei Mark gefunden wurde: In krakeliger
Schrift stand da:
"Ich
bin Niemand aber
Heute Nacht auf der North Line Road
Führte GOTT mich zu dir
Damit Du Leben kannst
Und jemand anderen zurückholen."
Diesen
Zettel hatte sich Mark laminieren lassen, dass er erhalten bleibt.
Er betrachtete diesen Satz als Hinweis von jemand, den er nicht
kennt, der aber wissen muss, was mit ihm in dieser Nacht geschehen
war.
Der
Zettel war so entstanden: Barbara hatte nach dem Verständigen des
Rettungswagens Mark im KH aufgesucht; sie hatte sich als Schwester
des Schwerverletzten ausgegeben. Sie kam an sein Bett, er war noch
bei Bewusstsein und er erkannte sie als diese weiße Säule, der er
auf der Straße ausgewichen war.
Er ist noch nicht im Koma, das wird später kommen, wenn sein übererregtes
Hirn sich selbst vergiftet. Er sieht sie als Geist, als übernatürliches
Wesen, auferstanden von den Toten…… Er möchte was sagen, kann aber
nicht, und sie gibt ihm einen Zettel, und er selbst schreibt also
diese Sätze auf diesen Zettel….. mit seiner zerschundenen Hand,
die nicht die seine ist. Während sie liest, trifft ein greller Blitz
seine rechte Gehirnhälfte, mit einem erstickten Schrei fällt er
zurück auf sein Bett und bleibt reglos liegen………………..
Dieses
Geschehnis wird ganz am Ende des Buchs geschildert, löst also das
meiste auf. Barbara sucht nach ihrer Begegnung mit Weber und ihrem
Geständnis ihm gegenüber Mark im Krankenhaus auf, gibt sich zu erkennen.
Mark ist mittlerweile aus dem Koma wieder erwacht, in das er gefallen
war, nach der Überdosis des Medikaments…..
Und als später Karin ihn besucht, erkennt er in ihr auch seine Schwester,
also seine Wahnvorstellungen scheinen vorbei zu sein.
Diese
Geschehnisse haben aus allen Beteiligten andere Menschen gemacht.
Ein sehr großer Wandel war mit Weber, dem Wissenschaftler geschehen.
Einiges ist aus den Auszügen oben zu sehen, Alles ist nicht möglich,
in ein paar Zeilen zu erklären. . ..
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