Philip Roth

Coleman Silk, Professor für Altphilologie, wird des Rassismus bezichtigt - vollkommen unberechtigt.
Coleman ist ein krausköpfiger Jude mit gelblichem Teint und nicht mit der charakteristischen *Juden-Nase*.  *Er könnte auch als weisser Neger* durchgehen, wird irgendwo bemerkt...
Als 71-jähriger Mann hat er eine 34-jährige Geliebte; seine Frau war gestorben, der Hexenjagd nach ihrem Mann nicht gewachsen...

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der wahre Skandal aber ist ein ganz anderer: 50 Jahre lang hat Coleman das grosse Geheimnis seines Lebens selbst vor seiner Frau gehütet, und nun, da es aufgedeckt wird, stehen alle Dinge in einem völlig neuen Licht da.
Philip Roth erzählt in diesem Roman die Geschichte eines Mannes, der sich selbst erfindet..................
 
hier ein paar Ausschnitte:
 
"......der Sommer, in dem C. mich über F.F. und ihr gemeinsames Geheimnis ins Vertrauen zog, war passenderweise der Sommer, in dem Bill Clintons Geheimnis in allen demütigenden Einzelheiten enthüllt wurde, in allen lebensechten Einzelheiten, wobei sich die Lebensechtheit wie die Demütigung aus den pikanten Einzelheiten ergab.......

In Amerika war es der Sommer, in dem der Brechreiz zurückkehrte, in dem die Witze, die Spekulationen, die Theorien, die Übertretungen kein Ende nahmen...........
...........ich selbst träumte in diesem Sommer von einen gewaltigen Spruchband, das dadaistisch wie eine Christo-Verpackung von einem Ende des Weißen Hauses zum anderen gespannt war und auf dem stand: HIER LEBT EIN MENSCHLICHES WESEN. Es war der Sommer, in dem sich das Durcheinander, das Getümmel, das Chaos, zum millionsten Mal als subtiler erwies als diese Ideologie oder jene Moral. Es war der Sommer, in dem jeder an den Penis des Präsidenten dachte und das Leben in all seiner schamlosen Schlüpfrigkeit Amerika wieder einmal in Verwirrung stürzte...

 

 

 

 

Phlip Roth,

1933 in Nex Jersey geboren, erhielt 1991 für *Mein Leben als Sohn* den National Book Crities Circle Award, 1993 für *Operation Shylock* den PEN/Faulkner Award, 1995 für *Sabbaths Theater* den National Book Award und 1998 den Pulitzer-Preis für *Amerikanisches Idyll*.
Für den vorliegen Roman erhielt Philip Roth den PEN/Faulkner Award.

 

Also wenn jemand noch ein Buchgeschenk braucht für jemanden, der solche Literatur eventuell mag, kann ich dieses Buch sehr empfehlen, für mich erfüllt es alle Anforderungen, die ich an einen Roman stelle.

Ein Superbuch, ein Superschriftsteller dieser Philip Roth.

Das *Sterbende Tier* habe ich auch vorgestellt.

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