Anna Seghers

Meine Inhaltsangabe:

Wie rechts schon auf der Buchrückseite zu lesen ist, begibt sich Benito auf eine lange und umständliche Reise. Dieses Blau, das er dringend braucht, weil seine Stammkundschaft unbedingt genau sein Muster mit genau diesem Blau immer wieder braucht, um das Geschirr wieder zu vervollständigen, oder auch, um die Aussteuer der Töchter mit genau diesem Geschirr zu vervollständigen.

Benito ist dringend auf dieses Blau angewiesen. Sein bisheriger Lieferant, ein Deutsch-Mexikaner mit Verbindungen nach Deutschland, kann nicht mehr liefern, weil Mexiko auf Seiten der USA im Krieg gegen Deutschland ist und jeglicher Handel während des Krieges mit Deutschland mit deutschen Firmen verboten ist. - So gibt ihm eine Tante Eusebia einen Tipp, wo in einem Bergwerk aus dem Abfall dieses Blau gewonnen wird. - Benito begibt sich auf eine lange beschwerliche Reise, sein Geld ist bald alle, er besucht unterwegs alle möglichen Verwandten, um dann weiterreisen zu können, muss er sich Arbeit suchen, mit dem Geld kann er dann endlich weiterreisen. - Über eine junge Frau erfährt er dann den Ort, wo sich sein entfernter Verwandter, der dieses Blau herstellen kann, wohnt. - Dieser wohnt weitab in der Wildnis, mit nur einem Compagnon farbriziert er dieses Blau und lebt dort verborgen in der Wildnis. - Da Tante Eusebia auch seine Tante ist, fasst er Vertrauen zu Benito und gestattet ihm schließlich, wenn er mithilft bei der Herstellung dieses Blaus, sich auch täglich etwas davon abzuzweigen. - Endlich sind seine ganzen Dosen voll und er kann sich auf den Heimweg machen.

Er wird zuhause von seiner Familie sehnlichst erwartet, und so kann er nun endlich wieder sein Geschirr mit diesem Blau verzieren, der Lebensunterhalt für seine große Familie ist gesichert.

Kurz danach bekommt er das Blau dann plötzlich wieder angeboten, aber er weigert sich, dieses zu kaufen, bleibt seinem so schwierig auszumachenden Lieferanten treu.

 

 

 

 

Ihr ausführliche Biografie ist

hier:

 

nachzulesen.

Diese Geschichte wird interessant durch die Schilderungen der vielen Menschen, die Benito unterwegs trifft. Sehr oft in armseligen Behausungen lebende Mexikaner, die sich irgendwie ihren Lebensunterhalt verdienen. - Und zwischen diesen Begegnungen sind dann immer die Fahrten in einem Zug, einem Bus, einem Truck, einem Fuhrwerk, und auch lange Fußwege hat Benito zu bewältigen, oft auf Essenund Trinken von fremden Leuten angewiesen, die er unterwegs antrifft. - So schläft und isst er in vielen unterschiedlichen Familien und Behausungen.

Das wirkliche Blau ist ein sehr nettes kleines Büchlein, leicht zu lesen und in der unnachahmlichen Sprache der Anna Seghers unübertroffen.

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