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Inhalt, wie er bei mir ankommt:
Frau Prinz wird tot in ihrem Garten aufgefunden. Alle Nachbarn stehen
rum und gucken. Schnell wird klar, dass eigentlich alle froh sind,
dass diese pfeifende Nachbarin tot ist.
In sehr einfacher Sprache wird geschildert, wie die zahlreichen
Protagonisten reagieren, wie auch die Polizei erscheint, in diesem
Stadtteil Nymphenburg in München. Alles meistens in bayerischem
Dialekt. Zunächst wird die Familie dieser Frau Prinz durchleuchtet,
von einem Team der Kripo. Da ist eine Stieftochter, deren Mann,
die Nachbarsfamilien, darunter eine junge Familie mit Zwillingsbuben,
die allen ziemlich exotisch erscheinen. Die Frau ist Sozialpädagogin,
der Mann Heilpraktiker, sie wohnen in einem sehr schönen Haus, davor
stehen teure Autos.
Schnell stellt sich heraus, dass es viele gibt, die in Frage kämen.
Und ob es ein Mord oder ein Unfall ist? Die Familiengeschichte dieser
Frau Prinz wird durchleuchtet, sie ist die zweite Frau des Hausbesitzers,
dessen Frau verstorben war, und der eine Tochter hat. Diese Stieftochter
hasst die Stiefmutter ebenso wie alle anderen. Nur übernimmt sie
die Verhaltensweisen ihrer Stiefmutter, ist genauso unbeliebt, mit
ihrer nicht geraden schönen Gestalt, und vor allem, wie sie sich
dann einen Mann geangelt hat; auch dieser ein zwielichtiger Bursche.
Sie arbeitet in einer Steuerberatungskanzlei, ist kinderlos nachdem
sie zunächst schwanger war, dann den Mann fast dazu gezwungen hat,
sie zu heiraten. Im Haus lebt(e) also diese Frau Prinz, ihre Stieftochter
und deren Mann, der stellvertretender Filialleiter eines Supermarkts
ist. Die Polizei beschäftigt sich nun mit den Hintergründen aller
in Frage kommenden Täter. - Und wie erwartet, kämen viele in Betracht.
Da kommt dann eine Nebengeschichte dazu, als die Stieftochter ein
Kind klaut. Dann diese ganze Geschichte, und eben immer wieder Besuche
bei dieser Familie mit den Zwillingsbuben.
Der Fall wird aufgelöst, aber die Einzelheiten führe ich natürlich
nicht an.
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Die Autorin
Asta Scheib, geboren am 27. Juli 1939 in Bergneustadt/Rheinland,
arbeitete als Redakteurin bei verschiedenen Zeitschriften. Ihre
literarische Tätigkeit begann sie mit Kurzgeschichten.
1981 publizierte sie ihren ersten Roman.
Buchdaten:
Taschenbuch: 208 Seiten Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Auflage: Großdruck. (1. Juni 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423252979
ISBN-13: 978-3423252973
Klappentext:
"Hatte das Schicksal ein Einsehen,
oder war es Mord? Ein spannender Kriminalroman aus dem Herzen Münchens.
Das Scheusal ist tot - erschlagen von einem schweren Stein und Dachziegeln,
die aus großer Höhe herunterfielen. Die Nachbarn im vornehmen Münchner
Stadtteil Nymphenburg zeigen klammheimliche oder offene Freude,
denn Frau Prinz hat sie alle drangsaliert, verleumdet und beschimpft.
So ist die Zahl der Verdächtigten groß, und sogar die Mitglieder
der eigenen Familie hätten genügend Gründe, dieser personifizierten
Bösartigkeit ein für allemal ein Ende zu setzen. Kommissar Kemper
gerät immer tiefer in das Geflecht von Rache und Hass."
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Eine Studie der Menschen, die in diesem Teil von München leben.
Aus
dem Alltag gegriffen, vermutlich.
In meinen Augen ziemlich lustig verarbeitet, und zu einem Krimi
umfunktioniert.
Im
Ganzen sehr leicht lesbar, schnell gelesen, und Amüsement ist garantiert,
auch eine gewisse Spannung. Allerdings die Verbindungen aller Protagonisten
zueinander, sind allzu lapidar, allzu schwach, sie liegen auf der
Hand zur Klärung der Motive und eines eventuellen Täters, und zeugen
höchstens von der in vielen Krimis gehandhabten Stile, insbesondere
kann man im besten Fall noch eine Karikatur der Polizeiarbeit erkennen.
Aber was mich am meisten gewundert hat bei diesem Büchlein der Autorin,
nachdem ich ja eines ihrer Bücher
Frost
und Sonne: http://giselasletterbox.rosslauer.de/autor_sz/scheib_asta_frost_und_sonne.htm
gelesen hatte, war die Art des Buchs, und die so gar nicht in das
mir bis dahin gemachte Bild der Autorin passt.
Also
bei weitem nicht die Qualität ihrer anderen Bücher, die ich kenne,
hat.
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