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Der weisse Klang der Wellen Leseprobe:
"Als sie aus dem Wagen stieg, wurden ihre Strümpfe im
Regen sofort dunkel. Ein Windstoß wirbelte ihr das Haar aus
dem Nacken in die Höhe. Sie kam vom Flughafen und hatte die
Fahrt in die Stadt schon fast vergessen. Als sie zum Hotel ging,
bestand ihr Publikum aus einem Portier in Uniform und einem weiteren
Mann in dunklem Regenmantel, der eben durch die Drehtür kam.
Der Mann im Regenmantel zögerte und wartete einen Moment, bevor
er seinen Regenschirm öffnete, der sich sofort mit einem einzigen
Schwung nach oben stülpte. Zuerst wirkte er verlegen, dann
bemüht amüsiert - jetzt war sie sein Publikum -, als er
das nutzlos gewordene Ding in einen Abfallkübel warf und weiterging.
Sie wünschte, der Portier würde ihren Koffer nicht nehmen
und wären der prächtige, mit goldenen Blättern geschmückte
Baldachin und das untadelig polierte Messing des Eingangs nicht
gewesen, hätte sie ihm vielleicht gesagt, dass es nicht nötig
sei. Sie hatte keine derart hohen Säulen erwartet, die zu einer
Decke hinaufragten, die sie, ohne die Augen zusammenzukneifen, kaum
erkennen konnte. Auch keinen rosafarbenen Teppich, der zwischen
den Säulen verlief und für eine Krönung lang genug
gewesen wäre. Wortlos und seltsam unangemessen inmitten all
der Pracht verstaute der Portier den Koffer einem Pagen an, als
gäbe er ein Geheimnis weiter. An gähnend leeren Sesselgruppen
vorbei ging sie zur Rezeption..."
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Antia Shreve, 1947 geboren, gefeierte
US-Bestsellerautorin, lebt mit ihrem Mann in Massachusetts und an
der Küste von New Hampshire.
Mit ihren Romanen erreicht sie weltweit
ein Millionenpublikum. Zu ihren größten Erfolgen gehören
"Das Gewicht des Wassers", "Die Frau des Piloten"
und "Olympia", zuletzt erschien auf deutsch "alles,
was er wollte".
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Es
geht um eine lebenslange Liebesgeschichte, die in der Schule beginnt.
Wenn man allerdings auf ein Happy-End gewartet hat, wird man enttäuscht..........Der
Anfang ist das Ende, und nur der eine Satz fehlt am Anfang...............Aber,
wie schon an anderer Stelle bemerkt, ist das Ende unwichtig.
Anita Shreve versteht es meisterhaft, Situationen, Gefühle,
Zusammenhänge und Kausalitäten sprachlich zu verarbeiten;
aber immer so, dass es jedermann/frau verstehen kann. Und trotzdem
anspruchsvoll bleibt.
Interessant ist der Back-Ground dieses Romans.
Ein kleiner, aber wichtiger Teil spielt in Afrika, Kenia.
Die Figuren sind involviert in politische Ereignisse(Kennyatta lebt
noch). Hintergründe werden dargelegt, wenn auch dezidiert,
aber immerhin.
Eine moderne Version von "Romeo und Julia" . Aber doch ganz
anders................
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