Patrick Süskind

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Jonathan Noel ist schon 50 Jahre alt, als ihm diese Geschichte mit der Taube widerfährt.

Sie hebt seine Existenz von einer Minute zur anderen aus den Angeln.
Er lebt in einem sehr kleinen Appartement, das er akribisch eingerichtet hat, genau für seine Bedürfnisse ausgerichtet,  lebt in einer ganz eng begrenzten eigenen Welt, wo nichts Platz hat. Er geht seinem Beruf nach (Wachmann in einer Bank) lebt sein Leben ohne die Umwelt groß wahrzunehmen, und er selbst will auch nicht wahrgenommen werden.

Da sitzt doch eines Morgens, als er zur Tür rausgehen will zur Arbeit (er horcht vorher immer, ob auch ja niemand sich evtl. im Flur befindet) eine Taube. Sie tut gar nichts, sie guckt ihn nur an. Und sie hat den Flur bekleckert, er erschrickt furchtbar,  ekelt sich grauenhaft, und geht zurück in sein Zimmer. Nun beginnt er, sich eine Strategie zu erstellen, wie er dieser Taube nicht mehr begegnen muss......Also packt er seinen Koffer, und beschließt in ein Hotel zu ziehen......weil er dieser Taube auf keinen Fall mehr begegnen kann.....will....  und so nimmt alles seinen Lauf...

 

Mehr will ich zur Inhaltsangabe gar nicht preisgeben.
 

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Eine aberwitzige Konstruktion von Süskind,  alleine schon die Gedanken, die er  Jonathan denken läßt, sind so abstrus, dass man bereits nach paar Seiten eingreifen möchte...

Dennoch: Es sind sehr interessante Gedanken, und  wollen uns auf eigentlicher zweiter Ebene viel mehr sagen. Also das *Zwischen-den-Zeilen-lesen* ist hier zwingend!

Auch wenn es nur ein kleines Büchlein ist,  und natürlich eine total andere Art hat, als z.B. das Parfüm, so ist es trotzdem sehr lesenswert und hochinteressant!

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