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"Mit Der Chirurg von Campodios knüpft Wolf
Serno an seinen Bestseller Der Wanderchirurg an. Vitus von Campodios,
der Chirurg des Titels, hat alles erreicht: Er hat das Geheimnis
um seine Herkunft gelöst und wird von seinem Onkel sogar als
Erbe eingesetzt. Auch das Examen zum Schiffschirurg besteht er vorbildlich.
Doch wirklich glücklich kann ihn allein die Liebe seiner Cousine
Arlette machen, der er einst auf einer Schiffsreise begegnete. Arlette
allerdings weilt weit entfernt auf Roanoke Island in der Neuen Welt
auf der Plantage ihres Onkels. Darum heuert Vitus mit seinen zwei
getreuen Freunden, dem Magister und dem Zwerg Enano, auf einer Galeone
an. Wie zu erwarten wird aus der Schiffsreise eine Odyssee mit vielen
Gefahren und Hindernissen.
Sklavenhalterei, Seefahrerromantik samt Schiffbruch, Stämme
entlaufener Sklaven in der kubanischen Wildnis,
Indianerüberfälle und dergleichen mehr -- ein ganzes Arsenal
abenteuerlicher Klischees und unwahrscheinlicher Zufälle wird von
Wolf Serno aufgefahren, um seinen historischen Roman unterhaltsam zu
machen. Der Unterhaltsamkeit ordnet sich auch die historische Recherche
unter. Denn es wird kaum Wert darauf gelegt, die komplexen und
mannigfaltigen Verhältnisse im ausgehenden 16. Jahrhundert
realistisch darzustellen. Alle Details dienen als Hintergrund für
eine meist mehr, manchmal etwas weniger rasante Abenteuerhandlung, in
welcher der tadellose Held ein ums andere Mal brilliert.
Bei Wolf Serno ist der Sklavenaufseher ein übler Sadist, die
Kneipenwirtin und Exhure eine Frau mit großem Herz und der
bescheidene katholische Geistliche hält Luthers Lehren für
richtig, kritisiert aber dessen Antisemitismus. Durch ein 16.
Jahrhundert, in dem das Klischee von Gut und Böse ebenso existiert
wie das große Abenteuer, führt Serno seinen Leser mit
flotter Feder. In der Studierstube ist Der Chirurg von Campodios sicher
etwas fehl am Platz, aber am Badestrand oder auf dem Balkon wird er ein
heilsames Mittelchen gegen Langeweile bieten. --Simon Weinert
WDR 4, 29.06.2004
Der Chirurg von Campodios von Wolf Serno gilt als
Fortsetzung seines Bestsellers Der Wanderchirurg. Aber auch ohne
den ersten Roman gelesen zu haben, saugt einen die Geschichte sogleich
mitten in ihre aufregende Handlung hinein. Heldenhafte Freundschaft,
bösartige Schurken, wüste Piraten, wilde Indianer, Edelmut
und Hinterhalt, Sehnsucht und unendliche Liebe spannende Unterhaltung
wird uns in diesem Buch garantiert. "
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Wolf Serno wurde 1944 in Hamburg geboren.
Er arbeitete unter anderem als Theaterbeleuchter, Elektriker und
Messegestalter und diente bei der Luftwaffe. Nach einem Kommunikationsstudium
arbeitete er als Texter und Creativ Director in großen Werbeagenturen
und war Dozent an der Werbefachschule Hamburg. 1997 beschloss Wolf
Serno, nicht mehr für andere, sondern für sich selbst
zu schreiben. In seinen Romanen verarbeitet er seine Verbundenheit
mit der See und der Seefahrt sowie seine Leidenschaft für die
Medizingeschichte. Wolf Serno lebt mit seiner Frau und seinen Hunden
in Hamburg.
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Der
Inhalt ist schnell zu schildern:
Ein junger Mann, dessen Herkunft unklar ist (wurde als Findelkind
vor einem Kloster abgelegt) legt ein Examen in England als *Schiffschirurg*
ab. Erbt dann ein grosses Gut mit der Auflage, eine gewisse Frau
zu suchen und sie zu heiraten, die er schon mal getroffen hatte.
Er macht sich auf die Suche mit noch zwei Begleitern, sie finden
endlich ein Schiff, das wird von Piraten überfallen, sie bleiben
mit noch 7 anderen übrig und setzen die Reise auf dem Rettungsboot
fort, bekommen den schwarzen Durchfall, und und und....die ganzen
üblichen Abenteuer auf einer Nussschale im Ozean....und natürlich
überlebt der Romandheld........findet dann diese Frau usw.
usw......
Gehört zum Genre der *Medicus*-Bücher....im ganzen sehr
informativ, unterhaltend, aber ohne irgendwelche sprachliche Besonderheiten,
sehen wir mal ab vom dem Slang der zwei ehemaligen Prostituierten,
der aber nicht ins Gewicht fällt, und auch nichts Neues ist.
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