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Klappentext:
"Trunkenbolde, Schmuggler, Raffzähne: Seine Verwandtschaft kann
man sich nicht aussuchen. Als Großmutter Bjork ein letztes Mal die
in alle Winde verstreuten Verwandten um sich versammeln möchte,
kehrt Asger Erikson nach Dänemark zurück.
Ehe er sich versieht, wird er zum Erzähler in einer vor unerhörten,
komischen wie tragischen Ereignissen überschäumenden Familiensage,
bevölkert von bunten Gestalten. Da ist Großvater Askild, Schiffsingenieur,
Schmuggler und talentloser Freizeitmaler, der seine Familie mit
trotziger Strenge zu beherrschen versucht.
Bjork, die unermüdliche Anekdotensammlerin mit einer
Schwäche für Konservendosen voll "frischer Luft aus Bergen". Asgers
Vater Niels, genannt Segelohr, der endlose Kolonien von Ungeheuern
an die Wände zeichnet und mit seinen enorm großen Ohren unglaubliche
Dinge hören kann. Und schießlich Asger selbst, den seit seiner Kindheit
eine furchtbare Angst vor der Kellertreppe quält. Unten im Dunkeln,
da lauert der Hundskopf, und der ist sehr gefährlich."
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Morten Ramsland, geboren 1971, studierte Dänisch
und Kunstgeschichte. Neben seinen Romanen veröffentlichte er Gedichte
und eine Reihe von Kinderbüchern. Morten Ramsland lebt bei Aarhus,
ist verheiratet und hat zwei Kinder. Hundsköpfe ist das dänische
Buch des Jahres 2005 und mit dem Goldenen Lorbeer 2005 des dänischen
Buchhandels sowie dem Preis der Leser 2005 ausgezeichnet worden.
Der Übersetzer, Ulrich Sonnenberg, Jahrgang
1955, arbeitete nach seiner Buchhändlerlehre mehrere Jahre in Kopenhagen
und war bis Ende 2003 Verkaufsleiter der Verlage Suhrkamp und Insel
in Frankfurt/Main. Seit Anfang 2004 lebt und arbeitet er als freier
Übersetzer, Herausgeber und Publizist in Frankfurt/Main.
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Der
Einstieg ist etwas schwierig, aber nach einigen Seiten bzw. Kapiteln
hat man sich an die ohne Übergang wechselnden Protagonisten
gewöhnt. Dazu kommt noch der übergangslose Wechsel der
Zeiten und Generationen. Und zu vielen Namen kommen auch noch Spitznamen.
Der Roman ist mitreißend und spannend geschrieben, gespickt mit
sehr humorvollen Anekdoten und Begebenheiten, aber immer mit einem
ernsten Hintergrund. Also kein nur so einfach geschilderter Humor,
nein, der Autor versteht es meisterhaft, in fast allen Geschichten
und Erinnerungen das Humorvolle herauszupicken und darzustellen.
ABER:
wenn man es ganz fertiggelesen hat, dann wird es doch etwas ernster.....und
stimmt sehr nachdenklich. Der Autor schreibt ja schon ziemlich ungewöhnlich,
imaginäre Einblendungen kommen sehr häufig vor.
Bedingt durch die sehr häufigen Umzüge der Familie des Großvaters,
spielt die Geschichte in Schweden, Norwegen und Dänemark. Aber auch
in Deutschland und Holland spielen einige Episoden.
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