Anita Shreve

shreve_stille_über_dem_schnee_buchtitel

Klappentext:

"Der Schmerz meines Vaters ist, stelle ich mir vor, wie ein schwerer Mantel, der ihm manchmal das Atmen schwer macht. - Zwei Jahre liegen die tragischen Ereignisse schon zurück, die Robert Dillon und seine zwölfjährige Tochter Nicky aus New York ins einsame New Hampshire verschlagen haben. Eines Abends jedoch, als sie im letzten Licht des Tages eine Schneewanderung machen, offenbart ein schrecklicher Fund die Zerbrechlichkeit ihres neuen Lebens: vor ihnen im Schnee liegt ein Neugeborenes, in ein blutiges Handtuch gewickelt. Sie erreichen noch rechtzeitig die Intensivstation des örtlichen Krankenhauses und können das Kind vor dem Erfrieren retten. Doch in den drauffolgenden Tagen und Wochen muss Nicky Dinge erleben, die ihr Verständnis der Welt und der Erwachsenen, die sie bewohnen, für immer verändern. Und zum ersten Mal stellt sie sich entscheidenden Fragen: Werden sie und ihr Vater jemals mit der Tragödie fertigwerden können, die hinter ihnen liegt; und welche Mutter ist dazu imstande, ihr eigenes Kind im Schnee zurückzulassen; als plötzlich diese Mutter vor ihrer Tür steht, ist es auch für Robert Dillon nicht mehr möglich, den Antworten auf all diese Fragen aus dem Weg zu gehen….."

 

 



Antia Shreve, 1947 geboren, gefeierte US-Bestsellerautorin, lebt mit ihrem Mann in Massachusetts und an der Küste von New Hampshire.

Mit ihren Romanen erreicht sie weltweit ein Millionenpublikum.

Zu ihren größten Erfolgen gehören

"Das Gewicht des Wassers", "Die Frau des Piloten"

und

"Olympia",

zuletzt erschien auf deutsch

"Alles, was er wollte".


Die zwölfjährige Nicky schreibt in Ich-Form wie sie alles erlebt, welche Gedanken sie hat, welche Verbindungen mit Geschehnissen sie entwickelt, ihre Wünsche und Träume, ihre Sehnsucht das Baby zu sehen, dann später ihre kindliche Zuneigung zu der Mutter des Babys. Zunächst lehnt der Vater ja diese Frau ab, die irgendwann abends auftaucht; sie hatte in der Zeitung den Namen von Dillon gelesen und sich auf die Suche gemacht, um was über ihr Kind zu erfahren.

Als der Polizist erscheint, verschweigt Nicky, dass die Mutter bei ihnen ist, und auch der Vater findet schließlich Zugang zu der jungen Mutter....

Wie die Geschichte ausgeht, also ob das Baby wieder zur Mutter zurückkommt, wie hoch die Strafe ist für die Mutter, weil sie das Baby ausgesetzt hat, erfährt man nicht.

Sie sehen schließlich das Baby, das mittlerweile in einer Pflegefamilie ist, sehr gut aufgehoben und vermutlich wird es später adoptiert werden. - Aber das bleibt offen, man erfährt es nicht.

Dieses Ereignis hat das Leben von Dillon und seiner Tochter verändert, es bleibt Nachdenklichkeit zurück, aber auf Hoffnung auf Zukunft.

Sehr schön geschrieben von der Autorin, und sehr lesenswert!


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