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Meine kurze
Zusammenfassung:
Sie hat zwei
hinreißende Schühchen aus glänzendem, rosafarbenen Stoff an den
Füßchen, ein zauberhaftes Lächeln und einen dicken schwarzen Zopf,
der ihr den Rücken runter hängt. Das ist die kleine Schneiderin
aus dem abgelegenen Bergdorf, und Luo verliebt sich schon beim ersten
Blick in sie.
Sein
Freund und er, zwei Studenten, die zur "kulturellen Umerziehung"
in diese entlegene Gegend in den Bergen verschickt wurden.
Sie haben nur eine Chance, da vorher wieder rauszukommen, rechnen
sie sich aus, wenn sie in den Besitz dieses Koffers kommen, der
die verbotenen literarischen Werke der westlichen Welt beinhaltet.
Nachdem sie vorher schon vom Dorfältesten in die benachbarte Stadt
geschickt worden waren, um sich erlaubte Filme anzusehen, um sie
dann im Dorf wieder zu erzählen, hatten sie schon Übung darin, Geschichten,
also Filme und auch Geschriebenes, nachzuerzählen. Und nicht nur
das, sie schmückten das aus nach ihren Gutdünken, machten es spannend,
pausierten vor den spannendsten Stellen; und vor allem: jede Erzählung
musste auf die Minute genau so lange dauern wie der Film gedauert
hatte…..
Sie leben ganz primitiv, in einer Hütte, mehr einem Stall, müssen
auf dem Feld oder im Bergwerk arbeiten, führen ein sehr tristes
Leben. Und morgens, wenn die Sonne aufgeht, wird das Dorf vom Dorfältesten
geweckt, und alle müssen zur Arbeit, bis es wieder dunkel wird.
Da die beiden einen Wecker dabei haben, einer der wenigen Dinge,
die sie mitbringen durften, sind sie die einzigen, die eine Uhrzeit
haben. Und der Dorfälteste ist ganz fasziniert von diesem Wunderwerk,
als es immer morgens anfängt zu klingeln…….Er kommt also morgens,
wartet auf den Wecker, und dann gibt er erst Signal zum Wecken der
Leute. Die beiden kommen dann schnell auf die Idee, den Wecker eine
Stunde oder auch zwei zu verstellen, wenn sie mal länger schlafen
wollen. Nur wissen sie nach einigen Tagen dann selbst nicht mehr,
welche richtige Uhrzeit eigentlich ist…. -
Eines Tages finden sie unter dem Bett eines anderen jungen Mannes,
der auch dort ist, einen schwarzen Lederkoffer. Sie verschaffen
sich Zutritt mit einem selbstgemachten Dietrich, und gucken nach,
was drin ist. - Und staunen: Da sind die ganzen Herrlichkeiten der
westlichen Literatur, ob Balzac, Rousseau, Stendhal, Dostojewski,
und und und….. Sie wollen unbedingt diesen Koffer besitzen, und
klauen ihn eines nachts, als der Besitzer auf einem Fest ist. Sie
lesen nun alle Bücher, und erzählen die Inhalte, insbesondere von
Balzac, der kleinen Schneiderin vor. Und so beginnt das Schicksal,
das eine unerwartete Wende nimmt und einen unglaublichen Schluss
beschert….
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Dai Sijie, geboren 1954 in der Provinz Fujian in
China, wurde von 1971 bis 1974 im Zuge der kulturellen Umerziehung
in ein Bergdorf verschickt.
Nach Maos Tod studierte er Kunstgeschichte und emigrierte
1984 nach Paris.
"Balzac und die kleine chinesische Schneiderin",
sein erster Roman,
(aus dem Französischen übersetzt von
Giò Waeckerlin Induni)
wurde ein großer internationaler Erfolg und in einer französisch-chinesischen
Produktion verfilmt.
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Diese
zwei pfiffigen Studenten, die in dieses abgelegene Bergdorf zur
Umerziehung verschickt wurden, lernen das Leben der Bauern dort
kennen, aber auch die Arbeit im Bergwerk, alles streng strukturiert
vom Dorfältesten.
Um
den Widrigkeiten ihres Daseins zu entkommen, sehen sie nur eine
einzige Chance: in den Besitz dieser verbotenen Bücher zu kommen.
Wie das geschieht, und was dann geschieht, das wird in unnachahmlicher
Weise, sehr witzig, ironisch und phantasievoll beschrieben.
Das
ist der erste Roman dieses Autors, und ich werde ganz sicher seinen
zweiten auch lesen. Was mir bei ihm aufgefallen ist: Er kennt keine
Tabus in Bezug auf die sexuellen Geschlechterbeziehungen und den
Sex allgemein, wie sonst in der Literatur von Chinesen üblich.
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