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Meine Inhaltsangabe:
Der Ich-Erzähler in Philip Roths *Das sterbende
Tier* wendet verschiedene Tricks an, um an sexuelle Beute zu kommen.
Er hat eine Vorliebe für ganz junge Frauen; und kommt immer ans
Ziel. Als alter, aber immerhin sehr bekannter Autor, der wöchentlich
in einer TV-Sendung zu sehen ist und einen relativ hohen Bekanntheitsgrad
hat, und vor allem als Prof, hat er natürlich die besten Chancen.
Während des Studiums lässt er die Finger von ihnen, aber bei der
Abschlußfeier lädt er alle ein, und meist bleibt eine zuletzt übrig,
die, aus welchen Gründen auch immer, bereit ist, mit ihm ins Bett
zu steigen. Er ist sich durchaus bewusst, daß es einige junge Mädchen
einfach aus Neugierde tun, einfach, um das mal zu erleben, wie Sex
mit einem *alten Mann* ist....
Philip Roth ist in diesem Buch sehr nahe an pornografischem
Erzählstil (wird an anderer Stelle als *lüstern senil* beschrieben),
was andere vielleicht etwas abgeschwächter sehen, aber mir kommt
es durchaus so vor. -
Na ja, ich schreibe es dem Alter des Autors zu, daß er - mir eigentlich
zu schwülstig und unglaubhaft - einige Sachen sehr genau schildert.
Na ja. Der Ich-Erzähler beschreibt eine Liebe zu Consuela, einer
damals 24-jährigen Kubanerin, die 1994 etwa spielt. 2000 bekommt
er dann von ihr, genau an Silvester, also 5 vor 12, einen Anruf.
Sie kommt zu ihm, sie hat Krebs. Für ihn, der ja immer ganz *versessen*
auf ihre *herrlichen, unbeschreiblichen und schönsten Brüste der
Welt* war, ist die Neuigkeit, dass sie ausgerechnet Brustkrebs hat,
niederschmetternd.
Sie bittet ihn, sie, solange sie noch ihren schönen
Körper hat, ihn aus allen Lagen und Stellungen zu fotografieren,
was er auch tut. - Allerdings verlangt sie nie die Fotos zu sehen.
Schließlich steht die Amputation der einen Brust bevor...
Hier die letzten Sätze dieses Buchs: "Das ist
keine Kleinigkeit, Heute morgen haben sie ihr gesagt, was sie vorhaben,
und jetzt ist es Nacht, und sie ist ganz allein, und was da auf
sie zukommt...Ich muß gehen. Sie will mich bei sich haben. Sie will,
daß ich bei ihr im Bett schlafe. Sei hat den ganzen Tag nichts gegessen.
Sie muß etwas essen. Jemand muß sie füttern. - Sie? Sie können bleiben,
wenn Sie wollen. Sie können bleiben. Sie können gehen...Aber ich
habe jetzt keine Zeit mehr, ich muß gehen! "Tun Sie's nicht". Was?
"Gehen Sie nicht". Aber ich muß. Jemand muß bei ihr sein. "Sie wird
schon jemanden finden." Aber sie hat schreckliche Angst. Ich muß
gehen. "Denken Sie darüber nach. Denken Sie nach. Denn wenn Sie
gehen, sind Sie erledigt.".
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Philip Roth, 1933 in New Jersey geboren, wurde für
sein Werk mit den wichtigsten amerikanischen Literaturpreisen ausgezeichnet.
Dem National Book Crities Cercle Award, dem PEN/Faulkner Award,
dem National Book Award und dem Pulitzer-Preis. Zuletzt erschienen,
sein Werk *Der menschliche Makel*, 2002.
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