Brigitte Reimann

 

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Werke
1956: "Die Frau am Pranger" (Erzählung), "Kinder von Hellas" (Erzählung)
1957: "Wenn die Stunde ist, zu sprechen" und "Das Mädchen auf der Lotusblume" (unvollendete Romanfragmente)
1960: "Das Geständnis" (Erzählung), "Ein Mann steht vor der Tür" und "Sieben Scheffel Salz" (Hörspiele, Co-Autor Siegfried Pitschmann)
1961: "Ankunft im Alltag" (Erzählung)
1963: "Die Geschwister" (Erzählung)
1965: "Das grüne Licht der Steppen" (Hörspiel)
1974: "Franziska Linkerhand" (Roman, unvollendet)
1993: "Sei gegrüßt und lebe" (Briefwechsel 1964 bis 1973 mit Christa Wolf, Co-Autorin Christa Wolf)
1997: "Ich bedaure nichts" (Tagebücher 1955 bis 1963)
1998: "Alles schmeckt nach Abschied" (Tagebücher 1964 bis 1970)

 

Kurzbeschreibung

"Die Briefe der hochbegabten Schriftstellerin Brigitte Reimann aus den Jahren 1947-1953 füllen eine Lücke in dem Bild, das wir uns bis heute von dieser Fraru machen konnten. Diese Briefe lesen sich ähnlich wie Tagebücher, denn die Freundinnen waren eng miteinander vertraut. Das Mädchen B.R. schildert seine Erlebnisse mit den Jungen in ihrer Klasse genauso offen wie ihre Zweifel am Sinn politischer Entscheidungen und bürokratischer Verordnungen.

Die Bedeutung dieses Bandes geht über die private Dokumentensammlung hinaus. Er vermittelt Zeit- und Lebensgeschichte aus dem Blickwinkel einer neugierigen, lebenshungrigen Frau und eigenwilligen Autorin"
(Cornelia Geißler, BZ)

Meine Zusammenfassung

Es sind nicht nur die Briefe bis 1953, sondern auch zwei letzte Briefe von 1973, also kurz vor ihrem Tod in diesem Buch zu finden.
B.R. schreibt an ihre Freundin sehr offen, auch über ihre intimen Gedanken und Erlebnisse.

Leider sind in diesem Buch nur die Briefe von B.R., die Briefe ihrer Freundin, Veralore Schwirtz sind nicht gedruckt, obwohl Veralore nichts dagegen gehabt hätte, wie sie in einem Nachwort schreibt. So sind halt Antworten von B.R. auf Briefe von ihrer Freundin da, wo man sich die Fragen selbst stellen muss. - Das wurde vom Verlag so gewollt, ok, aber mich hätten die Briefe der Freundin nicht gestört.

 

 

 

 

 

 

 

Brigitte Reimann *. 21.Juli 1933 in Burg bei Magdeburg, †20.Februar 1973 in Berlin/DDR Nach dem Abitur arbeitete Brigitte Reimann zunächst als Lehrerin. 1955 begann sie zu schreiben. Als Schriftstellerin vertrat sie den so genannten Bitterfelder Weg, nach dem Autoren versuchen sollten, durch Arbeit in Betrieben einen engeren Kontakt zum Volk herzustellen. 1960 zog sie nach Hoyerswerda, wo sie bis 1968 wohnte. 1965 wurde sie mit dem Heinrich-Mann-Preis geehrt. Von 1968 bis 1973 wohnte sie in Neubrandenburg (Brigitte-Reimann-Gedenkstätte). Während der Jahre in Hoyerswerda arbeitete sie im Kombinat "Schwarze Pumpe". Aus dieser Tätigkeit heraus schrieb sie 1961 den Kurzroman "Ankunft im Alltag". Er gab der so genannten Ankunftsliteratur den Namen. Im Alter von 39 Jahren starb Brigitte Reimann am 20. Februar 1973 in Berlin an Krebs. Den Roman "Franziska Linkerhand" ließ sie unvollendet zurück. Einige heutige Literaturwissenschaftler vermuten, dass dieses Werk vor der Veröffentlichung im Auftrag von SED-Funktionären teilweise umgeschrieben wurde und einzelne Auszüge gestrichen wurden. 2003 erfuhr Brigitte Reimann zahlreiche Ehrungen zu ihrem 70. Geburtstag, unter anderem wurde in Hoyerswerda eine Bibliothek nach ihr benannt und in Neubrandenburg eine Gedenkstätte eingerichtet. 2004 wurde ihr Leben in der Fernsehproduktion "Hunger auf Leben" mit Martina Gedeck in der Hauptrolle verfilmt.

"Ich habe zu früh Erfolg gehabt, den falschen Mann geheiratet, in den falschen kreisen verkehrt; ich habe zu vielen Männern gefallen und an zu vielen Gefallen gefunden", lautete das nüchterne Fazit, das Brigitte Reimann bereits mit Mitte Zwanzig zog. In den Tagebüchern lässt sich ihre Biographie wie in einem Roman verfolgen; als Lebensgeschichte einer leidenschaftlichen, lebenshungrigen, kompromisslosen Frau, die trotz aller Erfolge unter Selbstzweifeln leidet.

Auch diese Briefe lasen sich sehr spannend, und wie oben schon gesagt, ähnlich wie ihre Tagebücher. Aber etwas anders doch wieder, weil hier Bemerkungen und Meinungen geäußert werden, die in den Tagebüchern fehlen.

Vor allem ist auch etwas darüber zu lesen, wie sie mit ihrer Krebserkrankung und dem nahen Tod umgegangen ist, ihre Heirat mit ihrem vierten Mann, der bei der Hochzeit bereits wußte, wie es um sie stand, sie selbst hat es erst ein halbes Jahr später erfahren.

Sie hatte bereits als Kind Kinderlähmung, wurde aber wieder gesund, bekam dann später auch Brustkrebs, eine Brust wurde amputiert.
Sie hatte immer wieder Schmerzen, wurde auch oft behandelt und in Berlin auch operiert und therapiert, aber ihr Knochenkrebs wurde ihrer Meinung nach zu spät erkannt, breitete sich weiter aus usw, und schließlich gab es keine Hoffnung mehr für sie. Sie mußte viele Schmerzen erleiden und verstarb schließlich, mit 39 Jahren. Ihren letzten Roman konnte sie nicht mehr ganz fertigstellen, obwohl sie immer wieder daran arbeitete, und ihn unbedingt fertigstellen wollte. - Sie bekam häufig einige Kapitel vom Verlag gestrichen, weil sie vom Inhalt her, der politisch war, nicht gedruckt werden sollten. So zog sich die Fertigstellung immer wieder sehr lange hin, zu lange... *Franziska Linkerhand* habe ich auch hier vorgestellt, wie auch fast ihre ganzen Bücher.

 

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