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Meine Zusammenfassung
Anton, Finanzbeamter, der immer nur in Untermietzimmern wohnt, alleine
- keine Familie usw. - hat sich eingerichtet, führt sein Leben,
lebt als Untermieter bei einer Familie, die eine gestörte Tochter
hat, die nur nackt herumlaufen kann, wo die Frau sich total dem
Mann unterordnet, und er dann ab und zu einen Fernsehabend bei dem
Chef der Wohnung verbringt.
Alles trist, altmodisch, verstaubt, spießig.
Der Schilderung dieser Situation widmet der Autor einige Seiten.
Aber eines Morgens wacht Anton auf, und es ist alles still. Er
geht in der Wohnung umehr, niemand ist da. Auch die Tochter nicht
in ihrem Zimmer. - Er geht im Haus herum, auch dort ist niemand.
Auf der Straße ist auch alles ruhig. Es ist absolut kein Mensch
weit und breit zu sehen. -
Für ihn zunächst unverständlich, logisch. Er stellt bald fest, dass
er der einzige Mensch in der Stadt sein muss. Macht sich zunächst
in der Wohnung zu schaffen, was nicht aufgeht, bricht er auf, im
Nu ist die Wohnung ein einziges Chaos. Alleine das ist schon derart
humorig geschildert, wo der Leser denkt, was kann da noch kommen
- - - - -. - Und es kommt noch, und zwar viel mehr.
Er geht in die Stadt, Hunde hasst er, trifft aber einige. Vögel
gibt's noch, und auch einige Katzen. Und auch alle möglichen Tiere
begegnen ihm - zunächst nur übliche, die in Wohngegenden vorkommen,
später aber auch Pferde, Kühe, Mäuse, Ratten, Hasen, alles was so
keucht und fleucht.
Aber eins nach dem andern.
Er beschließt dann, aus der Wohnung auszuziehen und in das Hotel
zu ziehen, und bewohnt dann dort eine Suite. Die Hotelküche benutzt
er, Vorräte sind genug da. Auch dort ist im Nu ein Chaos. Aus einem
Bekleidungsgeschäft holt er sich was er braucht, aus allen Geschäften
bedient er sich, bricht eben die Türen mit einem Brecheisen auf
oder schlägt die Scheiben ein. Zu Lesen besorgt er sich aus der
Bibliothek. Ist ja alles da, Türen öffnet er mit einem Beil, das
er irgendwo gefunden hat.
Auch Gewehre hat er gefunden irgendwo. Dazwischen versetzt er sich
immer in einige Leute, die er kannte, oder deren Autos oder was
auch immer er kennt. - In einem Geschäft kramt er herum, und findet
dort in einer Kiste einen ganzen Briefwechsel zwischen zwei Leuten.
Ein letzter Brief, der ist sehr geheimnisvoll, da wird von etwas
geschrieben, das nahe dran ist, erkannt zu werden, aber es ist nicht
ersichtlich um was es genau geht. - Also geht er dieser Sache mit
diesem Brief nach. - Tage und Wochen vergehen, er liest alle, hat
zu allem seine eigenen Hirngespinste, die unglaublich humorig sind,
aber doch immer einen philosophischen Inhalt haben.
Es wird immer kunterbunter, er hinterlässt überall Chaos, besonders
als es dann Winter wird, und er beginnt sämtliche Holzteile zu verheizen,
also da werden Türen, Einrichtungen, einfach alles zerhackt und
verheizt, im Hotel isst er täglich an einem anderen Platz, es waren
ja zig Tische gedeckt. - Frisches Fleisch beschafft er sich dann
so, er schießt ein Reh, das er dann in der Küche gart, und daran
wochenlang isst. - Ganz am Schluss ist er das dann roh.
Die Briefe und besonders der letzte bestimmen jetzt sein ganzes
weiteres Dasein, er will/muss wissen, was da gemeint war. Er macht
sich auf den Weg, Führerschein hat er nicht, macht nichts, auf den
Straßen ist weder ein anderes Auto noch irgendein Mensch. Er nimmt
sich Autoschlüssel aus irgendeiner Wohnung, wo davor ein Auto steht,
und fährt damit - ist der Tank leer, muss er ein anderes nehmen.
Hunde die ihm über den Weg laufen, erschießt er einfach, weil er
Hunde hasst, bzw. Angst vor ihnen hat.
Er fährt dann zu einigen Personen, bzw. ihren Wohnungen, die im
Brief erwähnt werden, kommt der Sache aber nur sehr langsam näher.
Er sinniert dann, was ja sehr interessant ist: z.b. sagt er sich,
wenn er der einzige Mensch auf der Welt ist, dann ist er auch Weltmeister
in allen Disziplinen, ist Regierungschef, einfach alles. Und letztendlich:
auch der Papst. - - - -
Er geht dann - es sind einige Monate vergangen, durch die Stadt;
überall kommt das Unkraut zwischen den Pflastersteinen hervor, alles
in den Gärten überwuchert, und da auch ein großes Unwetter war,
sind einige Dächer eingestürzt, auf den Straßen liegt Schutt herum,
und überall wuchert es, überall sprießen Bäume und Sträucher wild
durch die Gegend.
Es gibt seitenlange Überlegungen über Gott, wenn es ihn gibt, ob
es ihn gibt, und warum das und warum das andere nicht ist.
Das alles zieht sich über viele Seiten hin, und gipfelt am Ende
dann darin, dass er zum Schluss kommt, dass eigentlich er auch Gott
ist.
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Verlag: Nymphenburger
2007 * 3. Aufl. * Ausstattung/Bilder: 317 S. Seitenzahl: 317
Deutsch
ISBN-13: 9783784431253
ISBN-10: 3784431259
"Herbert Rosendorfer, 1934 in Bozen geboren, 1939
nach München umgezogen, studierte an der Akademie der Bildenden
Künste, wechselte danach zum Jurastudium.
Seit 1969 zahlreiche Romane und Erzählungen sowie
Theaterstücke.
Professor für Bayrische Literaturgeschichte an
der Universität München.
Nach seiner Tätigkeit als Richter lebt er wieder
in der Nähe von Bozen.
2005 erhält er den Literaturpreis der Stadt München."
(dem Klappentext entnommen)
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