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Meine Kurzfassung:
Helen Knightly
erstickte ihre 88-jährige Mutter. Das geschieht fast unbewusst;
die alte Dame, an Alzheimer erkrankt, hat sich beschmutzt, und muss
saubergemacht werden, Helen will sie wohin schleifen, wo sie sie
waschen kann, und entscheidet sich dann urplötzlich, sie mit dem
Handtuch zu ersticken…
Dieser Mord, der mehr oder weniger unbewusst geschieht, erscheint
wie die Erfüllung ihres Zeit ihres Lebens unterdrückten Wunsches.
Helen ist seit ihrer Kindheit mit einer Hass-Liebe an ihre Mutter
gefesselt, ihre Gefühle waren immer sehr widersprüchlich.
Die Mutter war immer auf die Unterstützung ihres Mannes und ihrer
Tochter angewiesen, übte dennoch eine Dominanz aus, verbunden mit
den Auswirkungen der Krankheit war zunächst der Vater dieser Situation
nicht gewachsen, er starb recht früh, und jetzt war noch Helen da,
die der Last der Verantwortung ebenso wenig gewachsen war.
Jetzt ist die Mutter tot, und Helen muss mit ihrer vermeintlichen
Freiheit auf eine ganze andere Weise Verantwortung übernehmen, nämlich
für sich selbst und ihr Leben.
Der Mord geschieht emotionslos, kaltblütig, ohne nachzudenken. Doch
was danach geschieht, ist mehr als seltsam. Sie schleift die Leiche
ihrer Mutter zunächst mal zum Waschen in die Küche. Dort zieht sie
ihr die verschissenen Unterhosen aus und wäscht sie. Dann schleift
sie sie in den Keller.
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Alice Sebold hat an der Syracuse University studiert,
in Manhattan und Kalifornien gelebt und für die New York Times sowie
die Chicago Tribune geschrieben.
Nach dem Buch "Lucky" ist "In meinem Himmel" ihr
zweites Buch und zugleich ihr Debüt als Romanautorin.
"Das Gesicht des Mondes" ist ihr zweiter
Roman, und ihr drittes Buch.
Alice Sebold lebt mit ihrem Mann, dem Schriftsteller
Glen David Gold, in Kalifornien.
Bisher von ihr erschienen:
" Glück gehabt (Lucky), Goldmann Verlag, München
2004
" In meinem Himmel (The lovely Bones), Manhattan
Verlag, München 2003,
" Das Gesicht des Mondes" (The Almost Moon),
Manhattan Verlag, München, 2008,
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Sie überlegt,
ob sie sie zerstückeln soll, dann legt sie sie neben die Gefriertruhe
im Keller….. vorher hatte sie noch Kontakt zu ihrem Exmann versucht
herzustellen, der dann informiert wurde von dem Freund, den sie
gefragt hatte und dem die seltsame Art von Helen aufgefallen war.
Er ließ ihr dann telefonisch die Nachricht zukommen, er wäre unterwegs,
sie solle nichts tun und alles so lassen. Er wäre am nächsten Tag
da, er hat Flug schon gebucht.
Es folgen nun
die Rückblicke, gehen zurück, bis zum Alter von ca. 6 Jahren von
Helen. Helen unternimmt alle möglichen seltsamen Sachen, während
die Leiche noch im Keller liegt, seltsame Überlegungen. Sie hatten
den dicken Zopf ihrer toten Mutter abgeschnitten und hat ihn in
ihrem Auto in einer Plastiktüte verpackt dabei…
Es folgen nun
einige Aktionen von ihr, die meisten ziemlich verrückt…..bis sie
sich endlich entschließt, sich selbst zu erschießen, mit der Pistole,
mit der sich schon ihr Vater erschossen hatte. Die Polizei ist ihr
auf der Spur, aber noch stellt sie sich nicht, sondern geht in ein
leer stehendes Haus in der Nachbarschaft des Hauses ihrer Mutter,
wo sie zunächst einen Abschiedsbrief an eine Tochter schreibt, und
dann überlegt und nachdenkt, den dann zerreißt und sie entscheidet
sich dann, alles auf sich zukommen zu lassen, und einfach zu warten,
was sie ja lebenslang gelernt hatte, das Warten…..
Die
Geschichte fängt relativ normal an, wenn man mal davon absieht,
dass Helen ihre Mutter erstickt hat. Aber ihre Gedanken muten doch
schon sehr abstrus an. Imaginationen der toten Augen der Mutter,
ihrer Gestalt, Überlegungen, ob sie sie zerhacken soll - nein, kann
sie nicht -, und der Leser wartet also bis zum Ende der Geschichte,
wie sie ausgeht. Ob Helen wegen Mord oder Totschlag angeklagt wird,
was überhaupt weiter passiert.
Und
das ist, neben den vielen, manchmal schon sehr verrückten Einzelheiten,
schon spannend zu lesen. Die Autorin zeigt in vielen Bildern, wie
es zu dieser eigentlichen Kurzschlusshandlung von Helen gekommen
war, die eigentlich keine Kurzschlusshandlung war, sondern einfach
eine Konsequenz..
Da
der Roman in Phoenixville, Pennsylvania, spielt, werden viele Einblicke
in dir dort herrschende verstaubte Kultur gewährt. Die eigentlich
nicht amerikanisch anmutet, sondern mir eher vorkommt, als wäre
das England im 20. Jahrhundert.
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