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Klappentext:
"Am Tag ihrer Erstkommunion kann Sophie noch ganz auf Gott vertrauen.
Auch wenn das elfjährige Mädchen die lateinischen Worte ihres eigenen
Gebets nicht verstehen kann, so glaubt sie doch, dass das Leben
im Schoß der Kirche glücklich werden kann. "Während sie durch den
Irrgarten der labyrinthischen Verse schnurrte, fühlte sie sich,
wie wenn sie durch das Buchsbaumlabyrinth lief, das Baron de Laterre
im Schlosspark angelegt hatte", heißt es in Peter Pranges Roman
Die Philosophin: "Man schien ganz darin verloren, ohne Hoffnung,
je ans Ende zu gelangen, doch wenn man einfach drauflos sauste,
schaffte man es irgendwo doch." Doch dann wird das Leben doch noch
labyrinthischer als Sophie gedacht hat. Denn die Protagonistin lebt
in einer gottlosen Zeit, die keine Autoritäten mehr anerkennen will,
im Paris gegen Ende des 18. Jahrhunderts, am Vorabend der Französischen
Revolution. Hier trifft Sophie den Aufklärer Denis Diderot, der
gerade am größten und gewagtesten Buchprojekt der Geschichte arbeitet:
der allumfassenden Enzyklopädie, die Kirche und Staat zu bedrohen
scheint. Und schon ist Sophie mitten drin in einer Geschichte rund
um Liebe, Verrat und persönliche Freiheit und um die Suche nach
dem Glück des Lebens. Sophie Volland stand jahrzehntelang an der
Seite von Diderot, der zahlreiche Briefe an sie schrieb. Dass sie
gelebt hat und nicht nur eine Fiktion des großen Denkers war, wissen
wir nur aus ihrem Testament. Aus diesem dürftigen Material hat sich
Bestseller-Autor Prange (Das Bernstein-Amulett, Die Principessa)
einen faszinierenden Roman gemacht, der die Zeit des großen Umbruchs
der Weltgeschichte anhand eines Einzelschicksals lebendig werden
lässt."
Meine Zusammenfassung
Paris, 1747. Von Gott und den Menschen verraten, gerät Sophie in
die riesige Hauptstadt des Königreichs. Um zu überleben, arbeitet
sie im Café »Procope«, Treffpunkt der Freidenker und Aufrührer.
Gegen ihren Willen verliebt sie sich in einen Gast: Denis Diderot.
Der Philosoph plant das gefährlichste Buch der Welt seit der Bibel,
eine Enzyklopädie mit dem ganzen Wissen der Menschheit - Sprengstoff
für die morsche Monarchie. Schon bald begreift Sophie, dass es dabei
um viel mehr geht als nur um ein Buch. Es geht um ihr eigenes Leben,
ihr Recht auf Freiheit, Liebe und Glück. Sophie ist von den neuen
Ideen gleichzeitig fasziniert und verängstigt. Verfolgt von einem
schrecklichen Kindheitserlebnis, bei dem sie ihre Mutter verlor,
glaubt sie, dass Frauen wie sie weder lesen noch schreiben dürfen
- und erst recht nicht lieben.
Sophie und Diderot arbeiten über Monate Tag und Nacht an dieser
Übersetzung der Enzyklopädie aus England. Und viele Teile oder Forumulierungen
etc. stammen sogar von ihr. Als Diderot verhaftet wird, und die
Druckerei und alles was bisher erarbeitet wurde in höchster Gefahr
sind, auch vernichtet zu werden, rettet sie die wichtigsten Bücher,
setzt ihr Leben aufs Spiel. In dieser Enzyklopädie soll ja nichts
Hochwissenschaftliches behandelt werden; sondern ganz einfach über
alles und jedes Informationen zusammengetragen werden, mit Zeichnung,
Abbildungen usw. - wie wir das heute als selbstverständlich kennen.
Entsetzt wird sie Zeugin, wie die Bücher der Philosophen auf dem
Scheiterhaufen brennen. Soll sie trotzdem ihrem Herzen folgen? Hin-
und hergerissen zwischen Verstand und Gefühl, führt ihr Weg sie
durch alle Schichten der Gesellschaft. Sie glaubt sich von ihrem
Geliebten verraten und hält doch an ihrer Liebe fest.
Als Vorleserin der Marquise de Pompadour, der ebenso schönen wie
intelligenten Maitresse des Königs, begegnet sie am Hof von Versailles
dem obersten Zensor Frankreichs. In ihm findet sie einen unerwarteten
Verbündeten im Kampf für die Enzyklopädie - ohne zu ahnen, dass
sie mit diesem Mann längst in einer geheimnisvollen, tragischen
Beziehung steht. - -
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Peter Prange,
geboren 1955,
promovierte nach dem Studium der Romanistik, Germanistik
und Philosophie mit einer Arbeit zur Sittengeschichte der Aufklärung.
Seit dem Erfolg seines deutsch-deutschen Familienromans "Das Bernstein-Amulett"
lebt er als freier Schriftsteller in Tübingen.
Sein letzter Roman "Die Principessa" stand monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste.
Daten zum Buch: ISBN: 342662771X Verlag: München, Knaur Taschenbuchverlag,
2004.
Sprache: Deutsch
557 Seiten Preis unterschiedlich, zwischen 1-10 Euro in etwa
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Meine
Meinung
Meint man anfangs, die Geschichte sei etwas trivial, so wird man
eines Besseren belehrt, wenn man weiter liest. - - - da sind Gespräche
in dem Lokal, in dem Sophie arbeitet, zwischen Diderot und J.J.
Rousseau, da geht es um die Erstellung einer Enzyklopädie - - -
was als Frevel gilt und zum König über die Pompadour über einen
Gegner dieser neuen *Geisterwirtschaft*...gelangt. - - - -
Die
Übersetzung eines englischen Wörterbuchs wäre ok, aber dass jetzt
*diese Verschwörer* tatsächlich eine eigene Enzyklopädie schreiben
wollen, mit Wissen von A - Z - wird als Ketzerei gegen die Bibel,
die Gesetze der Kirche, und damit auch den König gesehen.
Sophie,
die ja lesen kann, was auch als *Sünde* gilt, wird von Diderot angesprochen,
den sie vom Lokal her kennt...
Ein
sehr spannend geschriebener Roman, im Paris des achtzehnten Jahrhunderts
spielend .....und enthält durchaus denkbare Unterhaltungen z.B.
zwischen eines Rousseau und eines Diderot - - - Die Einzelheiten
sind natürilch geschönt, und die Handlung dazu erfunden, logisch,
aber erscheint alles logisch....und ist in Romanen ja üblich. Dennoch
ist viel Geschichte drin, und vor allem über die *Aufklärung* ist
viel zu lesen. Obwohl *man* das alles natürlich weiß (wenn nicht,
auch nicht schlimm, dann weiß man nach dem Lesen dieses Buchs wenigstens
einiges!!)
In
der Erinnerung: war ein super-tolles Buch!!! Mit sehr viel Informationen,
wenn auch phantasievoll ausgeschmückt - zwar ein dicker Wälzer,
aber derart spannend, dass man das gar nicht bemerkt, es liest sie
sehr leicht und schön, weil es bis zur letzten Zeile hochinteressant
ist!! Enzyklopädie ?? HEXENWERK!!
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