Anna Seghers

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Ein Vergleich mit Kafka kam mir nicht in den Sinn beim Lesen dieses Buchs. Wobei ich natürlich kein Fachmann bin wie Paul Rilla.

Der *Einstieg* ins Buch ist sehr interessant, die Erzählform von Anfang an Neugier weckend. Nein nicht Neugier, sondern *Wissen-wollen*, wie und was passiert ist, was der Erzähler erlebt hat, wie die ganzen Figuren nach und nach hinzukommen, ihre eigenen Schicksale. Und dazwischen, so ab Mitte des Buchs etwa, ganz zart eingeflochten eine Liebesgeschichte, die keine ist, keine wird, existent nur imaginär beim Erzähler und vielleicht auch bei der *Gemeinten*.    Sie zieht sich hin bis zum Schluss, und erst da wurde mir der Zusammenhang mit dem Anfang des Buchs bewusst.


 

hier ist ihre Biografie zu sehen, in "Das siebte Kreuz"

 

 

 

 




Auch dieses Buch von Anna Seghers weckt den Wunsch, weitere von ihr zu lesen. Von der Sprache her, wie bei der Seghers üblich, wunderbar, vom Aufbau so, dass eine gewisse Spannung das ganze Buch über anhält.

Was natürlich nicht zuletzt erwähnt werden sollte: Diese ganzen Wirrnisse der *Emigranten* in Bezug auf Visa, Visa sortie, Transit, Entlassungsscheine, Vorbuchungen, und, und und &.. sind vermutlich wenigen Leuten bekannt; und entbehrt nicht einer gewissen Komik, trotz der schwerwiegenden Probleme und Entscheidungen, mit denen  die Menschen damals in dieser französischen Hafenstadt zu kämpfen hatten, neben dem Kampf ums nackte Überleben.


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