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Jonathan Noel
ist schon 50 Jahre alt, als ihm diese Geschichte mit der Taube widerfährt.
Sie hebt seine
Existenz von einer Minute zur anderen aus den Angeln.
Er lebt in einem sehr kleinen Appartement, das er akribisch eingerichtet
hat, genau für seine Bedürfnisse ausgerichtet, lebt
in einer ganz eng begrenzten eigenen Welt, wo nichts Platz hat.
Er geht seinem Beruf nach (Wachmann in einer Bank) lebt sein Leben
ohne die Umwelt groß wahrzunehmen, und er selbst will auch
nicht wahrgenommen werden.
Da sitzt doch
eines Morgens, als er zur Tür rausgehen will zur Arbeit (er
horcht vorher immer, ob auch ja niemand sich evtl. im Flur befindet)
eine Taube. Sie tut gar nichts, sie guckt ihn nur an. Und sie hat
den Flur bekleckert, er erschrickt furchtbar, ekelt sich grauenhaft,
und geht zurück in sein Zimmer. Nun beginnt er, sich eine Strategie
zu erstellen, wie er dieser Taube nicht mehr begegnen muss......Also
packt er seinen Koffer, und beschließt in ein Hotel zu ziehen......weil
er dieser Taube auf keinen Fall mehr begegnen kann.....will....
und so nimmt alles seinen Lauf...
Mehr will ich
zur Inhaltsangabe gar nicht preisgeben.
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Eine
aberwitzige Konstruktion von Süskind, alleine schon die
Gedanken, die er Jonathan denken läßt, sind so
abstrus, dass man bereits nach paar Seiten eingreifen möchte...
Dennoch:
Es sind sehr interessante Gedanken, und wollen uns auf eigentlicher
zweiter Ebene viel mehr sagen. Also das *Zwischen-den-Zeilen-lesen*
ist hier zwingend!
Auch
wenn es nur ein kleines Büchlein ist, und natürlich
eine total andere Art hat, als z.B. das Parfüm, so ist es trotzdem
sehr lesenswert und hochinteressant!
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